Bachelorarbeit, 2020
63 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Was ist Hochbegabung?
1.1 Definition Begabung
1.2 Definition Hochbegabung
1.2.1 Marburger Hochbegabtenprojekt von Rost (1987)
1.2.2 Drei-Ringe-Modell (Renzulli 1993) und seine Weiterentwicklung
1.2.3 Münchner Hochbegabungsmodell (Heller 1992)
1.3 Merkmale
1.4 Identifikation von Hochbegabung
1.4.1 subjektive Verfahren
1.4.2 Objektive Verfahren
2. Underachievement
2.1 Definition
2.1.1 Merkmale
2.1.2 Underachiever-Typen
2.2 Ursachen
2.3 Identifikation
2.4 Studien
3. Underachiever in der Schule
3.1 Einmal Underachiever, immer Underachiever?
3.2 Leistungsverweigerung
3.3 Rolle der Motivation
3.4 Fördermaßnahmen
3.4.1 Montessori-Pädagogik
3.4.2 Sonderpädagogisches Modell der Erziehung und Bildung
3.4.3 Mentoring
3.4.4 Forder-Förder-Projekt
3.4.5 Lernstrategiekurse für begabte Kinder
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Phänomen Underachievement bei hochbegabten Schülern zu vertiefen und ein besseres Verständnis für deren schulische Situation zu entwickeln, um geeignete Präventions- und Förderansätze zu identifizieren.
1.2.1 Marburger Hochbegabtenprojekt von Rost (1987)
Bei dem Marburger Hochbegabtenprojekt handelt es sich um eine Längsschnittstudie, die an der Marburger Universität 1987 unter der wissenschaftlichen Leitung des Psychologen Detlef Rost durchgeführt wurde. Die Studie basiert auf einer Untersuchung von ca. 300 Kindern aus der dritten Jahrgangsstufe, die aus rund 7000 Schulkindern ausgesucht wurden. Darunter fanden sich 151 hochbegabte und 136 normal begabte Kinder. 1994 wurde sie erweitert, indem die Kinder ein zweites Mal im Alter von 15 Jahren untersucht wurden. Dabei wurden einerseits 118 hochbegabte Jugendliche und andererseits 112 Jugendliche ohne Hochbegabung gegenübergestellt, welche aufgrund ihrer Lehrer jedoch in die Kategorie von Hochleistern eingestuft wurden, sodass Gruppenvergleiche zwischen Hochbegabten und Hochleistern im Rahmen des Marburger Hochbegabtenprojekts durchgeführt werden konnten (vgl. Jacob 2016, S. 51f.). Die beiden Gruppen wurden anhand von Intelligenztests und psychosozialen diagnostischen Verfahren verglichen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf deren Lebenswelt, hemmende und fördernde Entwicklungsbedingungen und der Frage der Stabilität von Hochbegabung gelegt. Außerdem sollten Persönlichkeit, Selbstkonzept, Interessen, Emotionen und Motive zusätzlich untersucht werden sowie die Entwicklung der durchschnittlich begabten Jugendlichen. Ergänzend dazu wird die Relevanz der Untersuchung des familiären Kontextes von hochbegabten Kindern betont, da diese besonders wichtig für die Beratung sei (vgl. Preckel & Vock 2013, S. 57).
1. Was ist Hochbegabung?: Das Kapitel bietet eine Einführung in die theoretischen Grundlagen, Definitionen sowie psychologische Modelle der Hochbegabung.
2. Underachievement: Hier wird die Sonderform der Minderleistung definiert, ihre Ursachen analysiert und verschiedene Typologien von Underachievern vorgestellt.
3. Underachiever in der Schule: Dieses Kapitel thematisiert die spezifischen Herausforderungen im schulischen Kontext und evaluiert verschiedene Fördermaßnahmen wie Mentoring und spezielle Lernstrategiekurse.
4. Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Identifikation sowie individualisierter Förderansätze.
Hochbegabung, Underachievement, Minderleistung, Intelligenz, Schulleistung, Leistungsverweigerung, Motivationsförderung, Forder-Förder-Projekt, Montessori-Pädagogik, Identifikation, Mentoring, Begabtenförderung, Lernstrategien, Selbstkonzept, Schulpädagogik
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von hochbegabten Schülern, die trotz hoher kognitiver Potenziale keine entsprechenden Schulleistungen erbringen, den sogenannten Underachievern.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Hochbegabung, die theoretische Einordnung des Underachievements, Ursachenforschung für Minderleistungen sowie verschiedene Ansätze zur schulischen und außerschulischen Förderung.
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die komplexe Situation von Underachievern im Schulalltag zu schaffen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch adäquate Interventionen eine Leistungssteigerung und Stabilisierung des Selbstvertrauens erreicht werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogischer und psychologischer Studien und Modelle zur Hochbegabungsforschung sowie der Auswertung von Fallstudien.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen und Typen des Underachievements, untersucht die Ursachen für schulische Minderleistungen und stellt konkrete Förderkonzepte wie das Forder-Förder-Projekt, Mentoring und Lernstrategiekurse vor.
Die Kernbegriffe sind Hochbegabung, Underachievement, Minderleistung, schulische Förderung, Motivation und Identifikation.
Die Differenz zwischen diesen beiden Altersdefinitionen ist ein wesentlicher Faktor für Fehlentscheidungen bei der Einschulung und kann bei Kindern zu erheblichen Schwierigkeiten führen, da ihr intellektuelles Potenzial nicht immer mit ihrer emotionalen oder psychischen Reife korreliert.
Das Elternhaus spielt eine entscheidende Rolle, da eine unterstützende Atmosphäre und ein stabiles soziales Umfeld maßgeblich dazu beitragen können, Versagensängste abzubauen und die Motivation zur Leistungsentfaltung zu fördern.
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