Masterarbeit, 2018
76 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundkonzeption eines Investmentfonds
2.1 Kurzcharakterisierung
2.2 Zivilrechtliche Grundkonzeption
2.3 Steuerrechtliche Grundkonzeption
3 Grundlagen der Investmentbesteuerung
3.1 Verhältnis zum Kapitalanlagegesetzbuch
3.2 Grundprinzipien des Investmentsteuergesetzes
3.3 Gründe und Zielsetzung der Investmentsteuerreform
3.4 Anwendungsbereich des Investmentsteuergesetzes
4 Intransparente Besteuerung von (Publikums-)Investmentfonds
4.1 Überblick
4.2 Besteuerung von Investmentfonds mit der Körperschaftsteuer
4.2.1 Umfang der Körperschaftsteuerpflicht
4.2.2 Inländische Beteiligungseinnahmen
4.2.3 Inländische Immobilienerträge
4.2.4 Sonstige inländische Einkünfte
4.3 Besonderheiten bei Beteiligung von steuerbegünstigten Anlegern
4.4 Besteuerung von Investmentfonds mit der Gewerbesteuer
5 Besteuerung auf Anlegerebene
5.1 Überblick
5.2 Investmenterträge aus (Publikums-)Investmentfonds
5.2.1 Ausschüttungen
5.2.2 Vorabpauschale
5.2.3 Gewinne aus der Veräußerung von Investmentanteilen
5.2.4 Besteuerungsgrundsätze
5.3 Teilfreistellungen nach § 20 InvStG
5.3.1 Überblick
5.3.2 Teilfreistellungen der Einkommen- und Körperschaftsteuer
5.3.3 Teilfreistellungen der Gewerbesteuer
5.3.4 Steuerfolgen bei Änderung der Teilfreistellungssätze
5.3.5 Anteilige Abzüge aufgrund einer Teilfreistellung
6 Fallbeispiel
6.1 Ausgangssituation
6.2 Besteuerung der Y-AG
6.3 Besteuerung auf Ebene des (Publikums-)Investmentfonds „Publica“
6.4 Besteuerung der Anlegerebene
6.4.1 Besteuerung der natürlichen Person Herr N.
6.4.2 Besteuerung der Kapitalgesellschaft K-AG sowie des Gesellschafters
6.5 Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Steuerbelastungen
7 Kritische Würdigung
8 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der durch das Investmentsteuergesetz 2018 eingeführten Änderungen auf die Besteuerung von (Publikums-)Investmentfonds und deren Anleger. Ziel ist es, die neue Systematik der intransparenten Besteuerung darzustellen und anhand eines Fallbeispiels zu verdeutlichen, wie die steuerliche Belastung auf Fonds- und Anlegerebene konkret wirkt.
3.2 Grundprinzipien des Investmentsteuergesetzes
Am 01.01.2018 ist die Investmentsteuerreform in Kraft getreten, die zu einer und grundlegenden Änderung der Besteuerung von Investmentfonds und ihrer Anleger führte. Bis zur Reform kennzeichnete das Transparenzprinzip das Investmentsteuergesetz. Nach dem Kerngedanken wurden die Erträge aus den Investmentfonds direkt bei dem Anleger steuerlich erfasst. Dabei galten die Erträge aus den einzelnen Anlagen des Fonds beim Anleger als zugeflossen. Das Investmentsteuergesetz unterscheidet zukünftig zwischen zwei voneinander unabhängigen Besteuerungssystemen.
Ein neues intransparentes Besteuerungssystem bildet dabei ein umfassendes grundlegendes (Regel-)Besteuerungssystem. Dieses gilt primär für alle (Publikums-)Investmentfonds. Hierbei erfolgt eine getrennte Besteuerung zwischen der Ebene des (Publikums-)Investmentfonds und der des Anlegers, welches vergleichbar mit der Besteuerung von Kapitalgesellschaften ist. Dabei unterliegen die Investmentfonds nun selbst mit bestimmten inländischen Einkünften der Körperschaftsteuer und gegebenenfalls der Gewerbesteuer. Auf eine steuerliche Durchsicht auf die Erträge des Fonds wird zukünftig verzichtet. Darüber hinaus wird durch die Verlagerung des deutschen Steueranspruchs auf die Fondsebene im Hinblick auf die Steuerausländer die Sicherstellung des deutschen Steuersubstrats gewährleistet. Inländische Anleger bekommen als Kompensation für die partielle Besteuerungsverlagerung auf die Fondsebene eine steuerliche Teilfreistellung gewährt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die wachsende Bedeutung von Investmentfonds in Deutschland und beschreibt das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit nach der Reform von 2018.
2 Grundkonzeption eines Investmentfonds: Hier werden die zivilrechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Kurzcharakterisierung eines Investmentfonds gemäß dem neuen Rechtsstand definiert.
3 Grundlagen der Investmentbesteuerung: Dieses Kapitel erläutert das Verhältnis zum Kapitalanlagegesetzbuch, die Grundprinzipien der neuen Besteuerung sowie die Zielsetzungen des Gesetzgebers bei der Reform.
4 Intransparente Besteuerung von (Publikums-)Investmentfonds: Darstellung der Körperschaft- und Gewerbesteuerpflicht von Investmentfonds, insbesondere bezüglich inländischer Einkünfte, sowie Besonderheiten für steuerbegünstigte Anleger.
5 Besteuerung auf Anlegerebene: Detaillierte Analyse der Besteuerung von Anlegern durch Ausschüttungen, Vorabpauschalen und Veräußerungsgewinne sowie die Erläuterung des Systems der Teilfreistellungen.
6 Fallbeispiel: Illustriert an einer beispielhaften Investmentstruktur die tatsächliche Steuerbelastung auf Fonds- und Anlegerebene in verschiedenen Szenarien.
7 Kritische Würdigung: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Einfachheit und administrativen Umsetzung sowie der steuerlichen Belastungswirkung des neuen Systems für (Publikums-)Investmentfonds.
8 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse zur neuen Investmentbesteuerung und Ausblick auf die zukünftige Wettbewerbssituation.
Investmentsteuergesetz, Investmentfonds, Publikumsfonds, Intransparenzprinzip, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Investmenterträge, Ausschüttungen, Vorabpauschale, Teilfreistellung, Anleger, Steuerbelastung, Kapitalanlage, Besteuerung, Steuerreform
Die Masterarbeit analysiert die grundlegende steuerliche Neuausrichtung für Publikums-Investmentfonds in Deutschland durch die Reform des Investmentsteuergesetzes zum 01.01.2018.
Die zentralen Themen sind der Übergang zum Intransparenzprinzip, die Besteuerung der Fondsgesellschaften selbst, die Besteuerung auf Ebene der privaten und betrieblichen Anleger sowie die Kompensationsmechanismen durch Teilfreistellungen.
Das Ziel ist die Darstellung der steuerlichen Folgen nach dem neuen Investmentsteuergesetz sowie die Aufdeckung der Auswirkungen auf die tatsächliche Steuerlast von Fonds und Anlegern durch ein praktisches Fallbeispiel.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten juristischen und steuerrechtlichen Analyse der Gesetzesnormen sowie einer rechnerischen Illustration der steuerlichen Belastung anhand eines Fallbeispiels.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Investmentbesteuerung, die detaillierte Darstellung der Besteuerung auf Fondsebene (Körperschaft- und Gewerbesteuer) und Anlegerebene (Ausschüttungen, Pauschalen, Teilfreistellungen) sowie die kritische Würdigung.
Wesentliche Begriffe sind Investmentsteuergesetz, Intransparenzprinzip, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Vorabpauschale, Teilfreistellung und Steuerbelastung.
Mit dem Wegfall des Transparenzprinzips entfällt für den Anleger die direkte steuerliche Durchsicht auf die Erträge. Das bedeutet, dass der Fonds nun als eigenständiges Steuersubjekt behandelt wird, was die steuerliche Komplexität auf Fondsebene erhöht, aber teilweise durch Pauschalierungen vereinfacht wird.
Die Vorabpauschale dient als pauschal bemessene Mindestbesteuerung. Sie soll eine dauerhafte Steuerstundung verhindern, indem sie thesaurierte Erträge bis zur Höhe einer risikolosen Marktverzinsung vorab versteuert.
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