Bachelorarbeit, 2017
45 Seiten, Note: 1,0
A. Einführung und Aufbau der Arbeit
B. Theoretische Grundlagen der Standards IFRS 10 und IFRS 5
I. Grundlagen zu IFRS 10
II. Grundlagen zu IFRS 5
1. Grundgedanke und Anwendungsbereich
2. Abgrenzungskriterien für Veräußerungswerte
3. Abgrenzung zwischen Veräußerungsgruppe und aufgegebenem Geschäftsbereich
4. Bewertung der „zur Veräußerung gehaltenen“ Vermögenswerte
5. Ausweis der „zur Veräußerung gehaltenen“ Vermögenswerte
6. Konflikt zu IFRS 10
C. Varianten der Darstellung aufgegebener Geschäftsbereiche
I. Ausgangsbeispiel
II. „Stand alone“ – Ausweis in Gesamtergebnisrechnung/Anhang als nicht-konsolidiert
III. „Konsolidiert“ – Ausweis in Gesamtergebnisrechnung/Anhang als konsolidiert
IV. „Incremental“ – Ausweis in Gesamtergebnisrechnung/Anhang als konsolidiert mit Anpassungen
D. Prozess bis zur Veröffentlichung des neuen IDW RS HFA 2
I. Entscheidung des IFRS IC
II. Kritik an der IFRS IC-Entscheidung aus der Praxis
III. Entscheidung des IDW
E. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Darstellung innerkonzernlicher Transaktionen zwischen fortgeführten Geschäftsbereichen und aufgegebenen Geschäftsbereichen im IFRS-Konzernabschluss. Das primäre Ziel ist die Analyse der Kollision zwischen dem Konsolidierungsgebot des IFRS 10 und den Zielsetzungen des IFRS 5 sowie die kritische Würdigung der Lösungsansätze des IFRS IC und des IDW.
6. Konflikt zu IFRS 10
Bestehen Liefer- und Leistungsbeziehungen zw. dem fortgeführten Geschäft und dem aufgegebenen Geschäftsbereich kann es zum Konflikt zw. den Vorgaben zur Konsolidierung nach IFRS 10 und den besonderen Ausweis- und Bewertungsvorschriften nach IFRS 5 kommen. Diskussionen um die Notwendigkeit von Konsolidierungsvorgängen im Zusammenhang mit IFRS 5 bestehen nicht erst seit der IFRS IC sich diese Problematik auf seine Agenda geschrieben hat, sondern finden sich bereits lange vor der Veröffentlichung des IFRS 10.
Nach IFRS 10 sind sämtliche konzerninterne Transaktionen zu eliminieren. In IFRS 10 gibt es keine expliziten Äußerungen oder Vermerke zu IFRS 5. Weder schließt er Sachverhalte, die in den Anwendungsbereich von IFRS 5 fallen aus, noch enthält er spezielle Regelungen für aufgegebene Geschäftsbereiche. Auch IFRS 5 enthält keine Regelungen zur Konsolidierung von Transaktionen im Zusammenhang mit der Trennung von fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen.
A. Einführung und Aufbau der Arbeit: Diese Einführung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Relevanz der IFRS-Rechnungslegung und stellt den Konflikt zwischen dem Konsolidierungsgebot und den IFRS 5-Vorschriften dar.
B. Theoretische Grundlagen der Standards IFRS 10 und IFRS 5: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament zu IFRS 10 und IFRS 5, definiert zentrale Begriffe wie Veräußerungsgruppen sowie aufgegebene Geschäftsbereiche und verdeutlicht die zugrundeliegende Problematik.
C. Varianten der Darstellung aufgegebener Geschäftsbereiche: Anhand eines Fallbeispiels werden drei gängige Darstellungsvarianten für innerkonzernliche Transaktionen analysiert und ihre Wirkungsweise erläutert.
D. Prozess bis zur Veröffentlichung des neuen IDW RS HFA 2: Hier wird der Prozess der Meinungsbildung beim IFRS IC und die darauf aufbauende nationale Anpassung durch das IDW kritisch nachgezeichnet.
E. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei der Autor eine Empfehlung für die "Incremental"-Variante ausspricht, da diese die wirtschaftlichen Auswirkungen einer discontinued operation besser abbildet.
IFRS 10, IFRS 5, Konzernabschluss, aufgegebene Geschäftsbereiche, Konsolidierung, innerkonzernliche Transaktionen, Zwischenerfolgseliminierung, IDW RS HFA 2, Bilanzierung, Gesamtergebnisrechnung, Informationsfunktion, Prognoserelevanz, discontinued operations, Veräußerungsgruppe.
Die Arbeit analysiert, wie innerkonzernliche Transaktionen zwischen fortgeführten Bereichen und aufgegebenen Geschäftsbereichen (discontinued operations) unter Berücksichtigung der strengen Konsolidierungsvorgaben nach IFRS 10 und den spezifischen Regeln des IFRS 5 korrekt abgebildet werden können.
Die zentralen Felder sind die Konzernrechnungslegung nach IFRS, die Anwendung von IFRS 5 auf aufgegebene Geschäftsbereiche, die Konfliktfelder zwischen diesen Standards und die verschiedenen Darstellungsmethoden, die in der Praxis diskutiert werden.
Das Ziel ist die kritische Würdigung des internationalen und nationalen Entscheidungsprozesses zur Darstellung innerkonzernlicher Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen, um eine sachgerechte Abbildung in der Gesamtergebnisrechnung zu identifizieren.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung bestehender Rechnungslegungsstandards, Interpretationen des IFRS IC und Stellungnahmen des IDW basiert, ergänzt durch ein fallbasiertes Beispiel zur Veranschaulichung der Varianten.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Konsolidierung, die Besonderheiten des IFRS 5, die drei gängigen Darstellungsvarianten ("Stand alone", "Konsolidiert", "Incremental") anhand eines Beispiels sowie den Prozess der Neufassung der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 2.
Wesentliche Begriffe sind IFRS 10, IFRS 5, Konsolidierung, aufgegebene Geschäftsbereiche, innerkonzernliche Transaktionen, IDW RS HFA 2 und Prognoserelevanz.
Die "Incremental"-Variante stellt eine abgewandelte Form dar, bei der Eliminierungen vorrangig im aufgegebenen Bereich vorgenommen werden. Sie wird oft als präziser angesehen, da sie die fortgeführte Geschäftstätigkeit so darstellt, wie sie nach dem Abgang voraussichtlich bestehen wird ("as if"-Darstellung).
Das IDW hat seine nationale Stellungnahme IDW RS HFA 2 angepasst, um sie in Einklang mit der international verbindlicheren Sichtweise des IFRS IC zu bringen, die der vollständigen Konsolidierung Vorrang einräumt.
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