Bachelorarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 1,3
1 Kriterien guter Kinderliteratur
2 Darstellung der Religion in Bildern
3 Schöpfung – biblische Ursprünge
3.1 Erster Schöpfungsbericht Genesis 1-2.4a – Inhaltsangabe
3.1.1 Genesis 1-2.4a – Auslegung
3.1.2 Genesis 1-2.4a – Zusammenfassung
3.2 Zweiter Schöpfungsbericht Genesis 2,4b-25 – Inhaltsangabe
3.2.1 Genesis 2 – Auslegung
3.2.2 Genesis 2 – Zusammenfassung
4 Schöpfung in der Kinderbibel
4.1 Die grosse Coppenrath Kinderbibel: Genesis 1,1 – 2,4a
4.2 Die grosse Coppenrath Kinderbibel: Genesis 2,4b-25
4.3 Die große Herder Kinderbibel: Genesis 1,1-22
5. Neues Testament: Einzug in Jerusalem – Auslegung Lukas 19,28-44
5.1 Einzug in Jerusalem – Auslegung und synoptischer Vergleich mit Matthäus 21,1-11
6 Einzug in Jerusalem in der Kinderbibel
6.1 Herders Kinderbibel: Einzug in Jerusalem
6.2 Die Kinderbibel: Einzug in Jerusalem
7 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, inwieweit Kinderbibeln die hermeneutischen Inhalte biblischer Ursprungserzählungen trotz notwendiger Textverkürzungen und Vereinfachungen für eine kindgerechte Zielgruppe bewahren können.
3.1.1 Genesis 1-2.4a – Auslegung
Im ersten Schöpfungsbericht heißt es „Macht Euch die Erde untertan.“ (Gen 1,28). Der Mensch soll sich die Erde zum Untertan machen und über Fische, Vögel, Vieh, und alles weitere Getier herrschen. Doch im Alten Testament ist es undenkbar, dass der Herrscher nur Nutznießer ist. In irgendeiner Weise schließt es immer ein Dasein der Untergebungen mit ein. Die Herrschaft soll so vollzogen werden, wie ein König über sein Volk herrscht. Es soll sich um Fürsorge handeln. Es ist wichtig die Natur nicht als Sache zu betrachten, die den Menschen und ihren Interessen verfügbar gemacht wird, sondern es geht um die Sorge das Gleichgewicht der Schöpfung zu bewahren.
Der anfänglich genannte Satz „Macht Euch die Erde untertan.“ (Gen 1,28) sollte also bezüglich dem „Bebauen und Behüten“ (Gen 2,15) interpretiert werden. Die Menschen als Herrscherinnen und Herrscher haben die Aufgabe die Tiere zu schützen. Doch richtig kann der Schöpfungsauftrag erst verstanden werden, wenn man ihn im Zusammenhang mit der vorher genannten Gottebenbildlichkeit sieht (Gen 1,27). „Gott gegenüber der Natur zu vertreten heißt für den Menschen […] den Auftrag, die Liebe Gottes zu seiner ganzen Schöpfung, die in dem „siehe es war sehr gut“ (Gen 1,31) seinen deutlichsten Ausdruck findet, nun selbst im Umgang mit der Natur zum Ausdruck zu bringen.“ (Heinrich Bedford-Strohm, S.24)
1 Kriterien guter Kinderliteratur: Das Kapitel erläutert, wie Kinderliteratur sowohl die Perspektive des Kindes als auch die des erwachsenen Vorlesers berücksichtigt und welche pädagogischen und ästhetischen Maßstäbe für ihre Bewertung maßgeblich sind.
2 Darstellung der Religion in Bildern: Es wird analysiert, wie Illustrationen komplexe religiöse Themen visualisieren, den Seh-Sinn ansprechen und als nonverbale Ergänzung zum Text zur tieferen Sinnfindung beim Betrachter beitragen.
3 Schöpfung – biblische Ursprünge: Dieses Kapitel liefert eine theologisch fundierte Analyse der beiden Schöpfungsberichte der Genesis, indem es ihre unterschiedlichen Entstehungskontexte und Aussagen über das Verhältnis von Gott, Mensch und Welt beleuchtet.
4 Schöpfung in der Kinderbibel: Hier werden konkrete Kinderbibel-Adaptionen der Schöpfungsberichte untersucht, wobei der Fokus auf der didaktischen Reduktion der biblischen Vorlage und der Rolle der begleitenden Illustrationen liegt.
5. Neues Testament: Einzug in Jerusalem – Auslegung Lukas 19,28-44: Dieses Kapitel widmet sich der exegetischen Untersuchung des lukanischen Einzugsberichtes unter besonderer Berücksichtigung der messianischen Motive und des Konflikts mit den Pharisäern.
6 Einzug in Jerusalem in der Kinderbibel: Der Vergleich zwischen verschiedenen Kinderbibel-Fassungen und dem biblischen Original zeigt auf, wie der Einzug Jesu in Jerusalem für Kinder aufbereitet und erzählerisch vereinfacht wird.
7 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Kinderbibeln zwar als Einstieg in die christliche Glaubensgrundlage dienen können, für ein tieferes hermeneutisches Verständnis jedoch die begleitende Unterstützung durch Erwachsene oder Lehrpersonen erforderlich ist.
Kinderbibel, Schöpfungsbericht, Einzug in Jerusalem, Hermeneutik, Religionsunterricht, Kinderliteratur, biblische Exegese, Bildtheologie, Genesis, Lukas-Evangelium, Matthäus-Evangelium, Religionspädagogik, Illustrationen, Schöpfungsglaube, Wissensvermittlung
Die Arbeit untersucht, wie Kinderbibeln biblische Erzählungen (Schöpfung und Einzug in Jerusalem) für ein junges Publikum aufbereiten und ob die ursprüngliche theologische Bedeutung dabei erhalten bleibt.
Die zentralen Themen sind die Analyse von Kinderliteratur-Kriterien, die Exegese biblischer Urtexte sowie deren pädagogische und visuelle Adaption für Kinder.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Kindererzählungen trotz notwendiger Vereinfachungen die Hermeneutik der biblischen Ursprungstexte erfolgreich transportieren können.
Es wird eine vergleichende Analyse zwischen theologisch-exegetischen Primärquellen und verschiedenen Kinderbibel-Fassungen sowie deren Bildmaterial durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zur Kinderliteratur und Bildbetrachtung, gefolgt von der inhaltlichen Auslegung der Schöpfungs- und Einzugserzählungen und dem Vergleich mit deren Umsetzung in Kinderbibeln.
Besonders prägend sind Kinderbibel, Hermeneutik, Schöpfung, Einzug in Jerusalem und Religionspädagogik.
Illustrationen dienen als wichtige visuelle Stütze, die den Kindern hilft, die Geschichten zu strukturieren, Stimmung zu erfassen und Details zu entdecken, die im reduzierten Text manchmal fehlen.
Da viele Kinderbibeln aus Platzgründen die tieferen theologischen Bedeutungsschichten weglassen, ist die Reflexion mit Erwachsenen nötig, damit Kinder nicht nur die oberflächliche Erzählung, sondern die Hermeneutik der Texte verstehen.
Ja, sie sind aufgrund ihrer verständlichen Sprache und narrativen Struktur gut für den Einsatz in gemischten Grundschul-Lerngruppen geeignet, sofern eine pädagogische Anleitung erfolgt.
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