Masterarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung, Ziele und Fragestellung
2. Bedeutung von Palliative Care in der heutigen Gesellschaft
2.1 Aufgabenbereiche und Ziele
2.2 Möglichkeiten und Grenzen von Palliative Care
2.3 Hospiz- und Palliativgesetz
2.4 Schnittstellenproblematik in der palliativen Versorgung
3. Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der palliativen Praxis
3.1 Konzept: Total Pain
3.2 Palliative Studien
3.3 Möglichkeiten und Grenzen der interdisziplinären Zusammenarbeit
4. Modelle und Konzepte aus anderen Ländern und Bereichen
4.1 Palliativversorgung in der Schweiz
4.2 Palliativversorgung in den Niederlanden
4.3 Theoriekonstrukt: Netzwerkbildung am Beispiel der Frühhilfen/ Kindeswohlgefährdung
4.4 Konzept: Advance Care Planning
5. Diskussion
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die bestehenden Netzwerkstrukturen in der Palliativarbeit zu analysieren und zu optimieren, um die Versorgung sowie die Lebensqualität schwer kranker und sterbender Menschen zu verbessern. Dabei wird untersucht, ob durch eine verbesserte Koordination und die Implementierung neuer Konzepte eine höhere Qualität des Sterbens erreicht werden kann.
3.1 Konzept: Total Pain
Cicely Saunders, als Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin und Gründerin des ersten Hospizes in London, entwickelte u.a. auch das Total Pain Konzept. „Das Heil eines Menschen als etwas zu begreifen, das der medizinischen Beseitigung von Symptomen übergeordnet ist, bedeutet, den Patienten in allen seinen menschlichen Dimensionen wahrzunehmen und somit auch seine spirituellen, philosophischen, psychischen und sozialen Lebensthemen und Anliegen zu berücksichtigen. Diese Betrachtungsweise findet sich in der mordernen Medizin insbesondere im Konzept des „Total Pain“ Cicely Saunders“ (Praxis Palliative Care 2016).
In ihrem Konzept geht es um das Thema Schmerz und Leid, sowie derer Qualität und Ursachen. Demnach gibt es vier verschiedene Schmerzdimensionen, die betrachtet werden und in begleitenden Gesprächen eine Rolle spielen sollten, denn nicht jeder Schmerz ist medikamentös behandelbar (vgl. Abb. 3). Oftmals belastet die Gesamtsituation alle Ebenen des Schmerzes.
Um die verschiedenen Dimensionen des Schmerzes zu veranschaulichen, führt Gerhard folgendes Beispiel an. Der schwer kranke Mensch, hat durch sein Krebsgeschehen starke Rückenschmerzen, da die Metastasen auf die Wirbelsäule drücken (körperliche Dimension). Diese Schmerzen sind besonders schlimm, wenn er sich Gedanken über seine Erkrankung macht (psychische Dimension) und sich von seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten verabschieden muss. Auch die Gedanken über die finanzielle Situation, verbunden mit der krankheitsbedingten Erwerbstätigkeit, verstärken die Schmerzen zunehmend (soziale Dimension). Er äußert aber auch dann stärkere Schmerzen, wenn er sich Gedanken über sein Leben macht und retrospektiv darauf zurück blickt und überlegt, ob er immer die richtigen Entscheidungen in seinem Lebenslauf getroffen hat (spiritueller Schmerz) (vgl. Gerhard 2017: 175f.).
1. Einleitung, Ziele und Fragestellung: Diese Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel sowie die zunehmende Bedeutung der Palliativversorgung und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Optimierung von Netzwerkstrukturen.
2. Bedeutung von Palliative Care in der heutigen Gesellschaft: Das Kapitel erörtert die Notwendigkeit einer flächendeckenden Palliativversorgung in Deutschland vor dem Hintergrund veränderter gesellschaftlicher Strukturen und gesetzlicher Rahmenbedingungen.
3. Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der palliativen Praxis: Hier werden das „Total Pain“-Konzept, aktuelle Studienergebnisse sowie die Chancen und Hindernisse in der interdisziplinären Teamarbeit in der Praxis dargestellt.
4. Modelle und Konzepte aus anderen Ländern und Bereichen: Dieses Kapitel vergleicht die Palliativversorgung in der Schweiz und den Niederlanden und überträgt Konzepte wie „Advance Care Planning“ und Netzwerkmodelle aus der Kindeswohlgefährdung auf die Palliativarbeit.
5. Diskussion: In der Diskussion werden die erarbeiteten Erkenntnisse kritisch reflektiert und Möglichkeiten zur zukünftigen Verbesserung der Versorgungsqualität aufgezeigt.
6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel bündelt die wesentlichen Ergebnisse der Masterarbeit und gibt einen Ausblick auf notwendige Entwicklungen in der Palliativversorgung.
7. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendeten Quellen, unterteilt in Bücher und Internetquellen, aufgeführt.
Palliativversorgung, Netzwerkstrukturen, Palliative Care, Total Pain, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Hospiz- und Palliativgesetz, Case Management, Advance Care Planning, Lebensqualität, Sterbebegleitung, Multiprofessionalität, Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Patientenverfügung, Palliativmedizin.
Die Arbeit behandelt die Optimierung von Netzwerkstrukturen in der Palliativarbeit, um die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen auf den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen (HPG), der interdisziplinären Zusammenarbeit, internationalen Vergleichsmodellen sowie modernen Konzepten wie Advance Care Planning.
Ziel ist es zu klären, wie durch eine Verbesserung der Netzwerkstrukturen eine bessere Qualität des Sterbens in der Palliativversorgung erzielt werden kann.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die durch Erfahrungen aus der eigenen beruflichen Praxis der Autorin (PKD-Koordinatorin) ergänzt wird.
Der Hauptteil analysiert die Bedeutung von Palliativ Care, die Schnittstellenproblematik im deutschen Gesundheitssystem, interdisziplinäre Ansätze sowie Transfermöglichkeiten von Konzepten aus dem Ausland.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Palliativversorgung, Netzwerkstrukturen, Lebensqualität, Sterbebegleitung und Multiprofessionalität charakterisiert.
In der Schweiz wird Palliative Care verstärkt über Grundversorgungsstrukturen und spezialisierte Teams organisiert, wobei ein stärkerer Fokus auf Vernetzung und kantonalen Strategien liegt, während Deutschland noch mit heterogenen regionalen Strukturen kämpft.
Das Konzept zielt darauf ab, den Patienten ganzheitlich wahrzunehmen, indem neben physischen Schmerzen auch psychische, soziale und spirituelle Dimensionen des Leidens in die Behandlung integriert werden.
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