Examensarbeit, 2020
33 Seiten
1 Einleitung
2 Beherrschung oder Verbundenheit: Die Welt als Uhrwerk vs. die Welt als lebendiger Organismus
2.1 Die mechanistische Weltsicht:
2.1.1 René Descartes: Rational denkender Geist und mechanischer Körper
2.1.2 Thomas Hobbes: Mechanisierung des Staatswesens
2.1.3 Die Aufklärung: Instrumentelle Vernunft und Naturbeherrschung
2.1.4 Vom Frühkapitalismus bis zu Taylor: Mechanisierung der Arbeitswelt
2.2 Die Welt als lebendiger Organismus
2.2.1 Veränderte Vorstellungen von Realität: Energie und Quanten
2.2.2 Systemtheorie
2.2.3 Kurzer Exkurs zum Thema Liebe und „mimisme“
2.2.4 Morphisches Feld
3 Utopien umsetzen: Ansätze und Methoden in David Diamonds Theater zum Leben
3.1 Von Augusto Boals Theater der Unterdrückten zum Theater zum Leben
3.2 Bilder, Symbole und das kollektive Unbewusste
3.3 Mittels Statuentheater von der individuellen zur kollektiven Geschichte
3.4 Andere Weiterentwicklungen von Boals Theater der Unterdrückten
3.5 Rolle der Leitung: Von der Workshop-Begleitung zum Jokern
3.6 Öffentlichkeitsarbeit und Organisation
3.7 Zusammenfassung
4 Fazit & Ausblick
Diese Arbeit untersucht, wie theaterpädagogische Methoden, insbesondere das „Theater zum Leben“ nach David Diamond, dazu beitragen können, einen inneren Wertewandel zu fördern und somit soziale sowie ökologische Nachhaltigkeit in einer polarisierten Gesellschaft zu unterstützen.
3.3 Mittels Statuentheater von der individuellen zur kollektiven Geschichte
Nach dem Finden und Etablieren eines geschützten Raums, dem Kennenlernen der Teilnehmer*innen und dem Klären von Organisatorischem beginnt die eigentliche Theaterarbeit mit einem Balance-Spiel, einer Paarübung, bei der sich die Partner einmal gegenseitig durch den Raum schieben und einmal ziehen sollen. Diese Übung verkörpert die Essenz des Theaters, da in ihrem Mittelpunkt der Konflikt steht.
Oftmals zeigt sich bei den Teilnehmer*innen Scheu einander anzufassen. Diese Übung ist jedoch die Grundlage für das weitere Spiel, da sie die Spieler*innen auf Interventionen in der Forumsphase vorbereitet. Genau da müssen sie nämlich gegen die Zuschauspieler*innen „anschieben“, um sie dazu zu bewegen sich anzustrengen und sich auf die Auseinandersetzung einzulassen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedrohung der Welt durch das „Nichts“ und stellt die Frage, wie Theater als Medium für Bewusstwerdung und Wertewandel fungieren kann.
2 Beherrschung oder Verbundenheit: Die Welt als Uhrwerk vs. die Welt als lebendiger Organismus: Dieses Kapitel vergleicht das historisch gewachsene mechanistische Weltbild mit einer systemtheoretisch fundierten, organischen Sichtweise auf die Welt.
3 Utopien umsetzen: Ansätze und Methoden in David Diamonds Theater zum Leben: Hier wird der Ansatz von David Diamond erläutert, der auf dem „Theater der Unterdrückten“ basiert und Methoden zur kollektiven Bewusstwerdung und Konfliktlösung bietet.
4 Fazit & Ausblick: Das Fazit resümiert das Potenzial des Theaters als Experimentierfeld für gesellschaftliche Veränderungen und betont die Notwendigkeit von Vertrauen und Reflexion im Arbeitsprozess.
Theaterpädagogik, Nachhaltigkeit, Partizipation, Theater zum Leben, David Diamond, Systemtheorie, Mechanistisches Weltbild, Forumtheater, Statuentheater, Kollektives Unbewusstes, Wertewandel, Soziales Engagement, Ökologischer Wandel, Empathie, Empowerment.
Die Arbeit untersucht das Potenzial theaterpädagogischer Methoden, insbesondere des „Theater zum Leben“, um in einer von Krisen geprägten Gesellschaft einen inneren und äußeren Wertewandel hin zu Nachhaltigkeit und Partizipation zu unterstützen.
Zu den zentralen Themen gehören die Gegenüberstellung mechanistischer versus organischer Weltbilder, die Bedeutung von Systemtheorie in der Theaterarbeit sowie praktische Ansätze für soziales und ökologisches Empowerment.
Das Ziel ist es, theaterpädagogische Konzepte aufzuzeigen, die über bloße Unterhaltung hinausgehen und als Werkzeuge für einen gesellschaftlichen Wertewandel genutzt werden können.
Die Autorin nutzt eine theoretische Recherche, kombiniert mit systemtheoretischen Ansätzen und Erkenntnissen aus der eigenen theaterpädagogischen Praxis, um die Methoden von David Diamond zu analysieren.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse mechanistischer Weltsichten, der Einführung in die Systemtheorie sowie der detaillierten Beschreibung der Methoden des „Theater zum Leben“, wie etwa das Statuentheater.
Wesentliche Begriffe sind Theaterpädagogik, Nachhaltigkeit, Partizipation, Theater zum Leben, Systemtheorie und Empowerment.
Im Gegensatz zu Boals Ansatz, der oft eine binäre Trennung von Unterdrücker und Unterdrückten nutzt, zielt Diamond darauf ab, beide Rollen als Teil eines komplexen Systems zu verstehen, in dem alle Beteiligten als Menschen wahrgenommen werden.
Die Autorin deutet an, dass für den Schutz der Erde auch die Bedürfnisse anderer Lebewesen in die Recherche einbezogen werden könnten, um den Blick über den menschlichen Tellerrand hinaus zu weiten.
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