Bachelorarbeit, 2021
43 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Schätzung der erwarteten Rendite
2.1 Erwartete Renditen in der Portfoliotheorie
2.2 Überblick über Schätzansätze
2.3 Schätzproblematik und Motivation des Lösungsansatzes
3 Charakteristikabasierte Modelle
3.1 Ansatz von Lyle, Callen und Elliot (2013)
3.1.1 Modell
3.1.2 Empirische Untersuchung
3.2 Ansatz von Lyle und Wang (2015)
3.2.1 Modell
3.2.2 Empirische Untersuchung
3.3 Ansatz von Wang (2018)
3.3.1 Modell
3.3.2 Empirische Untersuchung
4 Diskussion
5 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, ausgewählte charakteristikabasierte Modelle zur Schätzung erwarteter Renditen auf Basis von Fundamentaldaten darzustellen und deren theoretische sowie empirische Leistungsfähigkeit zu erörtern. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie diese Modelle im Vergleich zu herkömmlichen Schätzansätzen, wie dem CAPM oder dem Fama-French-Modell, bei der Prognose zukünftiger Renditen abschneiden.
3.1 Ansatz von Lyle, Callen und Elliot (2013)
Der Schätzansatz von Lyle, Callen und Elliot (2013) ist ein Modell, welches auf der Basis des RIMs entwickelt wurde und dieses um das dynamische Risiko in der Wirtschaft ergänzt. Dies resultiert aus der Annahme, dass Aktien mit einer höheren negativen Kovarianz zum dynamischen Risiko in der Wirtschaft auch durchschnittlich höhere Renditen generieren. Dabei werden drei Erkenntnisse vorgestellt. Die erste stellt ein lineares Bewertungsmodell des Markwertes in Abhängigkeit von buchhalterischen Größen dar. Die zweite beschreibt die Dynamiken der erwarteten Renditen unter der Annahme, dass die erwarteten Renditen gegen ihre gegenüberstehenden Kapitalkosten konvergieren. Die dritte und wichtigste Erkenntnis beschreibt die erwartete Rendite bzw. die Kapitalkosten als lineare Funktion von inflationsbereinigten buchhalterischen Größen und Fundamentaldaten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bestimmung erwarteter Renditen ein und stellt charakteristikabasierte Modelle als moderne Alternative zu traditionellen Ansätzen vor.
2 Schätzung der erwarteter Rendite: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Relevanz erwarteter Renditen in der Portfoliotheorie und diskutiert verschiedene historische sowie moderne Schätzansätze.
3 Charakteristikabasierte Modelle: Das Kernstück der Arbeit stellt drei spezifische Modelle (Lyle et al. 2013, Lyle & Wang 2015, Wang 2018) vor und analysiert deren Modellstruktur sowie empirische Ergebnisse.
4 Diskussion: In diesem Kapitel werden die vorgestellten Ansätze hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit, theoretischen Stabilität und Robustheit kritisch diskutiert.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Anwendung von auf Fundamentaldaten basierenden Schätzmodellen.
Erwartete Rendite, Fundamentaldaten, Charakteristikabasierte Modelle, Residual Income Modell, Portfoliooptimierung, Marktrisiko, Kapitalkosten, Buchwert-Kurs-Verhältnis, Gewinnprognosen, Kapitalmarkt, Finanzwissenschaft, Modellschätzung, Empirische Untersuchung, Dividendenbarwertmodell, Systematisches Risiko
Die Arbeit analysiert, wie erwartete Renditen mithilfe von Unternehmens-Fundamentaldaten anstelle von rein historischen Renditedaten präziser geschätzt werden können.
Im Zentrum stehen drei charakteristikabasierte Modelle von Lyle, Callen und Elliot (2013), Lyle und Wang (2015) sowie Wang (2018).
Das Ziel ist die Erörterung der theoretischen Grundlagen dieser Modelle und die Bewertung ihrer empirischen Schätzgüte im Vergleich zu etablierten Modellen wie dem CAPM.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse der entsprechenden Modelle sowie eine Diskussion der empirischen Ergebnisse, die in den jeweiligen Fachpublikationen der Autoren präsentiert wurden.
Fundamentaldaten wie das Buchwert-Kurs-Verhältnis oder Gewinnprognosen von Analysten dienen als zentrale Variablen, um die nicht beobachtbare Größe der erwarteten Rendite zu approximieren.
Die Modelle zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf soliden theoretischen Modellen, wie dem Residual Income Modell (RIM), basieren und dynamische Risikofaktoren integrieren.
Das Ohlson-RIM bietet eine theoretisch stabile Verbindung zwischen buchhalterischen Größen und dem Marktwert, was es zu einer idealen Ausgangsbasis für modernere charakteristikabasierte Modelle macht.
Die Verwendung von Analystenschätzungen ermöglicht einen vorwärtsschauenden Blick auf die Renditeerwartungen, was im Vergleich zur reinen Analyse historischer Zeitreihen eine höhere Prognosequalität verspricht.
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