Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten, Note: 2
Die Arbeit analysiert kritisch die partizipative Budgetierung als Steuerungsinstrument in Unternehmen, wobei ein besonderer Fokus auf die Auswirkungen von Ehrlichkeit und Fairnesspräferenzen gelegt wird. Die Analyse zielt darauf ab, das Problem des Budgetary Slack, der durch die bewusste Überschätzung von Kosten durch Mitarbeiter entsteht, zu untersuchen und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.
Die Einleitung stellt die Relevanz der Budgetierung als zentrales Koordinationsinstrument in Unternehmen dar und beleuchtet das Problem des Budgetary Slack. Kapitel 2 analysiert die Einordnung und Probleme der Budgetierung und untersucht den Einfluss sozialer Präferenzen, insbesondere von Ehrlichkeit und Fairnesspräferenzen, auf Budgetary Slack. Kapitel 3 befasst sich mit dem Konflikt zwischen Ehrlichkeitspräferenzen und Fairnesspräferenzen, wobei die Auswirkungen auf die Budgetgestaltung und die Entstehung von Kompromissen betrachtet werden. Kapitel 4 untersucht verschiedene Ansätze zur Erhöhung des Nutzens der Budgetierung, sowohl durch eine ganzheitliche Betrachtung der Managementkontrolle als auch durch die Berücksichtigung sozialer Präferenzen.
Partizipative Budgetierung, Budgetary Slack, Unternehmenssteuerung, Ehrlichkeitspräferenzen, Fairnesspräferenzen, Managementkontrolle, soziale Präferenzen, Kostenüberschätzung, Budgetgestaltung.
Ein zentrales Problem ist die Entstehung von "Budgetary Slack", bei dem Mitarbeiter Kosten bewusst überschätzen oder Erlöse unterschätzen, um ihre Ziele leichter zu erreichen.
Ehrlichkeitspräferenzen dienen als innerer Kontrollmechanismus, der die Neigung der Budgetnehmer begrenzt, unwahre Angaben zur Erlangung persönlicher Vorteile zu machen.
Fairnesspräferenzen führen dazu, dass Mitarbeiter die Verteilung von Ressourcen im Vergleich zu Kollegen (horizontale Fairness) oder gegenüber dem Vorgesetzten (vertikale Fairness) bewerten, was den Budgetprozess verkompliziert.
Die Arbeit nutzt das Modell von Bicchieri (2006) zur Aktivierung sozialer Normen, um das Spannungsfeld zwischen Ehrlichkeit und Fairness zu untersuchen.
Ja, die Arbeit geht auch auf Forscher ein, die empfehlen, Ehrlichkeits- und Fairnesspräferenzen nicht zu berücksichtigen und stattdessen auf rein ökonomische Steuerungsmechanismen zu setzen.
Das sind Maßnahmen, die gezielt soziale Normen und Ehrlichkeitspräferenzen fördern, um den Nutzen des partizipativen Budgetierungsprozesses ohne starre Regeln zu erhöhen.
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