Masterarbeit, 2020
99 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema Müll in zeitgenössischen literarischen Texten indigener Autor*innen Nordamerikas. Ziel ist es, Müll nicht nur als symbolische und narrative Ressource, sondern auch als Ausdruck der historischen und gegenwärtigen Herausforderungen indigener Gemeinschaften in den USA und Kanada zu untersuchen.
Die Einleitung stellt die Ausgangsthese der Arbeit vor und definiert den Müll als literarisches Motiv. Sie beleuchtet den Kontext des postkolonialen Ecocriticism und die Bedeutung indigener Literaturen in diesem Zusammenhang. Die Auswahl der Quellen und die Methodik werden erläutert.
Das zweite Kapitel analysiert die Bedeutung des Begriffs „Müll“ im Englischen und untersucht dessen Ambivalenz im Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur. Es beleuchtet die Rolle der Materialität und die Bedeutung anthropologischer Perspektiven auf Abfall.
Das dritte Kapitel widmet sich der Thematik der Marginalisierung und des (Umwelt)Rassismus, die mit dem Begriff „Müll“ verbunden sind. Es untersucht die Verbindung zwischen Müll und „Wastelands“ sowie die Lebensbedingungen im und vom Abfall.
Das vierte Kapitel beleuchtet das Stereotyp des Ökologischen Indianers und dessen Rolle im Zusammenhang mit der Müllproblematik. Es analysiert den finanziellen Reiz der Deponie und die Frage der indigenen Souveränität im Hinblick auf die Abfallentsorgung.
Das fünfte Kapitel erforscht die Möglichkeit einer „positiven Verschmutzung“ und hinterfragt Reinheitskonzepte. Es analysiert die Verwendung von Müll in indigenen Ritualen und Geschichten sowie den spielerischen Umgang mit Abfall als kreative Ressource.
Müll, indigene Literaturen, postkolonialer Ecocriticism, Umweltverschmutzung, Marginalisierung, (Umwelt)Rassismus, Ökologischer Indianer, Abfallentsorgung, indigene Souveränität, Ressourcenverteilung, Nachhaltigkeit, Ritual, Geschichte.
Müll dient als kraftvolle Metapher für Kolonialismus, Marginalisierung und Umwelt-Rassismus, wird aber auch als Symbol für kulturelles Recycling und Widerstand genutzt.
Ein Forschungsansatz, der ökologische Themen mit postkolonialer Theorie verbindet, um zu untersuchen, wie Umweltzerstörung und koloniale Unterdrückung zusammenhängen.
Es ist die klischeehafte Vorstellung, dass indigene Völker von Natur aus in perfekter Harmonie mit der Umwelt leben, was die realen wirtschaftlichen und politischen Probleme (wie Deponien in Reservaten) oft ausblendet.
Dieser Begriff beschreibt die Praxis, gefährlichen (z.B. atomaren) Abfall bevorzugt auf dem Land indigener Gemeinschaften zu lagern.
Autoren wie Gerald Vizenor oder Leslie Marmon Silko nutzen „Abfall“ (Dinge oder Geschichten), um daraus neue, authentische Identitäten und Rituale zu formen.
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