Masterarbeit, 2019
60 Seiten, Note: 1,9
1 Einführung
1.1 Vorbemerkungen
1.2 Methodische Überlegungen und Aufbau
1.3 Gegenwärtiger Forschungsstand
2 Salutogenese
2.1 Was ist Gesundheit? — eine Problematisierung
2.2 Das Salutogenesemodell
2.2.1 Antonovskys Weiterentwicklung des Gesundheitsverständnisses
2.2.2 Stressoren und Spannungszustände
2.2.3 Generalisierte Widerstandsressourcen
2.2.4 Das Kohärenzgefühl
2.3 Kritische Stimmen zum Salutogenesemodell
2.3.1 Schwächen des Salutogenesemodells
2.3.2 Abgrenzung zu weiteren Konzepten
3 Psychische Belastung im Berufsleben
3.1 Begriffsdiskussion
3.1.1 Belastung als neutraler Begriff
3.1.2 Belastung – Beanspruchung – Stress
3.2 Belastungs-Beanspruchungs-Ressourcen-Modell
3.2.1 Zusammenhänge
3.2.2 Mikroebene: Mitarbeiter
3.2.3 Mesoebene: Unternehmen
3.2.4 Makroebene: Gesellschaft
3.2.5 Kritik
3.3 Aktuelle Anforderungen in der Arbeitswelt
3.3.1 Fortschritt und Wandel – ein Überblick
3.3.2 Demografischer Wandel
3.3.3 Veränderte Rahmenbedingungen
3.3.4 Technologischer Fortschritt
3.4 Auswirkungen psychischer Belastung
3.4.1 Auswirkungen von Fehlbelastung
3.4.2 Auswirkung von Herausforderung
4 Praktische Umsetzung des Salutogenesekonzepts
4.1 Betriebliche Gesundheitsförderung
4.2 Evaluation von Belastung
4.3 Maßnahmen der BGF im Bezug auf Salutogenese
5 Salutogenese in psychisch belastenden Berufsfeldern
5.1 Salutogenese und psychische Belastung – eine kritische Analyse
5.2 Psychisch belastende Berufsfelder – eine Diskussion
6 Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht auf theoretischer Ebene, ob und inwieweit das Salutogenesemodell von Aaron Antonovsky auf Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung im Kontext psychisch belastender Berufsfelder übertragbar ist und wie diese Maßnahmen in ein salutogenes Gesundheitsverständnis integriert werden können.
2.2.4 Das Kohärenzgefühl
Das Kohärenzgefühl ist gewissermaßen das Herzstück des Salutogenesemodell. Denn es liefert im Wesentlichen die Antwort auf die Frage, was den Menschen gesund hält. Widerstandsressourcen und ihre Quellen, sowie Stressoren können sich per se bei verschiedenen Menschen annähernd gestalten. Ausschlaggebend dafür, wie wirksam Spannungszustände aufgelöst beziehungsweise Stressoren neutralisiert werden, ist jedoch das Kohärenzgefühl. In Abbildung 3 zeigt sich deutlich, welchen Einfluss das Kohärenzgefühl ausübt. Je stärker es ausgeprägt ist, desto wahrscheinlicher ist ein positiver Umgang mit Stressoren. Doch was genau versteht ANTONOVSKY unter Kohärenzgefühl? Er definiert es zunächst folgendermaßen:
Das SOC (Kohärenzgefühl) ist eine globale Orientierung, die ausdrückt, in welchem Ausmaß man ein durchdringendes, andauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, daß
1. die Stimuli, die sich im Verlauf des Lebens aus der inneren und äußeren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind;
2. einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen zu begegnen;
3. diese Anforderungen Herausforderungen sind, die Anstrengung und Engagement lohnen
(ANTONOVSKY 1997; S. 36)
1 Einführung: Das Kapitel führt in die Salutogenese ein, erläutert die methodischen Ansätze der Arbeit und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu gesundheitsrelevanten Themen.
2 Salutogenese: Hier werden das Modell von Antonovsky, zentrale Begriffe wie Stressoren und Widerstandsressourcen sowie das Kohärenzgefühl als Herzstück der Theorie detailliert analysiert.
3 Psychische Belastung im Berufsleben: Dieses Kapitel diskutiert Begriffe der Arbeitsbelastung, erläutert das Belastungs-Beanspruchungs-Ressourcen-Modell und beleuchtet aktuelle Herausforderungen der modernen Arbeitswelt.
4 Praktische Umsetzung des Salutogenesekonzepts: Der Fokus liegt auf der betrieblichen Gesundheitsförderung, der Evaluation von Belastungen und der kritischen Prüfung von Maßnahmen im Sinne der Salutogenese.
5 Salutogenese in psychisch belastenden Berufsfeldern: Die Ergebnisse werden kritisch analysiert, wobei das Spannungsfeld zwischen theoretischem Modell und praktischer Anwendung sowie die Diskussion über „psychisch belastende“ Berufe im Vordergrund stehen.
6 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Reflektion der erarbeiteten Erkenntnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur Anwendbarkeit des Modells im betrieblichen Gesundheitsmanagement.
Salutogenese, Kohärenzgefühl, SOC, Stressoren, psychische Belastung, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, Belastungs-Beanspruchungs-Ressourcen-Modell, Widerstandsressourcen, Arbeitsweltwandel, Fehlbelastung, Herausforderung, Flow-Erleben, Gesundheitsmanagement, Gesundheits-Krankheits-Kontinuum.
Die Arbeit analysiert die Übertragbarkeit des salutogenen Ansatzes nach Aaron Antonovsky auf die betriebliche Gesundheitsförderung und untersucht, wie Arbeitnehmer angesichts psychischer Belastungen gesund bleiben können.
Die zentralen Themen sind das Salutogenesemodell, psychische Belastungsfaktoren im Arbeitsalltag, das Belastungs-Beanspruchungs-Ressourcen-Modell und die methodische Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen in Unternehmen.
Das Ziel ist die theoretische Kernfrage, ob eine salutogene Ausrichtung im betrieblichen Gesundheitsmanagement umsetzbar ist und inwiefern sich die praktischen Maßnahmen dem theoretischen Konzept annähern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die bestehende Konzepte, Modelle und Forschungsliteratur analysiert, zusammenführt und kritisch auf ihre Praxistauglichkeit hin bewertet.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Belastung, der Anwendung des Ressourcen-Modells auf verschiedene betriebliche Ebenen und der kritischen Analyse, warum salutogene Ansätze in der Praxis häufig hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Wichtige Schlagworte sind Salutogenese, Kohärenzgefühl (SOC), psychische Belastung, Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und Ressourcenorientierung.
Fehlbelastung führt zu negativen Folgen und Überforderung, während eine Herausforderung bei vorhandenen Ressourcen als positiv empfunden wird und zur Arbeitslust oder zum Flow-Erleben beitragen kann.
Es dient als zentrale Steuerungseinheit, die darüber entscheidet, wie ein Individuum Stressoren wahrnimmt und welche Widerstandsressourcen aktiviert werden, um die eigene Gesundheit zu stabilisieren.
Theoretisch ja, da jedes Berufsfeld per se eine Belastungsquelle darstellt. Die gesundheitliche Auswirkung hängt jedoch nicht allein vom Beruf ab, sondern maßgeblich von den Ressourcen und dem Kohärenzgefühl des Individuums.
Die Mesoebene repräsentiert das Unternehmen als Organisation, welche durch Führungsstil, Teamklima und Arbeitsgestaltung einen direkten, alltäglichen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Belastbarkeit der Mitarbeiter hat.
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