Examensarbeit, 2010
122 Seiten, Note: 1,0
1 EINFÜHRUNG
1.1 ZIELSETZUNG UND FRAGESTELLUNG
2 ÜBERBLICK UND BEGRIFFSDEFINITION
2.1 VIETNAM – GEOGRAPHISCHE HINTERGRUNDINFORMATIONEN
2.2 HANOI – EINE STADT IN SÜDOSTASIEN
2.3 HANOI IM SIEDLUNGSSYSTEM VIETNAMS
2.3.1 Lage Hanois
2.3.2 Administrative Gliederung
2.3.3 Agglomerationsräume in Vietnam
3 HISTORISCHE ENTWICKLUNG HANOIS
3.1 STADTGRÜNDUNG UND VORKOLONIALE PHASE
3.2 FRANZÖSISCHE KOLONIALHERRSCHAFT
3.2.1 Unkontrollierte städtebauliche Entwicklung bis 1920
3.2.2 Koordinierte Planungsmaßnahmen bis zur Revolution
3.2.3 Hanoi im Unabhängigkeitskampf bis zum Ende der französischen Kolonialherrschaft
3.3 HANOI IN DER PHASE STAATLICHER PLAN- UND VERWALTUNGSWIRTSCHAFT
3.3.1 Bevölkerungsentwicklung im zweiten Indochinakrieg
3.3.2 Stadtplanung unter sozialistischer Ideologie
3.4 EXKURS: HANOI ALS ÖKOLOGISCHER RAUM
3.4.1 Stadtklima
3.4.2 Schadstoffbelastung
3.5 DIE WIRTSCHAFTLICHE ERNEUERUNG „DOI MOI“
3.5.1 Der Transformationsprozess in Vietnam
3.5.2 „Doi Moi“ – Auswirkungen auf Hanoi
3.6 UNTERSUCHUNGSAREAL: 36-GASSEN-GEBIET
3.6.1 Transformationsprozesse in den unterschiedlichen städtebaulichen Phasen
3.6.1.1 Vorkoloniale Phase
3.6.1.2 Phase der Französischen Kolonialherrschaft
3.6.1.3 Phase der staatlichen Plan- und Verwaltungswirtschaft
3.6.1.4 Das „36-Gassen-Gebiet“ seit Doi Moi
3.6.2 Straßenraumnutzung im „36-Gassen-Gebiet“
3.6.3 Wohnnutzung und Raumorganisation
3.6.4 Fazit: Hindernisse und Chancen für das „36-Gassen-Gebiet“
4 DIE MUNICIPALITY IN GEGENWART UND ZUKUNFT
4.1 BEVÖLKERUNG
4.2 MIGRANTEN IN HANOI
4.3 WOHNUNGSBAU UND SOZIALRÄUMLICHE POLARISIERUNG
4.3.1 New Urban Areas
4.4 ENTWICKLUNGSPOLITIK
4.4.1 Deutschland in Vietnam
4.4.2 Nachhaltige Entwicklung der Megastadt
4.4.3 Klimaschutz durch nachhaltige Gebäudetechnik
4.4.4 Projekt „Clean Air“ Hanoi
4.4.5 „Hanoi towards the Future“
5. ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIEßENDE BEURTEILUNG
6 DIDAKTISCHE GRUNDLAGEN
6.1 SCHÜLERINTERESSEN AN SÜDOSTASIEN ALLGEMEIN
6.2 STADTENTWICKLUNG: EIN THEMA FÜR DEN EWG-UNTERRICHT!?
6.2.1 Die Bedeutung des Themas für die Schülerinnen und Schüler
6.2.2 Vernetztes Denken
6.2.3 Die Rolle der Geographie
6.2.4 Der Bezug zum Bildungsplan für die Realschule ’04
6.2.5 Exkurs: Vietnam im Kontext Schule (Klasse 5- 10)
7 DIDAKTISCHE REDUKTION
7.1 HANOI – LEBEN IN EINER SICH WANDELNDEN STADT
7.1.1 Bedingungsanalyse
7.1.1.1 Ist-Stand-Feststellung
7.1.1.2 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit
7.1.2 Sachanalyse
7.1.2.1 Hanoi – Leben in einer sich wandelnden Stadt
7.1.3 Didaktische Reflexion
7.1.3.1 Einordnung in den Bildungsplan’04
7.1.3.2 Bedeutung des Themas für die Schülerinnen und Schüler
7.1.4 Lernziele
7.1.5 Methodische Analyse
7.2 WIRTSCHAFTSSTANDORT HA NOI – DA NANG – HO CHI MINH CITY
7.2.1 Konzeption
7.2.2 Lernziele
7.2.3 Unterrichtsmethode Rollenspiel
7.2.4 Spielorganisation
7.2.5 Ablauf der Unterrichtseinheit
Die Arbeit untersucht die Stadtentwicklung Hanois als einen komplexen, historisch gewachsenen Transformationsprozess von den vorkolonialen Anfängen bis zur modernen Metropole unter Berücksichtigung sozioökonomischer Herausforderungen und globaler Einflüsse. Dabei wird der Fokus auf die Genese städtischer Strukturen sowie die Bedeutung dieser Entwicklungen für den geographischen Unterricht an Realschulen gelegt.
Unkontrollierte städtebauliche Entwicklung bis 1920
Im Jahr 1883 bestimmten die Franzosen Hanoi zur Hauptstadt des Protektorats Tonkin und wollten die Stadt als „Paris de l’ Annam“ zum Abbild der französischen Hauptstadt werden lassen. Am Reißbrett errichteten die Franzosen weitläufige Wohn- und Verwaltungsviertel, die von schachbrettmusterartigen angelegten Boulevards durchzogen wurden. Durch diese Bautätigkeiten erfuhr die Stadtfläche eine insgesamt große Erweiterung (vgl. Abb. 1 und 42). Kanäle, Flüsse, die Vielzahl an kleineren Seen und Sümpfen, die in Abbildung 11 noch erkennbar sind, wurden dabei zugeschüttet und trocken gelegt, da diese als Brutstätte für tropische Krankheiten erkannt wurden. Einzig der Westsee und der Hoam Kiem See blieben als größere Gewässer erhalten und sollten als innerstädtische Ruhezonen mit Grünanlagen umgeben werden.
Im Jahr 1889 wurde von den französischen Kolonialherren ein erster Zensus durchgeführt, der eine Bevölkerungszahl von 35.000 Personen ergab. Darunter lebten 400 Franzosen (Militärs nicht einberechnet) in einem flächenmäßig weit überdehnten Stadtteil. Dennoch ging die Bautätigkeit der Franzosen ungebremst weiter. Ihre Boulevards und typischen Villen errichteten sie hauptsächlich in Ost-West-Richtung südlich der Altstadt (Vgl. Abb. 1). Die zwei- bis dreistöckigen Villen boten im Normalfall einer französischen Familie Unterkunft und wurden von parkähnlichen Grundstücken umsäumt, die sich hinter einem Zaun oder einer Mauer erstreckten. Es kam aber nicht selten vor, dass in den sechs bis acht Räumen des Hauses nur eine Person lebte, die die Zimmer, im Gegensatz zu den multifunktionalen Tunnelhäusern des 36-Gassen-Gebiets, ausschließlich zum Wohnen nutzte.
1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Stadtentwicklung Hanois und formuliert zentrale Forschungsfragen zur siedlungsgenetischen Entwicklung sowie zum urbanen Wandel im Kontext historischer und gegenwärtiger Prozesse.
2 ÜBERBLICK UND BEGRIFFSDEFINITION: Dieses Kapitel erläutert die geographischen Hintergründe Vietnams und definiert zentrale stadtgeographische Fachbegriffe, um das Verständnis für Hanois Entwicklung im regionalen Siedlungssystem zu schärfen.
3 HISTORISCHE ENTWICKLUNG HANOIS: Hier wird die Genese der Stadt von der Gründung über die französische Kolonialzeit und die sozialistische Planwirtschaft bis hin zur Ära „Doi Moi“ detailliert analysiert.
4 DIE MUNICIPALITY IN GEGENWART UND ZUKUNFT: Der Fokus liegt auf der aktuellen demographischen und politischen Situation sowie auf den Herausforderungen durch Migration und der räumlichen Segregation in modernen „New Urban Areas“.
5. ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIEßENDE BEURTEILUNG: Dieses Kapitel bietet einen abschließenden Rückblick auf die Transformationsphasen und diskutiert Lösungsansätze für eine sozial gerechtere Stadtentwicklung.
6 DIDAKTISCHE GRUNDLAGEN: Dieser Teil befasst sich mit der theoretischen Legitimation des Themas im Geographieunterricht und erläutert die Bedeutung für das Lernen an Realschulen.
7 DIDAKTISCHE REDUKTION: Das Kapitel liefert konkrete unterrichtliche Umsetzungsbeispiele, inklusive detaillierter Unterrichtsentwürfe und methodischer Ansätze wie dem Rollenspiel zur Analyse von Wirtschaftsstandorten.
Stadtentwicklung, Hanoi, Vietnam, Transformation, Doi Moi, Urbanisierung, Siedlungsgenese, Segregation, New Urban Areas, Geographieunterricht, Sozialstruktur, Nachhaltigkeit, Migrationsdruck, Stadtmorphologie, 36-Gassen-Gebiet
Die Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Stadtentwicklung von Hanoi als einem Beispiel für den komplexen urbanen Transformationsprozess in Südostasien.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Stadtentstehung, die Auswirkungen kolonialer und sozialistischer Planung, soziale Segregation durch „New Urban Areas“ und die didaktische Aufbereitung für den Schulunterricht.
Das Ziel ist es, die bauliche, wirtschaftliche und sozialräumliche Genese Hanois zu analysieren und Möglichkeiten einer nachhaltigen sowie sozial verträglichen Stadtentwicklung aufzuzeigen.
Es liegt eine problembezogene und systemanalytische Betrachtung zugrunde, die geographische Grundlagenforschung mit fachdidaktischen Analysen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der verschiedenen Stadtentwicklungsphasen und eine Untersuchung der gegenwärtigen Situation hinsichtlich Bevölkerungswachstum, Migration und neuer Wohnsiedlungsformen.
Wichtige Begriffe sind Transformation, Doi Moi, Segregation, Suburbanisierung, Megastadt, Stadtmorphologie und Fächerverbund EWG.
Hanoi ist weltweit einzigartig in seiner baulichen Vielschichtigkeit, die durch endogene Traditionen und exogene Einflüsse wie die französische Kolonialzeit oder den Sozialismus geprägt wurde.
Die Arbeit schlägt ein spiralcurriculares Modell vor, das durch spezifische Lehrmethoden wie das Gruppenpuzzle oder Rollenspiele zur wirtschaftlichen Standortanalyse das Interesse der Schüler weckt.
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