Bachelorarbeit, 2020
111 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Sozialpädagogische Familienhilfe
2.1. Rechtliche Grundlagen
2.2. Handlungsleitende Theorien
2.2.1. Der Systemische Ansatz
2.2.2. Die Initiatische Therapie
2.2.3. Die Logotherapie
2.2.4. Die Positive Psychotherapie
3. Pandemie durch SARS-CoV-2
3.1. Was ist eine Pandemie?
3.2. Auswirkungen durch Pandemien
3.2.1. Psychosoziale Auswirkungen
3.2.2. Gesamtgesellschaftliche Auswirkungen
3.2.3. Wirtschaftliche Auswirkungen
3.3. Pandemie durch SARS-CoV-2
3.4. Maßnahmen zur Eindämmung
3.4.1. Schul- und Kindertagesstättenschließung
3.4.2. Grundsätzliche Pflichten
3.4.3. Personenobergrenzen, Quarantänemaßnahmen und Ordnungswidrigkeiten
4. Stand der Forschung
4.1. Deutsches Jugendinstitut Studie SPFH
4.2. Deutsches Jugendinstitut „Kindsein in Zeiten von Corona“
4.3. Complexity Science Hub Vienna
5. Empirische Untersuchung
5.1. Methodologische Positionierung
5.2. Forschungsfeld und Sampling
5.3. Erhebungsverfahren
5.3.1. Leitfadengestütztes Experteninterview
5.3.2. Erstellung des Leitfadens
5.4. Durchführung
5.5. Transkription
5.6. Auswertungsverfahren
5.6.1. Material
5.6.2. Entstehung und Charakterisierung
5.6.3. Analyserichtung
5.6.4. Fragestellung und Bestimmung der Analyseeinheit
5.6.5. Analysetechnik
6. Auswertung der Ergebnisse
6.1. Überblick über die Interviews
6.2. Auswertung
6.3. Diskussion der Ergebnisse
7. Reflexion des Forschungsprozesses
7.1. Reflexion der empirischen Untersuchung
7.2. Modell Open Science
7.2.1. Ebene der freien Wissensproduktion
7.2.2. Ebene der Zugänglichkeit von Wissen und Infrastruktur
7.2.3. Ebene der kollaborativen Forschung und Impakt-Messung
8. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der durch SARS-CoV-2 ausgelösten Pandemie auf die Arbeit der sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) in Deutschland. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die praktischen Tätigkeiten der Fachkräfte – insbesondere im Hinblick auf den Kontakt zu den Familien – durch die Kontaktbeschränkungen und Infektionsschutzmaßnahmen beeinflusst wurden.
2.2.1. Der Systemische Ansatz
Die systemische Therapie sieht die Familie als ein in sich geschlossenes System. Dieses System bildet sich auf Basis von Kommunikation und Interaktion innerhalb der Familie. Ziel der Sozialen Arbeit ist es, dieses System positiv zu verändern. Das Verhalten eins Familienmitgliedes löst wiederum eine Reaktion bei einem anderen Familienmitglied aus. Diese Mechanismen werden durch die sozialpädagogische Familienhilfe aufgedeckt und gemeinsam mit der Familie bearbeitet. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht das ganze System, keine Einzelpersonen. Das Kind, das zum Beispiel ständig die Schule schwänzt und zu Hause immer wieder Streit sucht, wird bei dieser Betrachtung nicht als Verursacher gesehen. Für das Verhalten des Kindes wird eine Ursache im Familiensystem angenommen. Im Mittelpunkt der Familiensysteme steht die Kommunikation. Die Kommunikation innerhalb der Familie findet nach bestimmten Mustern statt. Verbessert sich diese Kommunikation, hat dies positive Auswirkungen auf das Familiensystem. Die systemische Therapie geht davon aus, dass Kinder ein festes Fundament brauchen, um sich gut entwickeln zu können. Dieses Fundament ist die Familie. Die sozialpädagogische Familienhilfe unterstützt Familien dabei, alte Muster und Gewohnheiten zu durchbrechen und neue positive Muster zu erlernen (Satir & Kierdorf, 2010, S. 17).
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz einer Untersuchung zu den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Soziale Arbeit und leitet die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Studie her.
2. Sozialpädagogische Familienhilfe: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen und theoretischen Ansätze der SPFH, welche die Basis für die tägliche Arbeit in den Familien bilden.
3. Pandemie durch SARS-CoV-2: Hier wird der theoretische Hintergrund zu Pandemien, deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft sowie die spezifischen Maßnahmen zur Eindämmung in Deutschland dargestellt.
4. Stand der Forschung: Dieser Abschnitt fasst vorhandene Studien zu den Auswirkungen der Pandemie auf Kinder, Jugendliche und Familien zusammen, um den aktuellen Forschungsstand abzubilden.
5. Empirische Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, insbesondere die Durchführung von leitfadengestützten Experteninterviews und deren Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
6. Auswertung der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Interviews präsentiert, strukturiert und anschließend im Kontext der Fragestellung diskutiert.
7. Reflexion des Forschungsprozesses: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem gewählten methodischen Vorgehen sowie die Anwendung des Open-Science-Modells auf die vorliegende Arbeit.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer Einschätzung zur Zukunft der SPFH unter den Bedingungen der Pandemie.
SARS-CoV-2, Soziale Arbeit, Sozialpädagogische Familienhilfe, Psychosoziale Auswirkungen, Qualität Soziale Arbeit, Intensive Betreuung, Empirische Sozialforschung, Homeschooling, Kinderschutz, Pandemie-Maßnahmen, Beziehungsarbeit, Elternarbeit, Systemische Beratung.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie in Deutschland auf die berufliche Praxis der sozialpädagogischen Familienhelfer auswirken.
Die zentralen Felder umfassen die Veränderung der professionellen Kommunikation, die Herausforderungen bei Hausbesuchen, die Auswirkungen des Homeschoolings auf die Familien und die Schwierigkeiten beim Aufbau von Vertrauensverhältnissen.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe, speziell im Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe, aufzuzeigen und Herausforderungen für die Praxis zu identifizieren.
Die Autorin führt eine empirische, qualitative Untersuchung durch, die auf leitfadengestützten Experteninterviews mit vier Fachkräften basiert und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den aktuellen Stand der Forschung und eine ausführliche methodische Darstellung der empirischen Untersuchung inklusive der Auswertung und Diskussion der geführten Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind SARS-CoV-2, Soziale Arbeit, Sozialpädagogische Familienhilfe, intensive Betreuung, Homeschooling und empirische Sozialforschung.
Der direkte Kontakt im Lebensumfeld der Familien ist laut der Arbeit unerlässlich, um das für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendige Vertrauensverhältnis aufzubauen und tatsächliche Hilfebedarfe präzise einschätzen zu können.
Es entstanden neue Aufgabenfelder, bei denen die Fachkräfte als Brücke zwischen Schule und Familie fungieren mussten, wobei fehlende digitale Ausstattung in vielen Familien eine zentrale Barriere darstellte.
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