Masterarbeit, 2015
134 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung und Hinführung
1.1. Problemstellung und gesellschaftliche Relevanz
1.2. Fragestellungen und Aufbau der Arbeit
1.3. Stand der Forschung
1.4. Klärung relevanter Begriffe und theoretischer Grundlagen
2. Deutschland - Ein Einwanderungsland
2.1. Historische Entwicklung der Zuwanderung und der Arbeitsmigrationspolitik
2.1.1. Entwicklungen vor 1998
2.1.2. Entwicklungen nach 1998
2.2. Veränderte Wahrnehmung von MigrantInnen in der Gesellschaft
2.3. Zwischenfazit I - Vom Rotationsprinzip zum Integrationsprinzip
3. Der Hintergrund: Demographie, Fachkräfteentwicklung und Zuwanderung
3.1. Fachkräfteentwicklung im Kontext des demographischen Wandels
3.2. Strategien zur Fachkräftesicherung
3.2.1. Strategien zur Ausschöpfung vorhandener Potenziale
3.2.2. Strategien zur Gewinnung zusätzlicher Potenziale
3.3. Veränderte Qualifikationsstruktur der Zuwanderung nach Deutschland
3.4. Auswirkungen der Zuwanderung auf Arbeitsmarkt und Sozialstaat
3.5. Zwischenfazit II - Zuwanderung ist wichtig für die Zukunft
4. Integrationsprozess und dessen Einflussfaktoren
4.1. Integration aus migrationssoziologischer Sicht
4.1.1. Der Begriff der Integration
4.1.2. Klassische Integrationstheorien
4.1.3. Integrationstheorie von Hartmut Esser
4.2. Aktuelles Integrationsverständnis innerhalb der politischen Diskussion
4.3. Wichtige Einflussfaktoren der Integration
4.3.1. Kulturation
4.3.2. Platzierung
4.3.3. Interaktion
4.3.4. Identifikation
4.4. Zwischenfazit III - Die langfristige Integration kann gelingen
5. Steuerung des Zuwanderungsprozesses
5.1. Willkommens- und Anerkennungskultur in Deutschland
5.2. Exkurs: Zuwanderungspolitik in Deutschland und Kanada
6. Schlussbetrachtung
Die Masterarbeit untersucht die Migration hochqualifizierter Fachkräfte nach Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie Deutschland diese Personengruppe erfolgreich anwerben und langfristig in Gesellschaft und Arbeitsmarkt integrieren kann, um drohenden Fachkräfteengpässen entgegenzuwirken.
4.1.1. Der Begriff der Integration
Für die Präzision des Terminus wird zunächst die etymologische Bedeutung herangezogen. Der Begriff Integration stammt von dem lateinischen Wort 'integer' ab und bedeutet unberührt, unversehrt oder ganz. Das Wort 'integrare' meint wiederherstellen und 'integratio' dementsprechend Wiederherstellung eines Ganzen. Bereits anhand der Wortherkunft lässt sich ableiten, dass es sich um einen Prozess handelt, bei dem sich verschiedene Einheiten wieder zusammenschließen. Hartmut Esser beschreibt Integration - ganz allgemein - als "Zusammenhalt von Teilen in einem 'systemischen' Ganzen [...], gleichgültig zunächst worauf dieser Zusammenhalt beruht. Die Teile müssen ein nicht wegzudenkender, ein, wie man auch sagen könnte, 'integraler' Bestandteil des Ganzen sein." (Esser 2000: 261).
Hier ist die Verbindung von Individuen bzw. Gruppen zu einer gesellschaftlichen Einheit gemeint. Das Konzept der Integration beruht demzufolge auf dem Gedanken der Herstellung des gesellschaftlichen Gleichgewichts und der Stabilität. Im engeren Sinn sind mit dem Begriff "Prozesse der verhaltens- und bewusstseinsmäßigen Eingliederung in bzw. Angleichung an Wertstrukturen und Verhaltensmuster durch einzelne Personen an bestimmte Gruppen oder Organisationen oder in die für sie relevanten Bereiche einer Gesellschaft" gemeint (Hillmann 2007: 383).
Bei der Integration im Kontext der Migration geht es um die Eingliederung von zugewanderten Personen in das gesellschaftliche Gefüge. In objektiver Hinsicht geht es um die Integration durch eine gleichberechtigte Teilhabe an den verschiedenen Teilsystemen einer Gesellschaft wie dem Arbeitsmarkt, dem Bildungssystem, dem Recht und anderem. In subjektiver Hinsicht zeigt sich Integration durch ein Gefühl der Zugehörigkeit. Der mit vielfältigsten Assoziationen besetzte und unterschiedlich interpretierbare Integrationsbegriff kann verschieden starke Ausprägungen der Beziehung von MigrantInnen zur Aufnahmegesellschaft haben.
1. Einleitung und Hinführung: Diese Einleitung legt den Grundstein, indem sie die Relevanz der Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte angesichts des demografischen Wandels erläutert und die methodische Vorgehensweise der Arbeit skizziert.
2. Deutschland - Ein Einwanderungsland: Kapitel 2 beleuchtet die historische Entwicklung der Arbeitsmigration nach Deutschland, von der Anwerbephase der Gastarbeiter bis hin zu den modernen Zuwanderungsregelungen.
3. Der Hintergrund: Demographie, Fachkräfteentwicklung und Zuwanderung: Hier werden die demografischen Herausforderungen, wie der Fachkräftemangel und die schrumpfende erwerbsfähige Bevölkerung, analysiert und Zuwanderung als Lösungsansatz bewertet.
4. Integrationsprozess und dessen Einflussfaktoren: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen, insbesondere das Integrationsmodell von Hartmut Esser, eingeführt und auf Basis empirischer Studien auf die Hochqualifizierten angewendet.
5. Steuerung des Zuwanderungsprozesses: Kapitel 5 diskutiert Instrumente der politischen Steuerung, insbesondere die Willkommens- und Anerkennungskultur, und vergleicht diese kritisch mit dem kanadischen System.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Untersuchung, die bestätigt, dass Deutschland zur Sicherung des Wohlstands auf eine gezielte Zuwanderung angewiesen ist und den eingeschlagenen Weg der Liberalisierung weitergehen muss.
Arbeitsmigration, Hochqualifizierte, Integration, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Aufnahmegesellschaft, Zuwanderungsgesetz, Willkommenskultur, Anerkennungskultur, Punktesystem, Arbeitsmarktintegration, Humankapital, Bildungsabschluss, Drittstaaten, Blaue Karte EU
Die Masterarbeit befasst sich mit der Migration hochqualifizierter Fachkräfte nach Deutschland und den Möglichkeiten sowie Herausforderungen einer langfristigen Integration dieser Personengruppe.
Die zentralen Felder sind die demografische Entwicklung, die Geschichte der deutschen Arbeitsmigrationspolitik, soziologische Integrationstheorien sowie die politische Steuerung durch neue Zuwanderungsinstrumente.
Ziel ist es zu analysieren, wie Deutschland durch geeignete politische Rahmenbedingungen für hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland attraktiver werden kann, um den wirtschaftlichen Wohlstand langfristig zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung soziologischer Integrationstheorien (insbesondere von Hartmut Esser) und einer komparativen Analyse mit dem kanadischen Zuwanderungsmodell.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Migrationsgeschichte, die Analyse der demografischen Notwendigkeiten, die theoretische fundierte Untersuchung des Integrationsprozesses und die Bewertung politischer Steuerungsmaßnahmen.
Kernbegriffe sind Migration, Integration, Fachkräftemangel, Willkommenskultur, Humankapital, Punktesystem und Zuwanderungsrecht.
Sein Integrationstheorie-Modell dient als theoretische Basis, um die verschiedenen Dimensionen (Kulturation, Platzierung, Interaktion, Identifikation) der Integration von Hochqualifizierten in die deutsche Gesellschaft wissenschaftlich zu untersuchen.
Kanada gilt aufgrund seines langjährig erprobten, angebotsorientierten Punktesystems als 'Best-Practice-Beispiel' für eine gesteuerte, erfolgreiche Einwanderungspolitik, von deren Strukturen Deutschland lernen kann.
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