Bachelorarbeit, 2020
54 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Auswahl des Themas und persönliche Motivation
1.2 Fragestellungen
1.3 Ziele der Bachelorarbeit
1.4 Aufbau der Bachelorarbeit
2 Allgemeine und fachspezifische Definitionen
2.1 Drogen
2.2 Drogen in unserer Gesellschaft
2.2.1 Pharmazie
2.2.2 Justiz
2.2.3 Psychiatrie
2.2.4 Therapie
2.2.5 Medizin
2.2.6 Sicht der allgemeinen Bevölkerung
3 Drogenmündigkeit, Abhängigkeit und Sucht
3.1 Rausch
3.2 Das Verständnis von Sucht und Abhängigkeit
3.3 Drogenmündigkeit
3.4 Freizeitdrogenkonsum/ Recreational Drug-Use
4 Überblick über die professionelle Suchthilfe
5 Theoretische Grundlagen akzeptierender Drogenarbeit
5.1 Ausgangslage und Hintergründe des Arbeitsansatzes
5.2 Grundannahmen und Prämissen akzeptierender Drogenarbeit
5.3 Ziele akzeptierender Drogenarbeit
5.4 Formen akzeptierender Drogenarbeit
5.5 Grenzen akzeptierender Drogenarbeit
5.5.1 Persönliche und fachliche Grenzen
5.5.2 Institutionelle Grenzen
5.5.3 Gesetzliche Grenzen
6 Safer Nightlife-Projekte als Konzept akzeptierender Drogenarbeit
6.1 Der Peer-to-Peer-Ansatz
6.2 Aufgaben und Ziele
6.3 Gestaltung des Angebots im Partysetting
6.3.1 Besonderheiten des Angebots auf Festivals
6.3.2 Drug-Checking
7 Aufgaben für die Soziale Arbeit
8 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Safer Nightlife-Projekte als niedrigschwelliger Ansatz der akzeptierenden Drogenarbeit den Zugang zu Freizeitdrogenkonsument*innen ermöglichen können, die von klassischen, abstinenzorientierten Suchthilfesystemen oft nicht erreicht werden. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Gründe für das Ausbleiben der Nutzung herkömmlicher Beratungsstellen durch diese Zielgruppe und die spezifischen Interventionsmöglichkeiten im Partysetting.
3.1 Rausch
Das Menschen sich an den verschiedensten Substanzen berauschten und dies einen Teil ihrer Kultur darstellte, wurde seit Anbeginn der historischen Aufzeichnungen überliefert. So hat man bereits antike Malereien von Pilz-Mensch-Mischwesen in den Höhlen des Tassili Plateaus Nordalgeriens entdeckt. Diese lassen sich auf das Jahr 5000 v.Chr. datieren (vgl. Erowid, 2011a).
Diese Kunstwerke dienen der Überlieferung der damaligen Bedeutung halluzinogener Pilze, deren Rausch kulturell zelebriert wurde, um das Bewusstsein auf Reisen zu schicken. So liegt es nur nahe, dass der Mensch einen inneren Drang zur Veränderung des Bewusstseinszustandes und der Wahrnehmung anstrebt. Sich als Kind das erste Mal schnell im Kreis zu drehen und die darauf folgende verschobene Wahrnehmung mit Kribbeln im Körper zu durchleben, könnte darüber hinaus als erste Rauscherfahrung, die wir alle einst kennenlernten, eingeordnet werden (vgl. Erowid, 2011a).
Ronald Siegel stützte diese Annahme und ging noch einen Schritt weiter, indem er Rausch als eines der Grundbedürfnisse neben Essen, Trinken und Sex einordnete. So wurde auch im gesellschaftlichen Kanon der Antike der Rausch in seinem ambivalenten Auftreten als Grundbedürfnis betrachtet. Erst mit der zunehmenden Verbreitung der monotheistischen Weltreligionen wurde Rausch zur Sünde erklärt (vgl. Quensel, 2010b, S. 97ff).
Den Rausch selbst beschreiben Böllinger und Stöver als einen „[...] Moment der Regulation nach innen und nach außen. Konsum erfüllt hierbei seine lindernde, entspannende, verdrängende, aktivierende oder kommunikative Funktion" (Böllinger & Stöver, 2002, S. 21).
1 Einleitung: Vorstellung der Motivation für die Arbeit sowie der Fragestellungen, Ziele und des methodischen Aufbaus.
2 Allgemeine und fachspezifische Definitionen: Differenzierung grundlegender Begrifflichkeiten wie Droge, Rausch und Abhängigkeit aus verschiedenen gesellschaftlichen und fachlichen Perspektiven.
3 Drogenmündigkeit, Abhängigkeit und Sucht: Analyse des Wandels von Suchtverständnissen, Einführung der Drogenmündigkeit und Definition des Freizeitdrogenkonsums.
4 Überblick über die professionelle Suchthilfe: Kategorisierung der bestehenden Suchthilfestrukturen und der adressierten Zielgruppen.
5 Theoretische Grundlagen akzeptierender Drogenarbeit: Erläuterung der Prämissen, Ziele und Grenzen der akzeptierenden Drogenarbeit sowie deren Entstehungsgeschichte.
6 Safer Nightlife-Projekte als Konzept akzeptierender Drogenarbeit: Vorstellung des Konzepts, des Peer-to-Peer-Ansatzes sowie konkreter Interventionsformen wie Drug-Checking.
7 Aufgaben für die Soziale Arbeit: Ermittlung der Anforderungen an das professionelle Handeln in der präventiven Arbeit im Partysetting.
8 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Safer Nightlife, Akzeptierende Drogenarbeit, Freizeitdrogenkonsum, Suchthilfe, Drogenmündigkeit, Peer-to-Peer-Ansatz, Schadensminimierung, Drug-Checking, Prävention, Partysetting, Sozialarbeit, Stigmatisierung, Konsumkompetenz, Psychotrope Substanzen, Risikomanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Safer Nightlife-Projekten als Teil der akzeptierenden Drogenarbeit, um niedrigschwellige Zugänge für eine Zielgruppe zu schaffen, die klassische Suchthilfeangebote bisher nicht nutzt.
Die zentralen Themen sind Suchtverständnisse im Wandel, die Definition von Drogenmündigkeit, Methoden der Suchtprävention im Nachtleben sowie die Bedeutung von Akzeptanz als professionelle Haltung in der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit geht den Fragen nach, warum Freizeitdrogenkonsument*innen klassische Suchtberatungsstellen meiden und wie Safer Nightlife-Projekte einen effektiven Zugang zu dieser spezifischen Zielgruppe herstellen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur, Definitionen und bereits bestehenden Konzepten der akzeptierenden Drogenarbeit, um die Wirksamkeit von Safer Nightlife-Interventionen zu begründen.
Der Hauptteil analysiert fachspezifische Begrifflichkeiten, die Entwicklung des Suchtbegriffs, die theoretischen Grundlagen der akzeptierenden Arbeit sowie die spezifischen Methoden der Safer Nightlife-Projekte, insbesondere den Peer-to-Peer-Ansatz.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Akzeptierende Drogenarbeit, Freizeitdrogenkonsum, Drogenmündigkeit, Safer Nightlife, Schadensminimierung und Peer-to-Peer-Ansatz.
Sie zeichnet sich durch einen überwiegend risikoarmen Konsum aus, weist keine Anzeichen einer Abhängigkeitserkrankung auf und unterscheidet sich damit grundlegend von der klassischen Klientel abstinenzorientierter Beratungsstellen.
Drug-Checking wird als essenzielles, wenn auch in Deutschland noch umstrittenes Instrument der Schadensminimierung hervorgehoben, das besonders geeignet ist, Kontakt zu schwer erreichbaren Konsument*innen herzustellen.
Der Ansatz ermöglicht Begegnungen auf Augenhöhe durch Peers, die über szenetypisches Wissen verfügen, Kommunikationsbarrieren abbauen und eine authentische, vertrauensvolle Basis für präventive Informationen schaffen.
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