Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Vorgehensweise und Ziel der Arbeit
2 Methodologie
2.1 Theoretische Grundlagen
2.1.1 Moneyness der Optionen
2.1.2 Innerer Wert und Zeitwert
2.2 Volatilität
2.3 Black-Scholes Modell
2.4 Einführung der Greeks
2.4.1 Delta
2.4.2 Gamma
2.4.3 Theta
2.4.4 Vega
2.4.5 Rho
3 Daten
3.1 Datensatz
3.2 Datenaufbereitung
3.3 Risikoloser Zinssatz
3.4 Stationarität
4 Empirische Analyse
4.1 Restlaufzeit
4.1.1 Delta einer Kaufoption mit langer Restlaufzeit vs. kurzer Restlaufzeit
4.1.2 Gamma einer Kaufoption mit langer Restlaufzeit vs. kurzer Restlaufzeit
4.1.3 Theta einer Kaufoption mit langer vs. kurzer Restlaufzeit
4.1.4 Vega einer Kaufoption mit langer Restlaufzeit vs. kurzer Restlaufzeit
4.1.5 Rho einer Kaufoption mit langer vs. kurzer Restlaufzeit
4.2 Volatilität
4.2.1 Delta einer Kaufoption mit unterschiedlichen Volatilitäten
4.2.2 Gamma einer Kaufoption mit unterschiedlichen Volatilitäten
4.2.3 Theta einer Kaufoption mit unterschiedlichen Volatilitäten
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Einfluss verschiedener Parameter auf die sogenannten "Greeks" bei europäischen Kaufoptionen (Calls) zu untersuchen. Anhand empirischer historischer Aktienkursdaten der Deutschen Bank AG und der E.ON AG wird unter Anwendung des Black-Scholes-Modells analysiert, wie sich der Wert der Sensitivitätskennzahlen bei Variationen in der Restlaufzeit, der Volatilität und anderen Faktoren verändert, um so ein tieferes Verständnis für die Risikosteuerung und Absicherungsstrategien zu erlangen.
4.1.2 Gamma einer Kaufoption mit langer Restlaufzeit vs. kurzer Restlaufzeit
Bei der Analyse von Gamma wird eine Kaufoption mit dreimonatiger Restlaufzeit mit einer Kaufoption von einem Jahr verglichen, wobei wiederum alle anderen Parameter identisch mit der Ausgangsposition sind.
Betrachtet man die beiden Graphen36, stellt man zunächst fest, dass das Gamma einer Option vom theoretischen Nullpunkt vom „aus-dem-Geld-Zustand“ exponentiell ansteigt. Das Maximum erreicht das Gamma, wenn sich der Aktienkurs in der Nähe des Basiswertes befindet (am Geld steht), um danach wieder im „im-Geld-Zustand“ bis zum theoretischen Nullpunkt zu sinken. Da das Gamma einer Option angibt, wie stark sich das Delta ändert, wenn sich der Kurs des Basiswertes um eine Einheit ändert, kann man daraus schlussfolgern, dass das Delta sehr empfindlich gegenüber Optionen ist, die nah am Geld liegen.
Beide Optionen erreichen ein Maximum, sobald diese sich am Geld befinden. Jedoch hat die Option mit dreimonatiger Laufzeit ein wesentlich größeres Gamma als die Option mit einjähriger Laufzeit. Dies lässt sich auf die Sensibilität des Deltas zurückführen. Eine Option mit kurzer Laufzeit reagiert deutlich stärker auf Kursveränderungen als eine Option mit langer Laufzeit. Man kann diesen Effekt besser verstehen, wenn man erneut die Deltas zweier Kaufoptionen mit unterschiedlicher Restlaufzeit betrachtet. Hier zeigt sich, dass das Delta einen deutlich sichtbaren steileren Verlauf für eine Option mit dreimonatiger Laufzeit als für eine Option mit einer Laufzeit von einem Jahr aufweist. Es lässt sich hiermit festhalten, dass je sensibler die Veränderung des Deltas ist, desto höher das Gamma. Dies ist insbesondere im Bereich des Ausübungspreises der Fall, da eine kleine Veränderung des Aktienpreises das Delta verhältnismäßig stark beeinflusst.
1 Einleitung: Einführung in die Finanzmarktentwicklung, die Bedeutung derivativer Instrumente zur Risikominimierung und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Methodologie: Vermittlung der theoretischen Grundlagen zu Optionen, Volatilität, dem Black-Scholes-Modell und der mathematischen Herleitung der einzelnen Greeks.
3 Daten: Beschreibung der Datengrundlage, der Datenaufbereitung für historische Kurse und der Anpassung an risikolose Zinssätze sowie Kriterien zur Stationarität.
4 Empirische Analyse: Untersuchung des Einflusses von Restlaufzeiten und Volatilitätsänderungen auf die verschiedenen Sensitivitätskennzahlen (Delta, Gamma, Theta, Vega, Rho).
5 Zusammenfassung: Abschließendes Fazit, das die gewonnenen Erkenntnisse über die Abhängigkeit der Kennzahlen von den untersuchten Parametern zusammenfasst und bewertet.
Optionen, Call-Option, Black-Scholes-Modell, Greeks, Delta, Gamma, Theta, Vega, Rho, Restlaufzeit, Volatilität, Risikoabsicherung, Hedging, Finanzmärkte, Derivate
Die Arbeit untersucht, wie sich verschiedene Einflussfaktoren auf die sogenannten "Greeks" – die Kennzahlen zur Messung von Risiko bei Optionen – auswirken, um deren Preisempfindlichkeit besser zu verstehen.
Die zentralen Themen sind das Black-Scholes-Bewertungsmodell, die Sensitivitätskennzahlen Delta, Gamma, Theta, Vega und Rho sowie deren Abhängigkeit von Restlaufzeit und Volatilität.
Ziel ist es, die Auswirkungen von Veränderungen der Laufzeit und Volatilität auf die Kennzahlen zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese das Risiko- und Absicherungsverhalten von Anlegern beeinflussen.
Es handelt sich um eine empirische Untersuchung, die auf historischen Schlusskursen von Aktien basiert, welche mit mathematischen Modellen der Optionsbewertung (Black-Scholes) verarbeitet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Methodik und eine anschließende empirische Analyse, in der gezielt Kaufoptionen hinsichtlich Restlaufzeit und Volatilität vergleichen werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Optionsbewertung, Greeks, Volatilität, Restlaufzeit und Hedging charakterisiert.
Nein, die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Branche keine Rolle spielt, da Optionen als Derivate eine definierte mathematische Struktur aufweisen.
Die Arbeit stellt fest, dass Optionen mit kürzerer Restlaufzeit ein wesentlich größeres Gamma aufweisen, da sie sensitiver auf Kursveränderungen reagieren.
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