Masterarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Ethisches Lernen
2.1 Ethisches Lernen im Religionsunterricht
2.1.1 Kernlehrplan für das Gymnasium in Nordrhein-Westfalen
2.1.2 Fünf Grundformen ethischen Lehrens und Lernens
2.1.3 Grenzen ethischer Erziehung in der Schule
2.2 Bioethisches Lernen im Religionsunterricht
2.3 Modelle ethischen Lernens
2.3.1 Kohlberg – Stufenmodell zur Moralentwicklung
2.3.2 Ziebertz – Vier Modelle ethischer Bildung
2.3.3 Tödt – Ethische Theorie sittlicher Urteilsfindung
2.4 Zwischenfazit
3 Jugendliteratur im Religionsunterricht
3.1 Definition und Entstehung von Jugendliteratur
3.2 Einsatz von Jugendliteratur im Religionsunterricht
4 Jugendroman Blueprint von Charlotte Kerner
4.1 Klonen
4.1.1 Stellungnahme der katholischen Kirche
4.1.2 Rechtslage auf Länderebene
5 Ethisches Lernen anhand von Blueprint
6 Diskussion
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit ethisches Lernen im Religionsunterricht der Oberstufe anhand von Jugendliteratur möglich ist, wobei der Jugendroman "Blueprint" von Charlotte Kerner als zentrales Fallbeispiel dient. Dabei wird geprüft, ob die Lektüre als Medium geeignet ist, um ethische Urteilskompetenz zu fördern und eine Auseinandersetzung mit bioethischen Problemstellungen zu initiieren.
4.1.1 Stellungnahme der katholischen Kirche
Im Rahmen der voranschreitenden Erkenntnisse in der Gentechnik und der Biomedizin ist die katholische Kirche gewillt, an der Diskussion teilzunehmen und Stellung zu bioethischen Fragen zu beziehen. Die katholische Kirche äußert sich in den Dokumenten Humanae vitae, Donum vitae sowie Evangelium vitae zum bioethischen Diskurs. Bei Humanae vitae und Donum vitae handelt es sich um päpstliche Enzykliken und bei Donum vitae um einen Zusammenschluss für die Glaubenslehre aus dem Vatikan. Zudem positioniert sich die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) in den Dokumenten Menschenwürde und Menschenrechte von allem Anfang an, Der Mensch: sein eigener Schöpfer und unbehindert Leben und Glauben teilen zu dieser Thematik.
Zunächst soll die biblische Sicht vom Menschen kurz erläutert werden, um besser nachvollziehen zu können auf welcher Grundlage die Stellungnahme der katholischen Kirche basiert. Im Rahmen des jüdisch-christlichen Glaubens ist der Mensch von Gott als sein Ebenbild erschaffen wurden. Somit ist der Mensch kein zufällig entstandenes Lebewesen. Aufgrund der Gottebenbildlichkeit ist das menschliche Leben heilig und nicht etwas, womit beliebig experimentiert werden darf. In der Erschaffung als Ebenbild Gottes gründet auch die Würde des Menschen, wodurch dieser bedingungslos von Gott geliebt wird. Somit ist die Würde des Menschen unantastbar und wohnt jedem Einzelnen inne, unabhängig von all seinen Leistungen, Fähigkeiten oder Fehltritten.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz ethischer Fragen im Religionsunterricht ein und formuliert die Forschungsfrage, ob der Roman "Blueprint" ethisches Lernen ermöglichen kann.
2 Ethisches Lernen: Dieses Kapitel definiert ethisches Lernen, erläutert dessen Verankerung in Lehrplänen und stellt zentrale Modelle von Kohlberg, Ziebertz und Tödt vor, die als Analysebasis dienen.
3 Jugendliteratur im Religionsunterricht: Es werden Definitionsansätze für Jugendliteratur dargelegt und deren Rolle sowie didaktische Chancen und Grenzen für den Religionsunterricht diskutiert.
4 Jugendroman Blueprint von Charlotte Kerner: Nach einer Einführung zur Autorin und zum Inhalt erfolgt eine detaillierte Erläuterung des Themas Klonen, inklusive der kirchlichen und rechtlichen Perspektiven.
5 Ethisches Lernen anhand von Blueprint: Die Analyse untersucht unter Anwendung der eingeführten Modelle, wie der Roman als Grundlage für ethische Reflexion und Perspektivübernahme genutzt werden kann.
6 Diskussion: Hier werden die Chancen und Risiken, die der Einsatz von "Blueprint" im Unterricht bietet, kritisch reflektiert und in den Gesamtzusammenhang der ethischen Bildung gestellt.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bejahung der Eignung des Romans, betont jedoch die Notwendigkeit ergänzender Sachtexte für einen vollständigen Diskurs.
Ethisches Lernen, Religionsunterricht, Jugendliteratur, Bioethik, Klonen, Blueprint, Charlotte Kerner, Kohlberg, Ziebertz, Tödt, Moralentwicklung, Wertkommunikation, Perspektivübernahme, Identität, Menschenwürde
Die Arbeit untersucht, ob Jugendliteratur, speziell am Beispiel von Charlotte Kerners Roman "Blueprint", als geeignetes Medium fungieren kann, um ethisches Lernen im Religionsunterricht der Oberstufe zu unterstützen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen ethischen Lernens, die Didaktik der Jugendliteratur im Religionsunterricht sowie die bioethische Problematik des Klonens von Menschen.
Ziel ist es zu klären, inwieweit der Roman "Blueprint" unter Anwendung ethischer Modelle dazu beitragen kann, die ethische Urteilskompetenz von Schülern zu erweitern und eine kritische Auseinandersetzung mit Werten und Normen zu fördern.
Die Arbeit nutzt das Stufenmodell zur Moralentwicklung von Lawrence Kohlberg, die Theorie sittlicher Urteilsfindung von Heinz-Eduard Tödt sowie die vier Modelle ethischer Bildung von Hans-Georg Ziebertz.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Jugendliteratur-Didaktik und eine konkrete Anwendung dieser Erkenntnisse auf den Roman "Blueprint" sowie die ethische Einordnung der Thematik Klonen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Ethisches Lernen, Bioethik, Jugendliteratur, Moralentwicklung und Urteilskompetenz.
Die katholische Kirche lehnt das Klonen von Menschen aufgrund des biblischen Menschenbildes und der unantastbaren Würde des Lebens strikt ab, da sie im Embryo bereits ein von Gott gewolltes Leben sieht.
Siris Perspektive ist zentral, da sie als Klon ihre eigene Identitätskrise und ihre Abhängigkeit von der Mutter schildert, was Schülern ermöglicht, sich in das Klon-Dasein hineinzuversetzen und ethische Fragen intensiv zu reflektieren.
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