Masterarbeit, 2020
135 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Die Situation der Zeitarbeit in der Pflege
2.1. Was ist Zeitarbeit?
2.3. Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3. Verteilung von Zeitarbeitern auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland
2.4. Geschlechterstruktur
2.5. Gründe für die Zunahme von Zeitarbeit in der Pflege
2.6. Funktionswandel der Zeitarbeit
2.7. Forschungsergebnisse Zeitarbeit im Gesundheitswesen
2.7.1. Die verschiedenen Typen der Zeitarbeit
2.7.2. Qualifikationsanforderungen an Zeitarbeiter
2.7.3. Motive für Gesundheitseinrichtungen, Zeitarbeiter einzusetzen
2.7.4. Motive für Zeitarbeitsfirmen
2.7.5. Motive für Pflegekräfte, in Zeitarbeitsunternehmen zu arbeiten
2.7.6. Auswirkungen von Zeitarbeit auf die Pflege
2.7.7. Die Qualität der Zeitarbeit in der Pflege
3. Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit
3.1. Arbeitsmotivation
3.2. Arbeitszufriedenheit
3.3. Kategorien der Arbeitszufriedenheit
3.4. Auswirkungen von Arbeitszufriedenheit
3.5. Messung der Arbeitszufriedenheit
3.5.1. Skala zur Messung der Arbeitszufriedenheit nach Warr-Cook-Wall
3.6. Arbeitszufriedenheit in der Pflege
3.6.1. Ulrich et al. (2017): Die Arbeitszufriedenheit von Berufseinsteigern in den Gesundheitsberufen (unter Anwendung der Warr-Cook-Wall-Skala)
3.6.2. Scharfenberg (2016): Was beschäftigt Pflegekräfte?
3.6.3. Huggenberger et al. (2012): Was Pflegekräfte wollen.
3.6.4. Buxel (2011): Was Pflegekräfte unzufrieden macht.
3.6.5. Zusammenfassung der Ergebnisse
3.7. Arbeitszufriedenheit in der Zeitarbeit im Gesundheitswesen
3.7.1. Fichtner/Hohnekamp (2020): Zeitarbeit in der OP-Pflege – Motive, Auswirkungen und Perspektiven
4. Methodische Aspekte
4.1. Theoretischer Rahmen
4.1.1. Quantitative Fragebogenmethode
4.1.2. Online Befragung
4.2. Gestaltung des Fragebogens
4.2.1. Fragebogentitel
4.2.2. Fragebogeninstruktion
4.2.3. Inhaltliche Frageblöcke
4.2.3.1. Zusammenstellung Themenbereich 1
4.2.3.2. Zusammenstellung Themenbereich 2
4.2.3.3. Zusammenstellung Themenbereich 3
4.2.4. Statistische Angaben
4.2.5. Fragebogen-Feedback
4.2.6. Verabschiedung
4.3. Antwortformate und Items
4.3.1. Antwortformate
4.3.2. Filterführung im Fragebogen
4.3.3. Geschlossene Items
4.3.4. Offene Items
4.4. Erstellung des Online-Fragebogens mit SurveyMonkeys
4.5. Pretest
5. Analyse
5.1. Methodisches Vorgehen zur Datenauswertung
5.1.1. Häufigkeiten
5.1.2. Mittelwerte
5.1.3. Standardabweichungen
5.1.4. Datenanalysesoftware
5.2. Feldzugang
5.3. Auswertung der Ergebnisse
5.3.1. Auswertung Themenbereich 1: Angaben zur Person und zum Beschäftigungsverhältnis
5.3.2. Auswertung Themenbereich 2: Angaben zum Pflegeberuf
5.3.3. Auswertung Themenbereich 3: Angaben zur Anstellung in der Zeitarbeit
5.4. Diskussion der Ergebnisse
5.4.1. Demografische Zusammenhänge
5.5. Methodenkritik
5.6. Einschränkungen
5.7. Interessenskonflikt
5.8. Ausblick
6. Schlussfolgerung
Die Masterarbeit untersucht die Motive von Pflegekräften für eine Anstellung in der Zeitarbeit sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit im Vergleich zur Festanstellung in einer Gesundheitseinrichtung. Ziel ist es, den Fachkräftemangel und die Arbeitsbedingungen im Kontext dieser wachsenden Beschäftigungsform evidenzbasiert zu beleuchten.
2.1. Was ist Zeitarbeit?
Zeitarbeit, auch gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung genannt, entscheidet sich deutlich von herkömmlichen Beschäftigungsformen. Die vom Arbeitnehmer verrichtete Arbeit findet nicht im Unternehmen des eigentlichen Arbeitnehmers statt, sondern erfolgt in einem Kundenbetrieb. Somit ist Leiharbeit die Überlassung eines Arbeitnehmers, samt seiner Arbeitskraft, durch einen Personaldienstleister an ein externes Unternehmen. Aus vertraglicher Sicht besteht hierbei ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zwischen der Zeitarbeitsfirma und dem Zeitarbeitnehmer. Die Weisungsbefugnis wird jedoch dem jeweiligen Entleihbetrieb zugesprochen. Hierfür schließt das betreffende Unternehmen einen Arbeitnehmerüberlassungsvertrag mit der Personaldienstleistungsfirma ab. Dieser Vertrag beinhaltet die Zurverfügungstellung von geeigneten Arbeitskräften (vgl. Bouncken/Brornewasser 2013, S. 10). Somit ergibt sich für die Personalüberlassung eine charakteristische Dreiecksbeziehung (siehe Abbildung 1).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Fachkräftemangels in der Pflege ein und stellt das Forschungsinteresse an der Zeitarbeit als alternative Beschäftigungsform dar.
2. Die Situation der Zeitarbeit in der Pflege: Das Kapitel beschreibt das Modell der Zeitarbeit, dessen rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Gründe für den starken Zuwachs in der Pflegebranche.
3. Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit: Hier werden theoretische Konzepte zur Motivation und Zufriedenheit erläutert sowie aktuelle Studien zur Situation von Pflegekräften in Deutschland zusammengefasst.
4. Methodische Aspekte: Dieser Teil widmet sich dem Forschungsdesign der Arbeit, insbesondere der Gestaltung und Implementierung eines standardisierten Online-Fragebogens für die Zielgruppe.
5. Analyse: Die erhobenen Daten werden hier deskriptiv ausgewertet, diskutiert und im Kontext der vorliegenden Forschungsergebnisse kritisch reflektiert.
6. Schlussfolgerung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen und leitet Empfehlungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens zur Personalbindung ab.
Zeitarbeit, Pflege, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation, Fachkräftemangel, Personalüberlassung, Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, AÜG, quantitative Studie, Online-Befragung, Work-Life-Balance, Personaldienstleistung, Gesundheitswesen, Arbeitsbedingungen, Mitarbeiterbindung
Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Motive, warum Pflegekräfte in Deutschland eine Anstellung in der Zeitarbeit wählen, und analysiert die Auswirkungen dieser Entscheidung auf die persönliche Arbeitszufriedenheit.
Die Arbeit deckt die Situation der Zeitarbeit im Gesundheitswesen, theoretische Konzepte zur Arbeitsmotivation, Aspekte der Arbeitszufriedenheit sowie die methodische Erhebung mittels eines Online-Fragebogens ab.
Das primäre Ziel ist es, empirische Erkenntnisse darüber zu gewinnen, weshalb sich Pflegekräfte für Zeitarbeit entscheiden und ob dieser Wechsel ihre Arbeitszufriedenheit im Vergleich zur Festanstellung verbessert.
Es wurde eine quantitative Querschnittstudie in Form einer standardisierten Online-Befragung durchgeführt, an der deutschlandweit 356 Pflegekräfte aus dem Personaldienstleistungssektor teilnahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Zeitarbeit in der Pflege, eine theoretische Fundierung zu Motivation und Arbeitszufriedenheit sowie die detaillierte methodische Beschreibung und deskriptive Auswertung der erhobenen Daten.
Die zentralen Begriffe sind Zeitarbeit, Pflege, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation, Fachkräftemangel sowie Arbeitnehmerüberlassung.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), regeln den Schutz der Arbeitnehmer und die Grenzen der Überlassung. Die Arbeit analysiert, wie Lockerungen dieser Gesetze zur Flexibilisierung der Branche beigetragen haben.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Befragten nach dem Wechsel in die Zeitarbeit zufriedener sind, insbesondere in Bezug auf die Work-Life-Balance, die Mitgestaltung des Dienstplans und die Wertschätzung durch den Arbeitgeber.
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