Bachelorarbeit, 2017
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Amerikanische Freiheit
2.1. Amerikanischer Ethos
2.1.1. Religion
2.1.2. Wirtschaft
2.1.3. Politik
2.1.4. Individualismus
2.1.5. Kunst und Ideologie
2.1.6. Modernismus
3. Chronologie
3.1. Korea
3.1.1. Japanische Besatzung
3.1.2. Zwischen den Kriegen
3.2. USA
3.2.1. Nachkriegszeit 1945 – 1947
3.2.2. Die Truman Doktrin und neue Ziele
3.2.3. Eine Polizeiaktion
4. Freiheit als Instrument
4.1. Strategie der Freiheit
4.2. Instrumente der Freiheit in Korea
4.2.1. Das „Office of War Information“ (OWI)
4.2.2. Das “Office of Civil Information” (OCI)
4.2.3. Vereinte Nationen und UNESCO
5. Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der "Freiheit" als zentrales rhetorisches und ideologisches Instrument der US-Außenpolitik während der Zeit der sogenannten „Befreiung“ in Korea zwischen 1945 und 1950 eingesetzt wurde, um geopolitische Interessen zu legitimieren.
2. Amerikanische Freiheit
Versucht man das Wesen des von den USA vertretenen und propagierten Freiheitsbegriffes zu verstehen, steht man vor dem Problem, dass Freiheit ein Konstrukt ist, das subjektiv mit Bedeutung versehen wird. Denn in erster Linie ist Freiheit ein Wort. Freiheit kann Ideologie sein, eine Parole, oder auch ein Ziel. Es kann der rein gegenteilige Zustand zur einer empfundenen Gefangenschaft sein aber auch ein vom Menschen angestrebtes Ideal. Freiheit ist dabei nicht zu greifen. Sie liegt nicht einfach in uneingeschränkter persönlicher Freiheit. Freiheit hat viel mit einer Balance aus Sicherheit und Möglichkeit zu tun. Welchen Preis, sprich welche Einschränkung, ist man bereit der Freiheit zu opfern? Kann man frei sein solange man Angst empfindet oder existiert Freiheit sogar nur dort, wo Angst herrscht? Wer bestimmt, wann jemand frei ist? Und wie kann ein ganzes System an Menschen frei sein? Welche Freiheit ist dabei überhaupt gemeint? Egal, was man schlussendlich unter Freiheit versteht, am Ende erscheint sie stets als Instrument. Instrument für die eigene Identität, Instrument zum Widerstand, Instrument der Legitimation, Instrument der Rechtfertigung, aber auch der Hoffnung.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die US-Außenpolitik des frühen Kalten Krieges ein, in der Freiheit als rhetorisches Instrument zur Eindämmung des Kommunismus diente.
2. Amerikanische Freiheit: Dieses Kapitel analysiert das US-amerikanische Selbstverständnis, das Freiheit als Ideologie, als politisches Ziel und als Instrument der Identitätsstiftung definiert.
3. Chronologie: Dieser Abschnitt beschreibt die historische Ausgangslage in Korea und den USA nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zur Etablierung zweier gegnerischer Staaten auf der koreanischen Halbinsel.
4. Freiheit als Instrument: Hier wird untersucht, wie die USA die "Strategy of Freedom" in Korea durch konkrete Institutionen und Öffentlichkeitsarbeit praktisch umsetzten.
5. Ausblick: Der Autor reflektiert, wie die Erinnerungskultur des Koreakrieges bis heute den Begriff der Freiheit zur Heroisierung des militärischen Engagements im Süden nutzt.
Freiheit, Kalter Krieg, US-Außenpolitik, Korea, Eindämmung, Strategie der Freiheit, Amerikanischer Ethos, Truman-Doktrin, Propaganda, Ideologie, Individualismus, Moderne, Besatzungszeit, Korea Krieg, Erinnerungskultur
Die Arbeit analysiert, wie die USA den Begriff der Freiheit als ideologisches Werkzeug ihrer Außenpolitik nutzten, um ihre politische und militärische Präsenz in Korea zwischen 1945 und 1950 zu begründen.
Die Arbeit verknüpft das amerikanische Selbstverständnis und Werte mit konkreten außenpolitischen Strategien und der historischen Entwicklung in Korea während der Ära der „Befreiung“.
Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der amerikanischen Rhetorik der Freiheit und der tatsächlichen geopolitischen Machtpolitik in Korea aufzuzeigen und zu verstehen, wie Freiheit zum Instrument wurde.
Es handelt sich um eine zeithistorische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Primärquellen (Reden, Regierungsdokumente, Dekrete) und politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des US-amerikanischen Freiheitsbegriffs und eine chronologische Untersuchung, wie dieser in Korea durch US-Behörden angewendet wurde.
Kalter Krieg, Strategie der Freiheit, Eindämmungspolitik, US-Militärregierung in Korea, amerikanisches Selbstverständnis.
Die USA sahen in Südkorea einen entscheidenden Prüfstein, um der Welt (und insbesondere asiatischen Staaten) zu beweisen, dass eine demokratische Ausrichtung nach amerikanischem Vorbild ein wirksames Bollwerk gegen den Kommunismus bildet.
Diese Institutionen fungierten als Propagandainstrumente, die nicht nur über Wahlen und politische Prozesse informierten, sondern aktiv ein pro-amerikanisches Narrativ zur Legitimierung der Besatzung verbreiteten.
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