Masterarbeit, 2020
89 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Institutioneller Hintergrund und Theorie
2.1 Durchsetzung von Rechnungslegungsstandards in Deutschland
2.2 Signalwirkung und Abbau von Informationsasymmetrien
3 Literaturüberblick und Hypothesenentwicklung
3.1 Forschungsstand
3.1.1 Aktienkursreaktionen nach Fehlerbekanntmachungen
3.1.2 Bilanzpolitik und Rechnungslegungsfehler
3.1.3 Steuerplanung und Forschungsbeitrag
3.2 Hypothesenbildung
4 Konzeption der empirischen Untersuchung
4.1 Datengrundlage
4.1.1 Beschaffung und Verarbeitung
4.1.2 Beschreibung und Eigenschaften
4.2 Deskriptive Statistik und Operationalisierung
4.2.1 Abnormale Rendite
4.2.2 Diskretionäre Periodenabgrenzung
4.2.2.1 Modifiziertes Jones-Modell
4.2.2.2 Modifiziertes Performance-Modell
4.2.3 Effektive Konzernsteuerquote
4.3 Multivariate Untersuchungsmodelle
5 Diskussion und Würdigung der Ergebnisse
5.1 Empirische Ergebnisse
5.1.1 Reaktionen des Kapitalmarkts auf Fehlerbekanntmachungen
5.1.2 Fehlerbekanntmachungen und Bilanzpolitik
5.1.3 Fehlerbekanntmachungen und Steuerplanung
5.2 Validität der empirischen Ergebnisse
5.2.1 Robustheitstests zur Ereignisstudie
5.2.2 Validität der Ergebnisse zur Bilanzpolitik und Steuerplanung
5.2.2.1 Regressionsmodelle
5.2.2.2 Robustheitstests durch Klassifikationsverfahren
5.3 Limitationen
6 Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Veröffentlichung von Rechnungslegungsfehlern durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) und dem Verhalten kapitalmarktorientierter Unternehmen hinsichtlich ihrer Bilanzpolitik, Steuerplanung sowie den Reaktionen des Aktienmarktes.
3.1.1 Aktienkursreaktionen nach Fehlerbekanntmachungen
Empirische Untersuchungen des US-amerikanischen Markts bezüglich der Aktienkursreaktionen nach Fehlerbekanntmachungen zeichnen ein klares Bild ab. So finden ANDERSON/YOHN negative Aktienkursreaktionen, die auf Berichtigungen von Umsatzerlösen folgen. Für den Zeitraum von 1977 bis 1984 kann dies ebenfalls mittels einer Ereignisstudie von NOURAYI nachgewiesen werden. Solche Aktienkursreaktionen auf Fehler in der Rechnungslegung zeigen sich auch in einer weiteren Studie von PALMROSE/RICHARDSON/SCHOLZ im Untersuchungszeitraum von 1995 bis 1999 mit Reaktionen von bis zu -9% auf Bekanntmachungen von Anpassungen des Abschlusses. Zu gleichen Ergebnissen kommen HRIBAR/JENKINS für den Zeitraum von 1997 bis 2002.
Die Untersuchung von FEROZ/PARK/PASTENA zeigt, dass das Ausmaß der Aktienkursreaktionen auf festgestellte Fehler bei Erträgen stärker ausfällt. Negative Aktienkursreaktionen werden sowohl bei der Steigerung als auch bei der Senkung des Ertrags durch die Berichtigungen beobachtet. Bei vorsätzlichem Fehlverhalten der Geschäftsführung kommen zusätzlich noch Prozesskosten und Personalveränderungen im Vorstand hinzu, die ebenfalls stärkere Aktienkursreaktionen hervorrufen.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der DPR für das Vertrauen in den Kapitalmarkt und skizziert die Fragestellung bezüglich der Folgen von Fehlerbekanntmachungen für Bilanzpolitik und Steuerplanung.
2 Institutioneller Hintergrund und Theorie: Dieses Kapitel beschreibt das zweistufige deutsche System zur Durchsetzung der Rechnungslegung und nutzt die Prinzipal-Agent-Theorie zur theoretischen Einordnung der Signalwirkung von Prüfungen.
3 Literaturüberblick und Hypothesenentwicklung: Es wird der aktuelle Forschungsstand zu Aktienkursen, Bilanzpolitik und Steuerplanung aufgearbeitet, um darauf aufbauend empirisch testbare Hypothesen zu entwickeln.
4 Konzeption der empirischen Untersuchung: Kapitel 4 legt die Datengrundlage, die Operationalisierung der Variablen sowie die verwendeten multivariaten Regressionsmodelle für die empirische Analyse dar.
5 Diskussion und Würdigung der Ergebnisse: Hier werden die empirischen Ergebnisse präsentiert, statistisch diskutiert, durch Robustheitstests validiert und auf Limitationen hin geprüft.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
DPR, Fehlerbekanntmachung, Bilanzpolitik, Steuerplanung, Kapitalmarktreaktion, Ereignisstudie, diskretionäre Periodenabgrenzung, Konzernsteuerquote, Rechnungslegungsqualität, Enforcement, Informationsasymmetrie, institutioneller Hintergrund, Unternehmenserfolg, Regressionsanalyse, Finanzkrise.
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Konsequenzen von Fehlern in Konzernabschlüssen, die durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) aufgedeckt werden.
Die Arbeit fokussiert auf die Schnittstelle zwischen Rechnungslegungsprüfung, Kapitalmarktverhalten, bilanzieller Manipulation und steuerlichen Optimierungsstrategien.
Die Forschungsfrage lautet, ob und wie Fehlerbekanntmachungen durch die DPR das Verhalten von Unternehmen in den Bereichen Bilanzpolitik und Steuerplanung sowie die Reaktion des Aktienmarktes beeinflussen.
Die Arbeit nutzt Methoden der positiven Rechnungslegungsforschung, insbesondere Ereignisstudien zur Analyse der Aktienmarktreaktionen sowie multivariate Regressionsanalysen zur Untersuchung von Bilanzpolitik und Steuerplanung.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die Literaturanalyse, die detaillierte Beschreibung der Datenverarbeitung und die Durchführung der statistischen Tests zur Hypothesenüberprüfung.
Zentrale Begriffe sind DPR, Fehlerbekanntmachung, Bilanzpolitik, Steuerplanung, Ereignisstudie, diskretionäre Periodenabgrenzung und Konzernsteuerquote.
Die empirische Analyse zeigt signifikante negative Aktienkursreaktionen am Tag der Bekanntmachung und in deren unmittelbarem Umfeld.
Ja, Unternehmen weisen nach einer Fehlerbekanntmachung tendenziell höhere Konzernsteuerquoten auf, was auf eine Einschränkung zuvor aggressiverer Steuerplanungsstrategien hindeutet.
Die Ergebnisse bestätigen, dass Unternehmen mit festgestellten Fehlern ein signifikant höheres Ausmaß an Bilanzpolitik betreiben als Nicht-Fehlerunternehmen.
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