Diplomarbeit, 2002
91 Seiten, Note: 1
1. EINFÜHRUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Kulturvergleichende Studien
2.1.1 Die fünf Kulturdimensionen nach Hofstede
2.1.2 Theorien von Edward T. Hall
2.1.2.1 „High-context“- vs. “Low-context”- Kulturen
2.1.2.2 Polychrone vs. monochrone Kulturen
2.1.3 Aufgabenorientierte vs. beziehungsorientierte Kulturen nach Gesteland
2.2 Internationales Management in unterschiedlichen Kulturkreisen
2.2.1 Berücksichtigung des fremden Umfeldes
2.2.2 Interkulturelle Verhandlungen
2.2.2.1 Der Einfluss der Kultur auf Verhandlungen
2.2.2.2 Die Bedeutung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit
2.2.3 Qualifikationserfordernisse eines Auslandsmanagers
2.3 Länderprofil Ägypten
2.3.1 Wirtschaftslage
2.3.2 Politik
2.2.3 Bildung
2.3.4 Religion
2.3.5 Medienfreiheit
2.3.6 Familienstruktur
2.3.7 Bilaterale Beziehungen zwischen Ägypten und Deutschland
3. UNTERSUCHUNGSMODELL ZUR INTERKULTURELLEN INTERAKTION
3.1 Modellkomponenten
3.1.1 Stereotypen
3.1.2 Arbeitsbezogene Wertvorstellungen
3.1.2.1 Einstellung zu Arbeit und Zeit
3.1.2.2 Unterschiedliche Verhandlungsstile
3.1.2.3 Einstellung zu Mitarbeitern und Kollegen
3.1.3 Kulturbedingte Wertvorstellungen
3.1.3.1 Die gesellschaftliche Struktur
3.1.3.2 Wertvorstellungen aufgrund religiöser Dogmen
3.2 Modellzusammenführung
3.2.1 Grafische Darstellung
3.2.2 Hypothesen zu Stereotypen
3.2.3 Hypothesen zu arbeitsbezogene Wertvorstellungen
3.2.4 Hypothesen zu kulturbedingten Wertvorstellungen
3.3 Modelldurchführung
4. EMPIRISCHE STUDIE
4.1 Überblick
4.2 Grundgesamtheit
4.3 Empirische Befunde zu kulturbedingten Verständnis und Verhandlungsschwierigkeiten
4.3.1 Stereotypen
4.3.1.1 Allgemeine Urteile über Ägypter
4.3.1.2 Allgemeine Urteile über Deutsche
4.3.1.3 Selbstbild versus Fremdbild
4.3.2 Arbeitsbezogene Wertvorstellungen
4.3.2.1 Allgemeine Haltung zur Arbeit
4.3.2.2 Allgemeine Haltung zu Kollegen und Mitarbeitern
4.3.2.3 Urteile über die deutsch-ägyptische Zusammenarbeit
4.3.2.4 Bewertung der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit
4.3.3 Kulturbedingte Wertvorstellungen
4.3.3.1 Worauf Deutsche und Ägypter stolz sind
4.3.3.2 Heikle Themen und Tabuthemen
4.3.3.3 Sitten, Gebräuche und Umgangsformen
5. ERGEBNIS UND SCHLUSSFOLGERUNG
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Implikationen für die Theorie
5.3 Implikationen für die Praxis
5.4 Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, kulturbedingte Hindernisse in der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit auf der oberen Managementebene zu lokalisieren und kulturelle Unterschiede sowie Abweichungen in den Wertesystemen zu erklären, um daraus praktische Verbesserungsvorschläge für deutsche Geschäftsleute abzuleiten.
1.1 Problemstellung
Wenn Personen unterschiedlicher kultureller Herkunft miteinander verhandeln oder zusammenarbeiten sollen, gehören Verständnisschwierigkeiten zur Tagesordnung, weil ihre Arbeitsstile, Wertvorstellungen und Kommunikationsregeln sowie Denk- und Verhaltensweisen kulturspezifisch sind. Diese unsichtbaren kulturellen Grenzen können zu Missverständnissen, Konflikten und Fehlschlägen führen, welche eine effiziente Zusammenarbeit verhindern. Aus alltäglichen Handlungen, die zwischen Angehörigen des gleichen Kulturkreises zur unbewussten Routine geworden sind, entstehen in interkulturellen Interaktionen völlig unerwartete Probleme und Konfliktsituationen.
Jedes Unternehmen, das auf ausländischem Boden geschäftlich tätig ist bzw. werden will, muss sich mit vielfältigen und unbekannten Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Wer auf ausländischen Märkten erfolgreich sein will, muss seinen Markt kennen. Neben dem Wissen um rechtliche, wirtschaftliche und politische Bedingungen des Landes gilt es, die reichlich vorhandenen Stolpersteine auf den Kommunikations- und Handelswegen einer anderen Kultur geschickt zu umgehen. Fremde Mentalitäten, Sitten und Gebräuche schaffen andere Gesetzmäßigkeiten, die zunächst "übersetzt" werden müssen.
Für internationale Unternehmen ist Ägypten einer der interessantesten und zukunftsträchtigsten Märkte des Nahen Ostens und der arabischen Welt. Mit einer Bevölkerung von rund 65 Millionen Einwohnern, relativ stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit einer Politik der marktwirtschaftlichen Erneuerung, bietet das aufstrebende Land am Nil allgemein günstige Perspektiven für ausländische Engagements.
1. EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im interkulturellen Kontext, definiert das Ziel der Arbeit als praktischen Leitfaden für Führungskräfte und skizziert die methodische Vorgehensweise.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Es werden grundlegende Modelle kulturvergleichender Studien (Hofstede, Hall, Gesteland) vorgestellt und spezifische Rahmenbedingungen des ägyptischen Wirtschafts- und Soziallebens beleuchtet.
3. UNTERSUCHUNGSMODELL ZUR INTERKULTURELLEN INTERAKTION: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse zu Stereotypen und Werten, um Hypothesen für die empirische Analyse abzuleiten.
4. EMPIRISCHE STUDIE: Hier werden die Ergebnisse der Befragung von 108 Führungskräften präsentiert, die sich mit Wahrnehmungen, Problemen und Erfolgsfaktoren in der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit beschäftigen.
5. ERGEBNIS UND SCHLUSSFOLGERUNG: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, mit den initialen Hypothesen abgeglichen und in praktische sowie theoretische Implikationen überführt.
Interkulturelles Management, Deutsch-ägyptische Zusammenarbeit, Kulturdimensionen, Hofstede, Geschäftsverhandlungen, Ägypten, Managementstile, Unternehmenskultur, Stereotypen, Wertvorstellungen, Auslandseinsatz, Interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, Religion, Wirtschaftsraum Ägypten.
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Verständnisschwierigkeiten, die bei der geschäftlichen Zusammenarbeit zwischen deutschen und ägyptischen Führungskräften aufgrund unterschiedlicher kultureller Hintergründe entstehen.
Zentrale Themen sind interkulturelle Kommunikation, unterschiedliche Zeitauffassungen, religiös geprägte Wertvorstellungen sowie die Familienstruktur und deren Einfluss auf das Arbeitsverhalten in Ägypten.
Das Ziel ist die Lokalisierung spezifischer kultureller Hindernisse in der deutsch-ägyptischen Zusammenarbeit, um daraus konkrete Empfehlungen für deutsche Manager zu entwickeln.
Die Autorin verwendet eine empirische Untersuchung, bei der Fragebögen an 60 deutsche und 48 ägyptische Führungskräfte verteilt und mittels statistischer Auswertungen analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Kulturdimensionen und Länderprofilen sowie eine detaillierte empirische Studie, die das Eigen- und Fremdbild beider Nationalitäten analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Landeskultur", "Interkulturelle Interaktion", "Managementstil", "Stereotypen" und "Wertesysteme" geprägt.
Die durchschnittliche Bewertung liegt im Schulnotensystem bei einer guten Zwei, wobei es keine direkte Korrelation zwischen der Dauer der Arbeitsbeziehung und der Note gibt.
Da der Islam das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Ägypten maßgeblich beeinflusst, ist die Kenntnis religiöser Werte und Tabus essenziell, um Fettnäpfchen in der beruflichen Kommunikation zu vermeiden.
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