Fachbuch, 2021
73 Seiten
A. Einleitung
I. Negative wirtschaftliche Folgen der Corona-Pandemie
II. Rückblick – Vergleich zu der Finanzmarktkrise
III. Steuerliche Instrumente zur Krisenbewältigung
B. Maßnahmen der Finanzverwaltung
I. Verwaltungsanweisungen des Bundesministeriums der Finanzen
II. Weitere Maßnahmen der Finanzverwaltung
C. Maßnahmen des Steuergesetzgebers
I. Die Corona-Steuerhilfegesetze
II. Weitere Anpassungen in den Corona-Steuerhilfegesetzen
III. Änderungen des Gesetzgebers im Jahressteuergesetz 2020
D. Bewertung der steuerlichen Maßnahmen
I. Bewertung der Maßnahmen der Finanzverwaltung
II. Bewertung der Maßnahmen in den Corona-Steuerhilfegesetzen
III. Bewertung der Anpassungen im Jahressteuergesetz 2020
IV. Weitere erbetene Maßnahmen – Handlungsbedarf
E. Fazit
I. Zusammenfassung
II. Persönliche Stellungnahme
III. Ausblick und Prognose
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche steuerlichen Instrumente Finanzverwaltung und Gesetzgeber zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie in Deutschland eingesetzt haben. Dabei wird analysiert, wie durch steuerliche Liquiditätshilfen und gesetzliche Anpassungen Unternehmen kurz- und langfristig unterstützt wurden, wobei die Maßnahmen sowohl bewertet als auch kritisch hinterfragt werden.
1 Aufgaben und Ziele der Verwaltungsanweisungen
In erster Linie zielen die Maßnahmen der Finanzverwaltung darauf ab, die Zahlungsfähigkeit von Steuerpflichtigen sicherzustellen. Mit den Worten des BMF geht es vor allem darum, den Geschädigten der Corona-Krise durch steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entgegenzukommen. Großzügige und bürokratiearme Regelungen sollen sowohl auf Seiten des Finanzamtes als auch auf Seiten des Steuerpflichtigen ein schnelles Reagieren ermöglichen und betroffenen Steuerpflichtigen so zeitnahe Hilfe gewährleisten. Noch vorhandene Liquidität von Unternehmen soll erhalten bleiben und zukünftige Liquidität soll gesichert werden. Außerdem soll bereits abgeflossene Liquidität, wenn nötig, rückgewährt werden. Man könnte sogar meinen, dass durch die getroffenen Maßnahmen ein eigener, im Umfang unbegrenzter Kapitalmarkt geschaffen werde, der den betroffenen Steuerpflichtigen einen ähnlichen Vorteil wie den eines unverzinslichen Kredits verschaffe.
A. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die durch die Corona-Pandemie verursachte wirtschaftliche Ausnahmesituation in Deutschland und stellt den Vergleich zur Finanzmarktkrise 2008/2009 an, während der Fokus auf steuerliche Instrumente zur Krisenbewältigung gelegt wird.
B. Maßnahmen der Finanzverwaltung: Dieses Kapitel erläutert die kurzfristigen steuerentlastenden Soforthilfen der Finanzverwaltung, insbesondere durch Steuerstundungen, Vollstreckungsaufschub und Anpassungen von Steuervorauszahlungen.
C. Maßnahmen des Steuergesetzgebers: Hier werden die gesetzlichen Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung, wie die Corona-Steuerhilfegesetze und das Jahressteuergesetz 2020, mit besonderem Blick auf Umsatzsteuersenkungen, Verlustverrechnung und Home-Office-Pauschale dargestellt.
D. Bewertung der steuerlichen Maßnahmen: Dieser Abschnitt bewertet die Effektivität der ergriffenen steuerlichen Instrumente, beleuchtet den administrativen Mehraufwand für Unternehmen und identifiziert weiteren Handlungsbedarf im nationalen und internationalen Kontext.
E. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die langfristigen steuerlichen Herausforderungen sowie die Notwendigkeit, Erfahrungen aus der Corona-Krise für zukünftige Pandemien zu nutzen.
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Die Arbeit analysiert die steuerpolitischen Maßnahmen der Finanzverwaltung und des Gesetzgebers in Deutschland, die als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ergriffen wurden.
Die zentralen Themen sind Liquiditätshilfen durch administrative Steuervollzugserleichterungen, steuerliche Sonderregelungen in den Corona-Steuerhilfegesetzen sowie die Anpassungen durch das Jahressteuergesetz 2020.
Das Ziel ist aufzuzeigen, welche steuerlichen Instrumente zur Verfügung standen und wie diese eingesetzt wurden, um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise sowohl kurz- als auch langfristig abzufedern.
Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse der steuergesetzlichen Anpassungen und Verwaltungsanweisungen sowie eine kritische Bewertung der Maßnahmen unter Berücksichtigung von Expertenmeinungen und empirischen Wirtschaftsdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in Maßnahmen der Finanzverwaltung (Stundung, Vorauszahlungsanpassung) und des Gesetzgebers (Steuerhilfegesetze, Verlustverrechnung, Umsatzsteuersenkung) sowie eine anschließende kritische Bewertung dieser Ansätze.
Wesentliche Begriffe sind Corona-Pandemie, Liquiditätssicherung, Steuerstundung, Umsatzsteuersatzsenkung und Verlustrücktrag.
Die Maßnahme wird kritisch betrachtet, da der erhoffte stimulierende Effekt für die Nachfrage fraglich ist und der hohe bürokratische Aufwand sowie die technischen Umstellungskosten bei vielen Unternehmen in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehen.
Die Arbeit weist darauf hin, dass die Home-Office-Pauschale zu den Werbungskosten zählt, die bereits durch den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro abgedeckt sind, weshalb nur Steuerzahler mit Ausgaben darüber einen tatsächlichen Vorteil haben.
Obwohl grundsätzlich begrüßt, wird die Ausweitung des Verlustrücktrags als zu kurzfristig und auf niedrige Beträge begrenzt eingestuft, was insbesondere Start-ups oder Unternehmen ohne vorherige Gewinne kaum zugutekommt.
Es wird empfohlen, die Erkenntnisse aus der Corona-Zeit zu nutzen, um in künftigen Krisensituationen schneller, zielgerichteter und vorausschauender agieren zu können, insbesondere durch eine dauerhafte Modernisierung der steuerlichen Verlustverrechnung.
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