Fachbuch, 2021
61 Seiten
1 Einleitung
2 Entstehung Tiergestützter Intervention
3 Formen Tiergestützter Intervention
3.1 Tiergestützte Aktivität ( TGA)
3.2 Tiergestützte Therapie ( TG T)
3.3 Tiergestützte Förderung (TG F)
3.4 Tiergestützte Pädagogik (TG P)
4 Verhaltensauffälligkeiten
4.1 Definition
4.2 Entstehung und Verursachung von Verhaltensauffälligkeiten
4.3 Folgen und Probleme im Alltag
5 Mensch und Tier
5.1 Mensch - Tier Kommunikation
5.2 Mensch-Tier-Beziehung
5.3 Kind-Tier-Beziehung
5.4 Wirkung der Tiere
6 Tiere als Begleiter
6.1 Klein- und Heimtiere
6.2 Großtiere
6.3 Phobien in der tiergestützten Arbeit
7 Mögliche Einsatzfelder der Tiergestützten Intervention
7.1 Offene Kinder- und Jugendarbeit
7.2 Aufsuchende Jugendarbeit / Streetwork
7.3 Jugendsozialarbeit an Schulen
7.4 Kindertagesbetreuung
7.5 Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
8 Tiere in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern
8.1 Green Chimneys –ein Vorbild für Tiergestützte Therapie mit Kindern und Jugendlichen
8.2 Fünf Eckpfeiler der Therapie in Green Chimneys
8.3 Ziele Tiergestützter Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern
9 Kritische Aspekte
9.1 Hygiene
9.2 Begriffsdefinition Tiergestützte Intervention
9.3 Ausbildung
9.4 Tierschutz
10 Fazit
Diese Arbeit erforscht die Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Interventionen bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Das Ziel ist es, Chancen für die Betroffenen zu analysieren, den Transfer erlernter Kompetenzen in den Alltag zu untersuchen und zu bewerten, inwieweit Tiere zur Milderung alltäglicher Problematiken beitragen können.
5.4.1.2 Emotionale Wirkung
Durch die unkritische Bewunderung und kontinuierliche Zuneigung des Tieres wird der positive Selbstwert und das positive Selbstkonzept gefördert. Die Interaktion und der Aufbau einer Beziehung zum Tier stärken das Selbstbewusstsein eines Kindes. In der Therapie bedeutet dies, dass das zu therapierende Kind sich mit dem Tier identifiziert, welches wiederum vom Therapeuten akzeptiert wird. Dies hat zur Folge dass das Kind sich emotional öffnen kann. Für Kinder die Missbrauch erlebt haben, ist es wichtig, einmal in der Position zu sein, andere zu dirigieren anstatt selbst dirigiert zu werden. Dieses Gefühl bekommt das Kind zum Beispiel wenn es dem Hund ein Kommando gibt und dieser dieses ausführt. Die Stressreduktion erfolgt dabei nicht nur physisch sondern auch psychisch. Wer mit seinem Tier redet oder es streichelt zeigt eine Reihe von stereotypischen Veränderungen in seinem Gesicht und in der Stimme. Tiere beruhigen und lösen, weil sie kein „gutes Benehmen“ erwarten. Ein Tier sorgt im Therapieraum für Normalität und hat eine Angst lösende Wirkung. Es ermutigt zu spontanerem Verhalten und Kommunikation. Das Kind sieht, dass das Tier sicher ist und fühlt sich durch die Identifikation mit ihm folglich auch sicher.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern sowie Vorstellung der Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit.
2 Entstehung Tiergestützter Intervention: Historischer Überblick über die Entwicklung und wissenschaftliche Etablierung der tiergestützten Intervention seit den 1970er Jahren.
3 Formen Tiergestützter Intervention: Differenzierung zwischen verschiedenen Interventionsformen wie Aktivität, Therapie, Förderung und Pädagogik.
4 Verhaltensauffälligkeiten: Definition und Einordnung von Verhaltensauffälligkeiten in internalisierende, externalisierende und komplexe Störungen sowie deren Ursachen.
5 Mensch und Tier: Analyse der Kommunikation zwischen Mensch und Tier sowie der psychologischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung.
6 Tiere als Begleiter: Vorstellung geeigneter Tierarten für die tiergestützte Arbeit und deren spezifische Anforderungen.
7 Mögliche Einsatzfelder der Tiergestützten Intervention: Untersuchung verschiedener Anwendungsbereiche in der Kinder- und Jugendhilfe und Jugendarbeit.
8 Tiere in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern: Darstellung praktischer Therapieansätze und Ziele, unter anderem am Beispiel von Green Chimneys.
9 Kritische Aspekte: Beleuchtung von Hygiene, mangelnden Begriffsdefinitionen, Ausbildungsfragen und Tierschutzbedenken.
10 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chancen tiergestützter Interventionen trotz bestehender Herausforderungen und uneinheitlicher Rahmenbedingungen.
Tiergestützte Intervention, Verhaltensauffälligkeiten, Mensch-Tier-Beziehung, Kind-Tier-Beziehung, Tiergestützte Therapie, Sozialpädagogik, Green Chimneys, Empathie, Persönlichkeitsentwicklung, Psychosoziale Entwicklung, Interaktionsanalyse, Pädagogik, Lernverhalten, Prävention, Tierwohl.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Tieren als Unterstützungsmittel in pädagogischen und therapeutischen Prozessen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Verhaltensauffälligkeiten, die theoretischen Ansätze der Mensch-Tier-Interaktion sowie die praktischen Einsatzmöglichkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe.
Das primäre Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Interventionen zu erforschen und aufzuzeigen, wie diese zur Milderung von Alltags-Problematiken bei verhaltensauffälligen Kindern beitragen können.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfangreichen Literaturrecherche und der Analyse bestehender theoretischer Konzepte sowie Fallbeispiele.
Der Hauptteil befasst sich mit der Differenzierung der Interventionsformen, der psychologischen Wirkung von Tieren (physisch, emotional, sozial) und der Anwendung in verschiedenen pädagogischen Einrichtungen.
Wichtige Begriffe sind Tiergestützte Intervention, Mensch-Tier-Beziehung, Verhaltensauffälligkeiten, Sozialpädagogik und Persönlichkeitsförderung.
Es kombiniert eine ganzheitliche Milieutherapie mit dem täglichen, verpflichtenden Umgang der Kinder mit Tieren, wodurch emotionale Stabilität und soziale Kompetenzen gefördert werden.
Die Theorie legt nahe, dass positive Erfahrungen in der Bindung zu einem Tier als Vorbild dienen können, um Vertrauen in Bezugspersonen und soziale Kompetenzen aufzubauen.
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