Bachelorarbeit, 2020
142 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Diabetes mellitus Typ 1 - Ein Überblick
2.1 Epidemiologie
2.2 Ätiologie und Pathogenese
2.2.1 Diabetes mellitus Typ 1
2.2.2.Diabetes mellitus Typ 2
2.2.3 Weitere Diabetesformen
2.3. Symptome und Diagnose
2.4. Behandlung
2.4.1 Diabetesschulung
2.4.2 Spritzentherapie
2.4.3 Insulinpumpentherapie
2.4.4 Sensorunterstützte Pumpentherapie (CGM/FGM-Systeme)
2.5 Komplikationen und Folgeerkrankungen
2.6 Psychosoziale Belastungen
3 Diabetes mellitus Typ 1 im schulischen Umfeld
3.1 Grundsätzliches zum Umgang mit betroffenen Schülerinnen und Schülern
3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.2.1 Nachteilsausgleich
3.2.2 Medizinische Interventionen
4 Interviews
4.1 Konzeption des Interviewleitfadens: Forschungsdesign
4.2 Zusammenfassung der Interviews
4.2.1 Probandin 1 (Schülerin)
4.2.2 Proband 2 (Lehrer)
4.2.3 Proband 3 (Schüler)
4.2.4 Probandin 4 (Lehrerin)
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Limitationen der Arbeit
5.2 Ernährung im Rahmen einer Diabetes-Erkrankung
5.3 Bewertung des Einflusses auf den Schulalltag aus Sicht der Betroffenen
6 Zusammenfassung und Ausblick
7 Literatur- und Quellenverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ätiologie und Pathogenese von Diabetes mellitus Typ 1 im Kindesalter und analysiert, wie diese chronische Erkrankung den schulischen Alltag von Kindern beeinflusst. Ziel ist es, aus den Perspektiven von betroffenen Schülern und unterrichtenden Lehrern Kriterien und Herausforderungen herauszuarbeiten, um den Umgang mit der Erkrankung im schulischen Kontext zu optimieren.
2.4.1 Diabetesschulung
Nachdem die gesicherte Diagnose eines DMT1 erfolgt ist, schließt sich an die stationäre Behandlung die Initialschulung im Krankenhaus an, die als wichtigen Schritt bei der Bewältigung der Krankheit bezeichnet werden kann. Diese Erstschulung ist deshalb von immenser Bedeutung, weil mit ihr der Grundstein für eine erfolgreiche Langzeitbehandlung gelegt wird. Menschen mit DMT1 leiden an einer chronischen Erkrankung, die es lebenslang erfordert, „körperliche Besonderheiten und erforderliche Therapien in ihren Alltag zu integrieren“ [Lange, Ernst 2020, 101]. Es stellt eine tägliche Herausforderung dar, Insulinzuführung, Nahrungsaufnahme und Bewegung so aufeinander abzustimmen, dass es weder zur Überzuckerung noch zur Unterzuckerung kommt. Das oberste Therapieziel besteht deshalb darin, den Patienten und seine Eltern zu einer eigenverantwortlichen Stoffwechselführung zu ermächtigen. Um dies zu erreichen, arbeitet ein Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Pflegern, Ernährungsberatern und Psychologen interdisziplinär zusammen.
Sie vermitteln Kenntnisse und Fähigkeiten bezüglich der Behandlung (Insulingabe, Dosisanpassung bzw. -korrektur, Blutzuckermessung) sowie der Prävention, Erkennung und Therapie von akuten Komplikationen sowie Folgeerkrankungen. Weiterhin erfolgt die Aufklärung über gesunde Ernährung und das Zusammenspiel zwischen Nahrungsaufnahme und Insulinbedarf. Die Patienten erhalten außerdem Informationen über das angemessene Verhalten in besonderen Situationen (Reisen, Krankheit, usw.). Auch sozialrechtliche Aspekte (Beruf, Führerschein, Schwerbehindertenausweis) werden angesprochen [vgl. Weitgasser, Pfohl in: Schatz, Pfeiffer 2014, 21f.].
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen von Diabetes mellitus Typ 1 auf den Schulalltag vor und erläutert das methodische Vorgehen mittels Experteninterviews.
2 Diabetes mellitus Typ 1 - Ein Überblick: Dieses Kapitel liefert die medizinischen Grundlagen, von der Ätiologie und Pathogenese bis hin zu modernen Therapieformen und psychosozialen Aspekten.
3 Diabetes mellitus Typ 1 im schulischen Umfeld: Hier werden pädagogische Handlungsweisen, rechtliche Rahmenbedingungen wie der Nachteilsausgleich und das Notfallmanagement in der Schule behandelt.
4 Interviews: Das Kapitel beschreibt das Forschungsdesign der qualitativen Experteninterviews und fasst die Aussagen der befragten Schüler und Lehrer zusammen.
5 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse aus den Interviews werden kritisch reflektiert und in Bezug auf Limitationen sowie spezifische Themen wie Ernährung und Schulalltag analysiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich der Diabetes-Therapie.
Diabetes mellitus Typ 1, Kinder, Schulalltag, Insulintherapie, CGM-Systeme, Nachteilsausgleich, psychosoziale Belastung, Stoffwechseleinstellung, Pädagogik, Experteninterview, Unterzuckerung, Hyperglykämie, Inklusion, Krankheitsbewältigung, Lehrerperspektive.
Die Arbeit befasst sich mit der chronischen Erkrankung Diabetes mellitus Typ 1 bei Kindern und deren spezifischen Herausforderungen im schulischen Alltag.
Die Arbeit beleuchtet medizinische Grundlagen, moderne Therapieformen wie die Insulinpumpentherapie, die psychosozialen Belastungen sowie die rechtlichen und praktischen Aspekte der Inklusion von betroffenen Kindern in der Schule.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Diabetes mellitus Typ 1 das Leben und insbesondere den Schulalltag von Grundschulkindern beeinflusst und welche Kriterien für eine gelungene Teilhabe entscheidend sind.
Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz und führt leitfadengestützte Experteninterviews mit zwei betroffenen Schülern und zwei Lehrkräften durch, um verschiedene Perspektiven auf den schulischen Kontext zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der medizinischen und psychosozialen Fakten sowie einen praxisorientierten Teil, der die Erfahrungen aus den durchgeführten Interviews auswertet und diskutiert.
Sie zeichnet sich durch die Kombination aus fundiertem medizinischem Wissen und der direkten Einbeziehung der Lebenswelt von Grundschülern und Lehrern aus, wobei ein besonderes Augenmerk auf praktischen Tipps für den Schulalltag liegt.
Die Arbeit zeigt, dass Lehrer anfangs oft verunsichert sind, aber durch Schulungen, klare Absprachen mit Eltern und gute Informationsmaterialien Sicherheit gewinnen, um den Schülern im Notfall oder Alltag kompetent zu begegnen.
Ja, moderne Hilfsmittel wie Insulinpumpen und CGM/FGM-Systeme ermöglichen den Kindern eine deutlich höhere Flexibilität und Unabhängigkeit bei Aktivitäten im Unterricht, bei Ausflügen oder im Sport.
Eltern tragen die Hauptverantwortung, was insbesondere bei Müttern zu einer hohen psychischen Belastung führen kann; ein unterstützendes soziales Umfeld ist daher ein wesentlicher Faktor für eine gelungene Krankheitsbewältigung.
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