Bachelorarbeit, 2021
41 Seiten, Note: 1.0
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
1. Einleitung
2. Quellenkritik
3. Eine Definition des Arbeitsgegenstandes: Die Thesen der Aufklärung
4. Eine unnatürliche Regierung
5. Die (Un-)Natur von Monarchie und Erbfolge
6. Die Unabhängigkeit als natürliche Notwendigkeit des Kontinentes
7. Die Realisierung einer Doktrin: die natürlichen Stärken Amerikas
8. Das Vermächtnis von Common Sense: ein Vergleich zur Unabhängigkeitserklärung
9. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Thomas Paine in seinem Pamphlet "Common Sense" die philosophischen Grundgedanken der Aufklärung als Leitfaden nutzte, um die Notwendigkeit der amerikanischen Unabhängigkeit argumentativ zu belegen und die Bevölkerung zu mobilisieren.
4. Eine unnatürliche Regierung
Bereits im Vorwort zu Common Sense lässt Paine erkennen, dass seine Argumentation auf den oben beschriebenen Grundgedanken der Aufklärung aufbaut: „[...] a long Habit of not thinking a Thing wrong, gives it a superficial appearance of being right. [...] Time makes more Converts than Reason“,42 heißt es im ersten Absatz des Pamphlets. Hier stellt Paine im Grunde dar, dass gewisse Dinge oft nur als „right“, also wahr, angesehen wurden, weil die mentalen Fähigkeiten, also „Reason“, nicht intensiv genug eingesetzt wurden, um die wahre Gestalt der Dinge zu hinterfragen. Aus dieser Bequemlichkeit heraus, lieber nicht zu hinterfragen, als seine mentalen Fähigkeiten anzustrengen, resultierte dann laut Paine, dass „Time“, also das Hinnehmen gewisser Fakten über lange Zeit, eher zu verfälschten Wahrheiten führen würde, als das Benutzen von „Reason“.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Thomas Paines Pamphlet für die amerikanische Revolution und die Relevanz der aufklärerischen Philosophie für dessen Erfolg.
2. Quellenkritik: Kritische Einordnung von "Common Sense" in seinen historischen Kontext und die Gattung des politischen Pamphlets im 18. Jahrhundert.
3. Eine Definition des Arbeitsgegenstandes: Die Thesen der Aufklärung: Erläuterung der zentralen aufklärerischen Konzepte von Isaac Newton, Francis Bacon und John Locke, insbesondere Natur, Vernunft und Rechte.
4. Eine unnatürliche Regierung: Untersuchung der Argumentation von Paine, die staatliche Strukturen und das Handeln der Regierung kritisch an den Prinzipien der Natur misst.
5. Die (Un-)Natur von Monarchie und Erbfolge: Analyse der Ablehnung von Monarchie und erblicher Thronfolge als Verletzung des natürlichen Rechts auf Gleichheit.
6. Die Unabhängigkeit als natürliche Notwendigkeit des Kontinentes: Darlegung der Argumente, warum die Loslösung von England aus einer aufklärerischen Perspektive alternativlos erscheint.
7. Die Realisierung einer Doktrin: die natürlichen Stärken Amerikas: Diskussion der praktischen Umsetzbarkeit der Unabhängigkeit unter Berücksichtigung der Ressourcen und der geographischen Gegebenheiten des Kontinents.
8. Das Vermächtnis von Common Sense: ein Vergleich zur Unabhängigkeitserklärung: Vergleich der Thesen von Paine mit der Unabhängigkeitserklärung, um den Einfluss von "Common Sense" auf die revolutionäre Ideologie aufzuzeigen.
9. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung des maßgeblichen Einflusses der Aufklärung auf die Argumentation in "Common Sense".
Aufklärung, Thomas Paine, Common Sense, amerikanische Revolution, Vernunft, Naturrecht, Unabhängigkeit, Monarchie, Erbfolge, politische Philosophie, John Locke, Isaac Newton, Francis Bacon, politische Debatte, Kontinentalkongress
Die Arbeit analysiert, wie der politische Denker Thomas Paine die Prinzipien der Aufklärung verwendete, um in seinem berühmten Pamphlet "Common Sense" die Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien von Großbritannien zu rechtfertigen.
Die zentralen Themen umfassen die Philosophie der Aufklärung, die Kritik an Monarchie und Erbfolge, das Konzept der natürlichen Rechte und die strategische Argumentation für eine staatliche Loslösung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Paine die philosophischen Grundgedanken der Aufklärung – namentlich Natur, Vernunft und Rechte – als Leitfaden nutzte, um die Unabhängigkeit als zwingende, natürliche Notwendigkeit darzustellen.
Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die eine kritische Quellenarbeit mit einer ideengeschichtlichen Kontextualisierung und einer inhaltlichen Argumentationsanalyse des Textes verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der aufklärerischen Thesen, die Anwendung dieser auf die Regierungsform der Monarchie, die Herleitung der Unabhängigkeit sowie die praktische Konkretisierung dieser Forderung anhand der Stärken Amerikas.
Zu den prägenden Begriffen gehören "Aufklärung", "Vernunft" (reason), "Naturrechte" (rights of nature) und die "Unabhängigkeit" als zentrales politisches Ziel.
Paine bewertet Monarchie als eine "unnatürliche" und damit illegitime Regierungsform, da sie das natürliche Recht der Menschen auf Gleichheit sowohl für die Zeitgenossen als auch für nachfolgende Generationen verletzt.
Die Arbeit legt dar, dass wichtige Argumentationslinien und die moralische Rechtfertigung für die Abspaltung von der britischen Krone, die Paine in "Common Sense" entwickelte, in ähnlicher Weise und mit ähnlicher philosophischer Fundierung in die Unabhängigkeitserklärung einflossen.
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