Fachbuch, 2021
59 Seiten
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Begründete Ein- und Ausgrenzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Geistiges Handicap
2.2 Soziale Ungleichheit
2.3 Theorien der sozialen Ungleichheit
2.4 Empowerment-Ansatz
2.5 Vier Konzepte der Selbstbestimmung nach Anne Waldschmidt
2.6 Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci und Ryan
2.7 Ressourcen und die Wichtigkeit für den Empowerment-Prozess
2.8 Copingprozess
3 Behinderung als soziale Ungleichheit?
3.1 Das Recht von Menschen mit Handicap auf Inklusion
3.2 Selbstbestimmung bei Menschen mit Handicap aus rechtlicher Perspektive
3.3 Soziale Ungleichheit und Selbstbestimmung aus sozialarbeiterischer Perspektive
3.4 Empowerment als Leitlinie der Sozialen Arbeit
3.5 Ressourcenaktivierung und Ressourcendiagnostik
3.6 Methoden der Ressourcendiagnostik aus sozialarbeiterischer Perspektive
3.7 Strategien zur Aktivierung personaler Ressourcen
3.8 Hindernisse und Widerstände der Umsetzung von Empowerment aus sozialarbeiterischer Perspektive
4 Forschungsmethode
5 Auswertung und Diskussion der Interviews subjektiv Betroffener
5.1 Hypothesen
5.2 Persönlich empfundene Stärken
5.3 Stärken laut dem persönlichen Umfeld
5.4 Lösung von Problemen
5.5 Netzwerke der Betroffenen
5.6 Wünsche und Träume
5.7 Diskussion der Ergebnisse
5.8 Ergebnisse im Zusammenhang mit den Hypothesen
5.9 Kritische Reflexion des Forschungsprozesses
6 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept des Empowerments in der Behindertenarbeit genutzt werden kann, um strukturellen Benachteiligungen und sozialer Ungleichheit entgegenzuwirken, wobei der Fokus auf dem autonomen Handeln von Menschen mit Handicap liegt.
3.7 Strategien zur Aktivierung personaler Ressourcen
Mögliche Strategien für eine erfolgreiche Ressourcenaktivierung betroffener Personen sind zum einen die Kommunikativen und zum anderen die systemisch-lösungsorientierten Strategien (vgl. Lenz (2011): S. 212ff.).
Hier soll es also um bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten von professionellen Unterstützer/innen gehen, die in der Interaktion zur betroffenen Person Anwendung finden.
Die kommunikative Strategie zur Aktivierung personaler Ressourcen ist laut Grawe (1998) auf der Ebene der Kommunikation in zwei Ebenen aufgeteilt. Zum einen in die prozessuale Aktivierung und zum anderen in die inhaltliche Aktivierung (Grawe (1998): zitiert nach Lenz (2011): S. 212).
In der prozessualen Aktivierung geht es darum, das Beziehungsangebot zwischen Unterstützer/in und betroffener Person auf Grundlage der Neigungen, Präferenzen und Reaktionsbereitschaften der Betroffenen zu gestalten. Die Stärken werden hierbei in der Regel nicht explizit thematisiert und herausgearbeitet (vgl. Lenz (2011): S. 212).
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik struktureller Benachteiligung und Definition des Ziels der Arbeit, Empowerment als Antwort auf soziale Ungleichheit zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung zentraler Begriffe wie geistiges Handicap, soziale Ungleichheit, Empowerment-Ansatz sowie Selbstbestimmung und Ressourcenkonzepte.
3 Behinderung als soziale Ungleichheit?: Diskussion rechtlicher und sozialarbeiterischer Aspekte von Inklusion, Ressourcenaktivierung und Hindernissen bei der praktischen Umsetzung.
4 Forschungsmethode: Darstellung des qualitativen Forschungsdesigns mittels Experteninterviews in einer Wohngruppe für Menschen mit geistigem Handicap.
5 Auswertung und Diskussion der Interviews subjektiv Betroffener: Auswertung der erhobenen Daten zu Stärken, Problemlösungen und Netzwerken der Betroffenen und Abgleich mit den Hypothesen.
6 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Bestätigung des Potenzials ressourcenorientierten Empowerments zur Überwindung struktureller Benachteiligungen.
Empowerment, Soziale Arbeit, Menschen mit Handicap, Inklusion, soziale Ungleichheit, Ressourcenaktivierung, Ressourcendiagnostik, Selbstbestimmung, Behindertenhilfe, Coping, Lebensqualität, Partizipation, Empowerment-Ansatz, soziale Netzwerke, qualitative Forschung.
Die Arbeit untersucht das Empowerment-Konzept im Kontext der Behindertenarbeit, um Menschen mit Handicap Möglichkeiten aufzuzeigen, trotz struktureller Benachteiligungen autonom am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Die zentralen Felder umfassen soziale Ungleichheit, rechtliche Rahmenbedingungen für Inklusion, Methoden der Ressourcendiagnostik sowie die Analyse von Barrieren in der professionellen Praxis.
Das Ziel ist es, Methoden für Sozialarbeiter/innen zu identifizieren, mit denen sie Ressourcen von Menschen mit Handicap stärken können, um diesen zu einem selbstbestimmten Alltag zu verhelfen.
Der Autor führt eine qualitative Untersuchung mittels Leitfadeninterviews mit fünf Bewohnern einer Wohngruppe für Menschen mit geistigem Handicap durch.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die rechtliche und fachliche Einordnung von Behinderung als soziale Ungleichheit sowie die Diskussion der Ergebnisse der eigenen Erhebung.
Wichtige Begriffe sind Empowerment, Inklusion, Ressourcenaktivierung, Soziale Ungleichheit, Selbstbestimmung und Behindertenarbeit.
Die Interviews zeigen, dass die Probanden aufgrund struktureller Einschränkungen und mangelnder Anerkennung im Alltag Schwierigkeiten haben, eigene Potenziale wahrzunehmen und konstruktiv zu formulieren.
Hürden sind insbesondere intrapersonale und institutionelle Widerstände, wie etwa Amtsroutinen, Zeitmangel im Arbeitsalltag und Machtgefälle in der professionellen Unterstützung.
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