Bachelorarbeit, 2020
85 Seiten, Note: 1,4
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Verständnis und Merkmale von Gewohnheiten
3.1.1 Verständnis von Gewohnheit
3.1.2 Merkmale von Gewohnheiten
3.1.3 Abgrenzung von anderen Konstrukten
3.2 Entstehung von Gewohnheiten
3.3 Ziele und Effekte von Gewohnheiten
3.4 Veränderungsansätze von Gewohnheiten
3.4.1 Transtheoretisches Modell
3.4.2 Bildung neuer Intentionen und Vermeidung von Hinweisreizen
3.5 Der Einfluss des Umfelds
3.5.1 Sozialpsychologische Sicht
3.5.2 Studien und Berichte
4 METHODIK
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Untersuchungsobjekt und Auswahlkriterien
4.1.2 Untersuchungsdurchführung
4.2 Fragebogenkonstruktion und Beschreibung des Fragebogens
4.3 Datenauswertung und Statistik
5 ERGEBNISSE
5.1 Auswertung der allgemeinen Informationen
5.2 Auswertung der Übernahme von Gewohnheiten
5.3 Unterstützung und Sabotage
5.3.1 Auswertung der Unterstützung
5.3.2 Auswertung der Sabotage
5.3.3 Überblicke
5.4 Auswertung des Antwortverhaltens
5.5 Auswertung des größten Einflusses und Kommentar
5.6 Induktive Statistik (Inferenzstatistik)
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
Das primäre Ziel dieser Bachelor-Thesis ist die Untersuchung des Einflusses des sozialen Umfelds auf die Veränderung von Gewohnheiten. Dabei soll geklärt werden, ob und in welchem Maße Menschen dazu neigen, Verhaltensweisen von Freunden, Familie, Mitarbeitern oder Partnern zu übernehmen und wie unterstützend oder hinderlich sich dieses Umfeld bei der Veränderung von Gewohnheiten auswirkt.
3.1.2 Merkmale von Gewohnheiten
Das erste und mit Sicherheit eines der offensichtlichsten und wichtigsten Merkmale ist die Wiederholung bzw. die Häufigkeit eines Verhaltens. Auch wenn die Definition von Gewohnheit schwierig und vielseitig ist, findet man bezüglich dieses Merkmals in der Literatur keinen Widerspruch: Gewohnheiten brauchen viele Wiederholungen in stabilem Kontext (Becker, 2019, S. 188; Schnauber, 2016, S. 61; Thurn, 2014, S. 21). Wie viele Wiederholungen genau nötig sind um eine Handlung oder ein Verhalten als Gewohnheit anzusehen ist jedoch nicht bekannt (Thurn, 2014, S. 21). Im Gegenteil, verschiedene Studien haben jeweils eine unterschiedlich hohe Anzahl an Tagen erforscht, die nötig sind um eine Gewohnheit zu entwickeln und diese zu festigen (Schnauber, 2016, S. 70).
Außerdem ist die Häufigkeit ein wichtiger Aspekt bei der Messung der Stärke einer Gewohnheit, wie zum Beispiel beim Self-Report Habit Index von Verplanken und Orbell (Schnauber, 2016, S. 125). Jedoch erklärt Fuchs (2007, S. 7), dass ein Anstieg der Häufigkeit eines Verhaltens nicht zwingend eine Zunahme der Gewohnheitsstärke bedeuten muss. Denn wenn jemand zehn Zigaretten am Tag raucht ist die Stärke dieser Gewohnheit nicht zwingend geringer als bei einer Person, die täglich fünfzehn Zigaretten konsumiert. Auch reichen Wiederholungen allein nicht aus um eine Gewohnheit zu entwickeln - sie sind notwendig, aber nicht hinreichend (Fuchs, 2007, S. 7). Wenn ein Trainer also zum Beispiel bei einer Trainingsplanerstellung häufig die Beinpresse benutzt, ist es noch keine Gewohnheit, da er sich aufgrund des Krankheitsverlaufs und der Ziele des Kunden bei jedem Termin erneut bewusst für oder gegen die Übung entscheidet.
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen Gewohnheit ein, beleuchtet die Schwierigkeiten bei deren Änderung und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss des sozialen Umfelds.
2 Zielsetzung: Hier wird das Ziel definiert, den Einfluss des sozialen Umfelds auf die Veränderung von Gewohnheiten empirisch zu untersuchen und die Bedeutung einzelner Bezugspersonen zu identifizieren.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Dieser Abschnitt erarbeitet theoretische Grundlagen zu Gewohnheiten, deren Merkmale, Entstehung und Möglichkeiten der Verhaltensänderung sowie eine sozialpsychologische Einordnung des Umfeldeinflusses.
4 Methodik: Hier werden das Forschungsdesign, die Erstellung des Fragebogens, die Durchführung der Befragung im Fitnessstudio und die statistischen Auswertungsmethoden beschrieben.
5 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die gesammelten Daten der Umfrage deskriptiv und induktiv ausgewertet, um Zusammenhänge zwischen sozialem Umfeld, Unterstützung, Sabotage und Gewohnheitsänderung aufzuzeigen.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden hier reflektiert, mit existierender Fachliteratur verglichen, interpretierte Schlussfolgerungen gezogen und Limitationen sowie zukünftige Forschungsbedarfe aufgezeigt.
7 Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die Kernaussagen der Arbeit und bestätigt, dass das soziale Umfeld einen signifikanten Einfluss auf die Veränderung von Gewohnheiten ausübt.
Gewohnheiten, Gesundheitsverhalten, Soziales Umfeld, Verhaltensänderung, Unterstützung, Sabotage, Sozialpsychologie, Automatizität, Reiz-Reaktions-Muster, Transtheoretisches Modell, Soziale Ansteckung, Selbstwirksamkeit, Fitness, Zielerreichung, Empirische Analyse
Die Arbeit untersucht das menschliche Verhalten im Kontext von Gewohnheiten und wie stark das soziale Umfeld – wie Familie, Partner oder Freunde – dazu beiträgt, dass Gewohnheiten beibehalten oder erfolgreich verändert werden.
Zentrale Felder sind die psychologische Definition von Gewohnheiten, Strategien zur Verhaltensmodifikation (z.B. Transtheoretisches Modell), die psychologische Bedeutung sozialer Zugehörigkeit sowie der konkrete Einfluss sozialer Interaktionen auf das Gesundheitsverhalten.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob wir dazu neigen, Gewohnheiten von unserem sozialen Umfeld zu übernehmen, und wie stark uns dieses Umfeld bei dem Versuch unterstützt oder sabotiert, eigene Gewohnheiten gesundheitsförderlich zu verändern.
Es wurde eine empirische, quantitative Analyse mittels einer schriftlichen Fragebogenerhebung (Likert-Skala) in Fitnessstudios durchgeführt, ergänzt durch eine induktive Statistik (Chi-Quadrat-Tests) zur Überprüfung der Hypothesen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturrecherche zum theoretischen Kenntnisstand über Gewohnheiten sowie einen methodischen und ergebnisorientierten Teil, der die Daten einer Befragung von 30 Teilnehmern auswertet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gewohnheitsbildung, soziales Umfeld, Gesundheitsverhalten, Unterstützung, Sabotage und sozialer Einfluss charakterisiert.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Partner in vielen Fällen die stärkste Einflussgröße darstellt, sowohl hinsichtlich der Übernahme von Gewohnheiten als auch bei der Unterstützung oder Sabotage von Veränderungsbemühungen.
Ja, die statistische Auswertung zeigt einen signifikanten Zusammenhang: Jüngere Personen (18-35 Jahre) lassen sich durch ihr soziales Umfeld in der Regel stärker beeinflussen als ältere Personen über 46 Jahren.
Der Einfluss durch Mitarbeiter ist laut der Umfrageergebnisse generell geringer einzustufen als der Einfluss durch den Partner, die Freunde oder die Familie.
Die Befragung zeigt, dass fast zwei Drittel der Teilnehmer dazu neigen, sich in sozialen Situationen eher anzupassen, anstatt ihre eigenen Absichten (z.B. ein „Nein“) konsequent durchzusetzen, was als eine Form des sozialen Einflusses gewertet werden kann.
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