Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,0
I. EINLEITUNG
1. Theoretische Begriffsbestimmung
1.1. Definition Außenseiter
1.2. Betroffene Personen
1.2.1. Wirtschaftliche Unterlegenheit
1.2.2. Abweichendes Verhalten
1.2.3. Körperliche und geistige Andersartigkeit
1.2.4. Ethnische Minderheiten
1.2.5. Neu in einer Gruppe
1.2.6. Freiwillige Außenseiter
1.3. Entstehende Schwierigkeiten durch Anderssein
1.3.1. Problemfelder in der Familie mit einem behinderten Kind
1.3.2. Problemfelder des Andersseins in der Schule
1.4. Erfahrungshorizont von Kindern
1.4.1. Kinder in der Rolle des Ausstoßenden
1.4.2. Kinder in der Rolle des Ausgestoßenen
II. HAUPTTEIL
2. Theoretischer Teil
2.1. Kinder und Jugendliteratur
2.1.1. Problemorientierte Kinderliteratur
2.1.2. Wirkung der „problemorientierten Prosaliteratur“
2.2. Ursprung und Ziele des Andersseins als Thema der Prosaliteratur
3. Praktischer Teil
3.1. Analyse ausgewählter Kinderbücher
3.1.1. Anderssein durch äußerlich gegebene Umstände
3.1.1.1. Peter Härtling: „Das war der Hirbel“
3.1.1.2. Kathryn Cave und Chris Riddel: „Irgendwie Anders“
3.1.2. Anderssein durch den Ausbruch der sozialen Rolle
3.1.2.1. Astrid Lindgren: „Pippi Langstrumpf“
3.1.2.2. Linda de Haan & Stern Nijland: „König & König“
3.2. Was für Möglichkeiten von Andersartigkeit werden dem Leser angeboten?
III. ZUSAMMENFASSUNG
4. Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Außenseiterrolle in der Kinderliteratur, indem sie verschiedene Perspektiven des Andersseins analysiert und den Vergleich zwischen einer negativen und einer positiven Außenseiterrolle zieht.
3.1.1.1. Peter Härtling: „Das war der Hirbel“
Hirbel leidet an einer Krankheit, die rückführend auf einer Kopfverletzung bei seiner Geburt basiert. Demzufolge leidet er immer wieder an starken Kopfschmerzen. Er ist stark verhaltensauffällig als auch verhaltensgestört und es fällt ihm schwer, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit zu entwickeln. Seine körperliche Konstitution wird schwächlich, kränklich und seine Entwicklung retardiert dargestellt, er sieht aus wie ein Sechsjähriger. Über die familiäre Situation wird gesagt, dass seine Mutter mit der Situation überfordert ist und ihn daraufhin an ein Heim übergibt, seinen Vater kennt er nicht. Von hier aus kommt er zu mehreren Pflegefamilien, die nicht mit Hirbels Behinderung umgehen können. Seitdem lebt er dauerhaft in einem Heim. „Den Hirbel wollte niemand, deshalb war er schon Stammgast in dem Haus am Rande der Stadt.“ Nach dem gescheiterten Versuch der Integration in verschiedenen Pflegefamilien wächst er elternlos in einem Heim auf. Seinen wirklichen Namen kennt der Hirbel nicht mehr, dieser ist lediglich in den Akten vermerkt, daher bekam er die lieblose Bezeichnung „Hirbel“. Die Ärzte beschreiben ihn als hoffnungslosen Fall und bezeichnen seine Krankheit als unheilbar. Im Heim findet Hirbel schlecht Anschluss zu den anderen Kindern. Im übertragenden Sinne ist Hirbel ein Außenseiter. Die Kinder begegnen ihm mit Misstrauen und Ablehnung, so dass er oft von den Größeren verprügelt wird.
1. Theoretische Begriffsbestimmung: Definition und Kategorisierung der verschiedenen Formen von Außenseitertum sowie die Entstehung von Schwierigkeiten durch Anderssein im familiären und schulischen Kontext.
2. Theoretischer Teil: Analyse der Funktion und Wirkung von problemorientierter Kinderliteratur sowie pädagogische Überlegungen zur Rezeption dieser Werke.
3. Praktischer Teil: Analyse von Fallbeispielen in der Kinderliteratur, unterteilt in Äußerlichkeiten und Ausbruch aus sozialen Rollen, sowie Reflexion über Möglichkeiten der Andersartigkeit.
4. Reflexion: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse im Hinblick auf die pädagogische Umsetzung und die Bedeutung der Literatur für die Förderung von Toleranz.
Außenseiter, Kinderliteratur, Anderssein, Inklusion, problemorientierte Literatur, Stigma, soziale Rolle, Behinderung, Homosexualität, Pippi Langstrumpf, Hirbel, Identifikation, Empathie, gesellschaftliche Normen, Toleranz.
Die Arbeit untersucht das Thema Außenseiter in der Kinderliteratur und setzt sich kritisch mit der Darstellung und Vermittlung von negativen sowie positiven Außenseiterrollen auseinander.
Die Arbeit fokussiert auf Andersartigkeit, soziale Ausgrenzung, Behinderung, Inklusion, Homosexualität sowie die psychologische Wirkung von Literatur auf Kinder.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Außenseiterrollen in der Kinderliteratur dargestellt werden und welche Möglichkeiten der Identifikation und Reflexion für junge Leser dadurch entstehen.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse ausgewählter Werke sowie pädagogische Reflexionen aus der Praxis, inklusive interaktiver Vorlesegespräche.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur problemorientierten Literatur und einen praktischen Bereich, in dem konkrete Buchbeispiele detailliert analysiert werden.
Zentrale Begriffe sind u.a. Außenseiter, Anderssein, Inklusion, problemorientierte Literatur, Empathie und gesellschaftliche Normen.
Es dient als Beispiel für eine negative Außenseiterrolle aufgrund körperlicher und geistiger Behinderung und unterstreicht die Notwendigkeit von Verständnis und Annahme durch das Umfeld.
Es dient als Beispiel für den Ausbruch aus sozialen Rollen und normalisiert das Thema Homosexualität, wobei es die Akzeptanz von Diversität als gesellschaftlichen Lernprozess darstellt.
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