Bachelorarbeit, 2020
85 Seiten, Note: 1,1
1) Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Themenabgrenzung
1.3 Gang der Untersuchung
2) Grundlagen von Rendite- und Risikokennziffern
2.1 Renditekennziffern
2.1.1 Diskrete / Stetige Renditen
2.1.2 Arithmetische / Geometrische Rendite
2.2 Risikokennziffern
2.2.1 Standardabweichung / Volatilität
2.2.2 Value at Risk
2.2.3 Drawdown
2.2.4 Kovarianz / Korrelation
3) Grundlagen der Kapitalmarkttheorie
3.1 Portfoliotheorie nach Markowitz
3.2 Ergänzungen durch Tobin
3.3 Erweiterung von Sharpe, Mossin und Lintner
4) Risikoadjustierte Renditekennziffern
4.1 Sharpe Ratio
4.2 Treynor/Black Ratio
4.3 Calmar Ratio
5) Indizes und deren Zusammensetzung
5.1 Deutsche Aktienmärkte
5.1.1 DAX
5.1.2 S-DAX
5.2 Weltweite Aktienmärkte
5.2.1 MSCI All Country World Index
5.2.2 MSCI All Country World Index Minimum Volatility
6) Ermittlung und Analyse von Rendite- und Risikokennziffern
6.1 Beschreibung der Methodik
6.2 Wirtschaftliche Entwicklungen der Beobachtungszeiträume
6.3 Ergebnisse des Gesamtzeitraumes von 2000-2019
6.3.1 Dax vs. S-Dax
6.3.2 MSCI ACWI vs. MSCI ACWI M. V.
6.4 Ergebnisse des Zeitraumes von 2000-2009
6.4.1 Dax vs. S-Dax
6.4.2 MSCI ACWI vs. MSCI ACWI M. V.
6.5 Ergebnisse des Zeitraumes von 2010-2019
6.5.1 Dax vs. S-Dax
6.5.2 MSCI ACWI vs. MSCI ACWI M. V.
6.6 Analyse und Interpretation der Ergebnisse
6.6.1 Gesamtzeitraum 2000-2019
6.6.2 Zeitraum von 2000-2009
6.6.3 Zeitraum von 2010-2019
6.7 Kritische Würdigung
6.7.1 Vorgehensweise
6.7.2 Ergebnisse
7) Schlussbetrachtung
7.1 Ergebnisbetrachtung
7.2 Ausweitung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob und inwieweit das Eingehen von höherem Risiko bei Aktieninvestitionen zu einer entsprechend höheren Rendite führt, indem sie gängige Kapitalmarkttheorien mit einer praktischen Analyse ausgewählter Aktienindizes vergleicht.
Portfoliotheorie nach Markowitz
Mit der Veröffentlichung der Portfolio Selection von Harry Max Markowitz im Jahre 1952 entstand die Basis der heutigen Kapitalmarkttheorien. Als erste aller Theorien zeigte Markowitz die optimale Portfoliozusammensetzung von Wertpapieren, unter der Voraussetzung der Risikodiversifikation, auf. Die Besonderheit dieses Modells ist die Betrachtung zweier Dimensionen. Auf dieser Basis entwickelte Markowitz ein Gleichgewichtsmodell, in jenem die Dimensionen Rendite (Erwartungswert) und Risiko (Varianz) konkretisiert werden. Das bekannte --Modell von Markowitz basiert auf genannten Parametern des Erwartungswertes () und der Varianz ().
Aus der Sicht des Autors wird von einigen Marktteilnehmern maximale Rendite bei minimalem Risiko erhofft. Dies ist entsprechend, weder in der Theorie noch in der Praxis, möglich, da mehr Rendite immer mit mehr Risiko verbunden ist. Aufgrund des rationalen Charakters eines Investors, wird dieser im Modell von Markowitz, bei gleichen Erwartungswerten, immer das risikoärmere Investment präferieren.
Das Modell von Markowitz benötigt die Unterstellung einiger Annahmen, um dieses zu vereinfachen. Eine grundlegende Unterstellung ist das rationale Verhalten von Markteilnehmern. Die Rationalität zeigt den Verzicht von Rendite, bei gleichzeitig, im Verhältnis, deutlich gesenktem Risiko. Ein weiterer Aspekt ist der vollkommene Kapitalmarkt, welcher vorliegt, wenn keinerlei Präferenzen (Bevorzugungen) in diesem existieren. Neben dem Aspekt der Präferenzen fallen im Modell von Markowitz keine Transaktionskosten oder Steuern an, welche das Modell zudem vereinfachen. Als vierte Annahme wird die unbegrenzte Teilbarkeit von Wertpapieren sowie das Nichtvorhandensein von Leerverkäufen angenommen. Die bereits, in Kapitel 2, angesprochene Annahme der Unterstellung normalverteilter Aktienrenditen soll hierbei, lediglich der Vollständigkeit, aufgeführt und auf die Erläuterungen in diesem verweisen.
1) Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang von Risiko und Rendite und legt den Gang der Untersuchung fest.
2) Grundlagen von Rendite- und Risikokennziffern: In diesem Kapitel werden die mathematischen Grundlagen und Konzepte hinter Renditekennzahlen und Risikomaßen (wie Volatilität und Drawdown) erarbeitet.
3) Grundlagen der Kapitalmarkttheorie: Hier werden zentrale Theorien wie das Markowitz-Portfolio-Modell, die Tobin-Separation und das Capital Asset Pricing Model (CAPM) theoretisch fundiert beschrieben.
4) Risikoadjustierte Renditekennziffern: Dieses Kapitel erläutert Performancekennzahlen wie die Sharpe Ratio, Treynor/Black Ratio und Calmar Ratio als Instrumente zur Bewertung des Chancen-Risiko-Verhältnisses.
5) Indizes und deren Zusammensetzung: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Indizes DAX, S-DAX sowie MSCI ACWI und MSCI ACWI Minimum Volatility als Grundlage für die nachfolgende empirische Untersuchung.
6) Ermittlung und Analyse von Rendite- und Risikokennziffern: Der Hauptteil der Arbeit beinhaltet das Backtesting der gewählten Indizes über verschiedene Zeiträume sowie die kritische Analyse und Interpretation der Ergebnisse.
7) Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel reflektiert die Untersuchungsergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage und diskutiert Ausweitungsmöglichkeiten für zukünftige Forschungen.
Aktienindizes, Rendite, Risiko, Portfoliotheorie, Sharpe Ratio, Volatilität, Backtesting, Kapitalmarkttheorie, Diversifikation, Markowitz, CAPM, Performance, Drawdown, Anlagestrategie, Finanzmarktanalyse
Die Arbeit untersucht, ob das Eingehen von höherem Risiko bei einer Aktienanlage historisch tatsächlich zu einer höheren Rendite geführt hat.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte der Kapitalmarkttheorie mit einer praktischen Analyse von Rendite- und Risikokennziffern anhand konkreter Aktienindizes.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und wie sich Aktienindizes (DAX/S-DAX bzw. MSCI ACWI-Varianten) hinsichtlich der Vergütung für eingegangene Risiken über verschiedene Zeiträume unterscheiden.
Der Autor führt ein Backtesting durch, wobei historische Kursdaten zur Berechnung von Renditen, Volatilitäten und risikoadjustierten Kennzahlen verwendet werden.
Der Hauptteil beinhaltet die methodische Beschreibung, die Untersuchung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen der Zeiträume 2000-2019 sowie die detaillierte Analyse der gewählten Indizes.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Portfoliotheorie, Sharpe Ratio, Volatilität, Drawdown und der Vergleich verschiedener Index-Strategien.
Der Autor führt dies unter anderem auf die breitere Diversifikation des S-DAX sowie auf Übernahmefantasien bei den darin enthaltenen kleineren Unternehmen zurück.
Die Minimum Volatility-Variante erzielt durch eine gezielte Sektorenallokation und einen Fokus auf Stabilität ein besseres Rendite-Risiko-Profil als der marktgewichtete Standard-Index.
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