Bachelorarbeit, 2020
54 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theorieteil
2.1. Die Bedeutung von Bildung für Kinder und Jugendliche – ein erweitertes Bildungsverständnis
2.1.1. Der Bildungsbegriff
2.1.2. Informelle Bildung
2.1.3. Nicht-formelle Bildung
2.1.4. Formelle Bildung
2.2. Aufgaben der Institution Schule als Ort formeller Bildung
2.2.1. Der schulische Bildungsauftrag
2.2.2. Erziehung in der Schule
2.2.3. Schule als Sozialisationsinstanz
2.2.4. Ein erweitertes Bildungsverständnis im schulischen Kontext
2.3. Voraussetzungen schulischen Bildungserfolgs
2.3.1. Der Erfolg schulischer Bildung in Abhängigkeit von der sozialen Herkunft
2.3.2. Der Stellenwert sozialer Kompetenzen am Lernort Schule
2.4. Die Bedeutung von Bildung aus Sicht von Schulsozialarbeit
2.4.1. Begriffsbestimmung und rechtliche Verortung von Schulsozialarbeit
2.4.2. Der Bildungsauftrag von Schulsozialarbeit
2.4.3. Kooperation von Schule und Kinder- und Jugendhilfe
2.4.4. Unterschiedliche Perspektiven auf die Legitimation von Schulsozialarbeit
2.4.5. Zielgruppen von Schulsozialarbeit
2.5. Lebensweltorientierung als Handlungsorientierung von Schulsozialarbeit
2.5.1. Lebensweltorientierte Schulsozialarbeit
2.5.2. Förderung von Anschlussfähigkeit
2.6. Soziales Lernen als Aufgabenfeld von Schulsozialarbeit
2.6.1. Soziales Lernen und Sozialkompetenz
2.6.2. Sozialpädagogische Gruppenarbeit
2.6.3. Konfliktbewältigung
3. Die empirische Bearbeitung der Bedeutung sozialen Miteinanders und sozialen Lernens in der Institution Schule
3.1. Darstellung und Begründung der Fragestellung
3.2 Begründung des methodischen Vorgehens
3.3 Beschreibung der Stichprobe
4. Darstellung der Ergebnisse
4.1. Die Bedeutung von sozialen Kompetenzen in der Institution Schule
4.2. Soziales Lernen im Kontext Schule
4.3. Unterstützung durch die Schulsozialarbeit
5. Diskussion
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung sozialer Kompetenzen für den schulischen Erfolg von Kindern und Jugendlichen. Dabei liegt der Fokus auf der Perspektive von Lehrkräften sowie der Rolle der Schulsozialarbeit als Unterstützung bei der Förderung sozialen Lernens, um Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule und Jugendhilfe aufzuzeigen.
1. Einleitung
Bildung im Kindes- und Jugendalter gilt heute mehr denn je als Schutz vor den Folgen wirtschaftlichen und sozialen Wandels, wie Arbeitslosigkeit, Armut und sozialer Ausgrenzung. Die Politik fordert daher mehr und bessere Bildung, und zwar für alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen zugänglich (vgl. Steiner 2018, S. 111). Im Zuge des momentan stark voranschreitenden Ausbaus von Ganztagsschulen (vgl. Luplow u. Schneider 2018, S. 187) wird der Forderung nach mehr Zeit in der Institution Schule bzw. mehr Bildung Rechnung getragen, sofern man den Begriff der Bildung zunächst auf die Institution Schule projiziert. Wird der Bildungsbegriff als kritische Auseinandersetzung des Individuums mit seiner Umwelt betrachtet (vgl. Horstkemper u. Tillmann 2016, S. 16), wird die Institution Schule diesem allein zwar nicht gerecht, jedoch sieht das Gesellschaftssystem seit langer Zeit vor, dass Kinder und Jugendliche zum Erwerb von Bildung jene Einrichtung besuchen (vgl. Maschke u. Stecher 2018, S. 150).
Somit ist der Kontext Schule eine wesentliche Instanz, wenn das Thema Bildung von Kindern und Jugendlichen behandelt wird, da nur dort die formalen Voraussetzungen für die nächsthöhere Bildungsinstanz erworben werden können. Die Forderung nach besserer Bildung ist, trotz Fokussierung auf die Schule, begrifflich und inhaltlich so weit gefasst, dass sie zunächst auf bearbeitbare Teilaspekte reduziert werden muss. Einer dieser Teilaspekte ist die Förderung sozialer Kompetenzen, der durch soziales Lernen nachgekommen werden kann. Soziale Kompetenzen sind nötig, um in nahezu allen Lebenssituationen handlungsfähig zu sein. Die soziale Entwicklung ist ein großer Teil der Persönlichkeitsentwicklung des Menschen und ist im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsbegriffs gleichermaßen wichtig wie das Anhäufen fachlichen Wissens (vgl. Klein u. Thimm 2004, S. 13f.).
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Bedeutung von Bildung als Schutzfaktor im sozialen Wandel und führt in die zentrale Fragestellung der Förderung sozialer Kompetenzen an Schulen ein.
2. Theorieteil: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Bildung, die Aufgaben der Schule, die Bedeutung sozialer Kompetenzen und das Handlungsfeld der Schulsozialarbeit.
3. Die empirische Bearbeitung der Bedeutung sozialen Miteinanders und sozialen Lernens in der Institution Schule: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Forschung sowie die Durchführung und Reflexion der Interviews mit Lehrkräften dargelegt.
4. Darstellung der Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die Interviewergebnisse zur Bedeutung sozialer Kompetenzen, zum sozialen Lernen und zur Wahrnehmung der Schulsozialarbeit durch Lehrkräfte.
5. Diskussion: Im Diskussionsteil werden die Forschungsergebnisse kritisch eingeordnet und mit den theoretischen Ausführungen verknüpft.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit struktureller Verbesserungen für eine intensivere Kooperation zwischen Schule und Schulsozialarbeit.
Soziale Arbeit, Schulsozialarbeit, Soziale Kompetenz, Soziales Lernen, Klassengemeinschaft, Bildung, Schule, Erziehung, Kooperation, Jugendhilfe, Lebensweltorientierung, Sozialisation, Lehrerrolle, Schulerfolg, Prävention
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Schulsozialarbeit bei der Förderung sozialer Kompetenzen an Schulen und deren Auswirkung auf das soziale Miteinander sowie den schulischen Lernerfolg.
Zentrale Themen sind der schulische Bildungs- und Erziehungsauftrag, das Konzept des sozial-emotionalen Lernens sowie die Kooperation zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern.
Ziel ist es, die Perspektive von Lehrkräften auf soziales Lernen zu erfassen und herauszuarbeiten, wie Schulsozialarbeit zur Verbesserung der Klassengemeinschaft beitragen kann.
Es wurde eine qualitative Forschungsmethode angewandt, konkret leitfadengestützte Interviews mit fünf Lehrkräften an zwei Schulen in Osnabrück.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Bedeutung von Bildung und sozialem Lernen sowie einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der Lehrkräfteinterviews darstellt.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Schulsozialarbeit, soziale Kompetenz, Klassengemeinschaft und Kooperation.
Die befragten Lehrkräfte bewerten die Unterstützung durch Schulsozialarbeit überwiegend positiv als notwendige Entlastung und Korrektiv, äußern teilweise jedoch Kritik an der unterschiedlichen Statuswahrnehmung innerhalb der Institution.
Herausforderungen ergeben sich aus Informationsdefiziten über die Rollen der jeweils anderen Profession sowie aus Hierarchie- und Machtdebatten zwischen Lehrkräften und pädagogischem Personal.
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