Masterarbeit, 2020
55 Seiten, Note: 1,3
Die Arbeit analysiert die rechtliche und ethische Dimension des „Containerns“, also dem Entnehmen von weggeworfenen, aber noch brauchbaren Waren aus Abfallbehältern. Sie untersucht, ob diese Praxis legal und legitim ist und welche rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte diese Handlungsweise mit sich bringt.
Die Einleitung führt in die Problematik des „Containerns“ ein und stellt die gesellschaftliche Relevanz des Themas dar. Es werden Statistiken zur Lebensmittelverschwendung und zur Anzahl der Menschen, die auf Lebensmittelhilfe angewiesen sind, vorgestellt.
Der Hauptteil der Arbeit analysiert die Rechtsprechung zum „Containern“ und die Kritik in der Literatur. Es werden die Urteile des AG Düren, AG Fürstenfeldbruck, des Bayerischen Obersten Landesgerichts und des Bundesverfassungsgerichts vorgestellt und im Detail analysiert. Des Weiteren wird die Kritik von Juristen und Wissenschaftlern an den Entscheidungen der Gerichte beleuchtet.
Die Politik und die Gesetzgebungsinitiativen zum Thema „Containern“ werden ebenfalls diskutiert. Es wird untersucht, ob es politische Bemühungen gibt, die rechtliche Situation des „Containerns“ zu ändern.
Containern, Mülltauchen, Lebensmittelverschwendung, Recht auf Nahrung, Strafrecht, Verfassungsrecht, Diebstahl, Rechtsprechung, Kritik, Politik, Gesetzgebung, soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Ressourcenverschwendung.
Nach aktueller Rechtsprechung (u.a. BayObLG und BVerfG) wird Containern meist als Diebstahl gewertet, da der Müll im Besitz des Supermarktbetreibers bleibt, bis er abgeholt wird.
Angesichts massiver Lebensmittelverschwendung und weltweitem Hunger argumentieren Befürworter, dass die Rettung verzehrbarer Lebensmittel moralisch höher zu bewerten sei als das formale Eigentumsrecht an Abfall.
Das BVerfG hat die Strafbarkeit bestätigt und sieht darin keinen Verstoß gegen das Grundgesetz, solange der Gesetzgeber keine anderslautenden Regeln für Lebensmittelabfälle schafft.
Die Arbeit beleuchtet Aspekte des Völkerrechts, die ein Recht auf angemessene Ernährung fordern, was in der deutschen Rechtsprechung zum Containern bislang kaum diskutiert wurde.
Ja, es gibt immer wieder Gesetzgebungsinitiativen, die fordern, das Entnehmen von Lebensmitteln aus Abfallbehältern straffrei zu stellen, um die Verschwendung zu reduzieren.
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