Masterarbeit, 2019
72 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Begriffsdefinition des Bösen
2.1. Metaphysisches Übel
2.2. Sozialstrukturelles Übel
2.3. Moralisches Übel
2.4. Theologische Begriffsbestimmung
2.4.1. Altes Testament
2.4.2. Neues Testament
3. Kinder- und Jugendliteratur
4. Kinderbuch: „An der Arche um Acht“
4.1. Analyse des Inhaltes
4.2. Analyse der Struktur
4.3. Analyse der Bilder
5. Dimensionen des Bösen in dem Kinderbuch: „An der Arche um Acht“
5.1. Metaphysisches Übel
5.2. Sozialstrukturelles Übel
5.3. Moralisches Übel
5.3.1. Erniedrigung durch Machtverhältnisse
5.3.2. Egoismus
5.3.3. Neid
5.3.4. Die Schadenfreude
5.3.5. Die Sogkraft des Bösen
6. Gewissensbildung, um das Übel zu überwinden
7. Reflexion
Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Phänomen des Bösen, indem sie ausgewählte theologisch-ethische Theorien auf das Kinderbuch „An der Arche um Acht“ von Ulrich Hub anwendet, um dessen Darstellung, Ursprung und Wirkung in kindgerechter Literatur zu analysieren.
2.1. Metaphysisches Übel
„Das metaphysische Übel besagt eine Unvollkommenheit, wie sie der geschöpflichen Begrenztheit eines bestimmten Wesens zu eigen [ist].“ Alle geschaffenen Wesen sind aufgrund des Geschaffen Seins unvollkommen. Diese Übel werden als ‚metaphysisches Übel‘ bezeichnet und bestehen, nach Leibniz in der Sinnlosigkeit und Absurdität der weltlichen Endlichkeit.
Als Gott die Welt geschaffen hat, gab er dem unvermeidlichen Bösen weder Sinn noch Zweckhaftigkeit. Die zugrunde liegende Intention Leibniz in seinem Werk über die Theodizee „ergibt sich aus dem Widerspruch zwischen dem in jeder Hinsicht vollkommenen Bild von Gott als Schöpfer und der in vieler Hinsicht höchst unvollkommenen geschöpflichen Welt.“
Gottfried Wilhelm Leibniz setzt sich in seiner Theodizee mit den Unterschieden in der Wahrnehmung der Problematik des Bösen auseinander. Die Metaphysik, ein Teilbereich der Theodizee nach Leibniz, lässt sich als eine bestimmte Vorstellung von einer ersten Wissenschaft über das Übel verstehen. Diese Metaphysik ist nicht nur als die Grundlage aller anderen Wissenschaften, wie unter anderem der Theorie der ersten Ursachen und Prinzipien, zu verstehen, sondern auch als eine generisch geltende Beschreibung allen Seins. Die Wissenschaft der Metaphysik, ausgehend von Aristoteles, wird in diesem Zusammenhang nicht hauptsächlicher Bestandteil dieser Arbeit sein. „Jedes geschaffene Sein muss von geringerem Seinsgehalt als Gott sein.“ Das geschaffene Sein als Übel ist allgegenwärtig im Zwischenleben wahrnehmbar wie z. B. in Form von Hunger, Krankheiten, Tod oder Katastrophen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Masterarbeit ein, erläutert die Motivation der Autorin und skizziert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung des Bösen.
2. Theoretische Begriffsdefinition des Bösen: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Fundierung des Begriffs „Böses“, unterteilt in die drei Kategorien metaphysisches, sozialstrukturelles und moralisches Übel.
3. Kinder- und Jugendliteratur: Hier wird der Gattungsbegriff der Kinderliteratur definiert und die Bedeutung sowie die Funktion von problemorientierten Inhalten für die Zielgruppe erörtert.
4. Kinderbuch: „An der Arche um Acht“: Dieses Kapitel widmet sich der inhaltlichen, strukturellen und bildanalytischen Untersuchung des Kinderbuches von Ulrich Hub im Hinblick auf seine Thematik.
5. Dimensionen des Bösen in dem Kinderbuch: „An der Arche um Acht“: Die verschiedenen Formen des Bösen werden hier konkret auf das analysierte Kinderbuch bezogen, kategorisiert und kritisch diskutiert.
6. Gewissensbildung, um das Übel zu überwinden: Dieses Kapitel befasst sich mit pädagogischen und theologischen Ansätzen, wie Kindern durch Glauben und Werte in einer komplexen Welt Orientierung vermittelt werden kann.
7. Reflexion: Zum Abschluss fasst die Arbeit die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Eignung des Kinderbuchs für den pädagogischen Einsatz im Religionsunterricht.
Das Böse, Metaphysisches Übel, Sozialstrukturelles Übel, Moralisches Übel, Theodizee, Kinderliteratur, An der Arche um Acht, Ulrich Hub, Sünde, Schuld, Leid, Gott, Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Pädagogik.
Die Arbeit untersucht das vielschichtige Konzept des Bösen aus theologischer und ethischer Sicht und analysiert, wie dieses komplexe Thema in dem Kinderbuch „An der Arche um Acht“ dargestellt und verarbeitet wird.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Bösen in drei Übel-Dimensionen, die Rolle des Glaubens und der Theodizee-Frage sowie die Funktion von Kinderliteratur als Medium zur Bewältigung von existenziellen Ängsten und ethischen Konflikten.
Das Ziel ist es, verschiedene Ansätze zur Darstellung des Bösen zu erläutern und aufzuzeigen, wie diese im Kinderbuch „An der Arche um Acht“ thematisiert werden, um einen Beitrag zur pädagogisch-religiösen Arbeit zu leisten.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse philosophischer und theologischer Schriften, die mit einer strukturellen und inhaltlichen Analyse des gewählten Kinderbuchs kombiniert wird.
Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen des Bösen (metaphysisch, sozialstrukturell, moralisch) sowie das Kinderbuch von Ulrich Hub eingehend analysiert, wobei besonders die Protagonisten und deren Handlungsweisen im Fokus stehen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Theodizee, metaphysisches/sozialstrukturelles/moralisches Übel, Kinderliteratur, Schuld, Gott und ethische Erziehung charakterisiert.
Das metaphysische Übel manifestiert sich bei den Pinguinen durch ihre endliche, unvollkommene Natur, wie etwa ihre Unfähigkeit zu fliegen oder ihren unangenehmen Geruch, was ihr Gefühl von Unzulänglichkeit und Leid auslöst.
Die Sogkraft des Bösen wirkt bei den Pinguinen durch die Langeweile, die sie zu Streit und Schadenfreude verleitet, wodurch sie ihr Orientierungsvermögen verlieren und sich in destruktiven Verhaltensmustern verfangen.
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