Masterarbeit, 2020
81 Seiten, Note: 1,3
I. EINLEITUNG
1. URSACHEN DES JÜNGEREN TÜRKISCHEN EXILS
2. EINGRENZUNG DER ARBEIT
3. ZIELSETZUNG DER ARBEIT UND METHODIK
4. INHALTLICHER AUFBAU DER ARBEIT
II. THEORETISCHE ERKENNTNISSE
1. ABGRENZUNG DES BEGRIFFS „FLÜCHTLING“
2. VERGLEICH DER ASYLVERFAHREN IN DEUTSCHLAND UND DER SCHWEIZ
3. ENTWICKLUNG TÜRKISCHER ASYLANTRAGSZAHLEN IN DEUTSCHLAND UND DER SCHWEIZ
4. MERKMALE TÜRKISCHER SCHUTZSUCHENDER
4.1. Sozialstruktur: Geschlecht, Alter, Familienstand
4.2. Bildungs- und Berufsqualifikation
5. ARBEITSRECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR FLÜCHTLINGE IN DEUTSCHLAND UND DER SCHWEIZ
6. ARBEITSMARKTINTEGRATION
6.1. Bedingungen einer besseren Arbeitsmarktintegration
6.2. Herausforderungen für Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Deutschland und der Schweiz
III. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
1. BEGRÜNDUNG DER METHODENAUSWAHL UND AUSWAHL DER STICHPROBE
2. KRITIK AN DER METHODE
3. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
IV. LÖSUNGSANSÄTZE
V. FAZIT
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, die Chancen und Risiken türkischer Schutzsuchender bei der Integration in den Arbeitsmarkt in Deutschland und der Schweiz zu analysieren, um daraus Handlungsempfehlungen für eine effizientere Einbindung abzuleiten.
1. Ursachen des jüngeren türkischen Exils
Die Republik Türkei erlebte in den letzten 20 Jahren die turbulenteste Periode in ihrer bisherigen Geschichte. Vor 2002 hatten die türkischen Bürgerinnen und Bürger mit Armut, Korruption und Verboten zu kämpfen; mit einer gewissen Erschöpfung waren sie auf der Suche nach einer neuen politischen Hoffnung. In dieser politischen Situation betrat die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) die politische Bühne. Von Recep Tayyip Erdogan gegründet, hatte sie politisch-islamistische Wurzeln und versprach den Türken Demokratie, Recht und eine starke Wirtschaft. Ihr Slogan beschwor den Kampf gegen die drei Y: Yolsuzluk (Korruption), Yoksulluk (Armut) und Yasaklar (Verbote). Erdogan erwies sich als charismatischer Politiker für das türkische Volk, das überwiegend konservativ eingestellt war, zugleich aber auch Freiheit und Wohlstand vermisste.
Erdogan und seine Partei gewannen die Regierungswahl im Jahr 2002. Der zunehmende Einfluss und die Konsolidierung der AKP erfolgten im Rahmen politischer Liberalisierungsprozesse in der Türkei, die von 2002 bis 2005 noch deutlich im Kontext der EU-Beitrittsperspektive standen. Es kam zu weitreichenden Reformen in der Verwaltung, der Justiz, den Medien und bei zivilgesellschaftlichen Organisationen. In ihrer ersten und zweiten Regierungszeit erwarb sich die AKP großen Respekt und genoss ein breites Vertrauen in die Veränderungen, die sie mit Blick auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte in Angriff genommen hatte. Die neue Regierung begann zu zeigen, wie Islam und Demokratie zusammengebracht werden könnten. Die Politik der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung wurde insbesondere in den Ländern des Nahen Ostens, die unter autoritären Regimes litten, zum Vorbild (vgl. Dembovski 2011).
I. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik des jüngeren türkischen Exils ein, grenzt die Arbeit thematisch ein, definiert die Zielsetzung und Methodik sowie den inhaltlichen Aufbau der Arbeit.
II. THEORETISCHE ERKENNTNISSE: Hier werden zentrale Begriffe definiert, die Asylverfahren sowie rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und der Schweiz verglichen, statistische Entwicklungen und soziodemografische Merkmale der Schutzsuchenden analysiert sowie das Konzept der Arbeitsmarktintegration beleuchtet.
III. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel begründet das methodische Vorgehen der Umfrage, kritisiert die angewandte Methode und präsentiert sowie interpretiert die erhobenen empirischen Ergebnisse.
IV. LÖSUNGSANSÄTZE: Auf Basis der vorherigen Analysen werden sieben Handlungsfelder identifiziert und konkrete Lösungsmaßnahmen vorgeschlagen, um die Arbeitsmarktintegration effizienter zu gestalten.
V. FAZIT: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf die Zukunftsaussichten türkischer Geflüchteter.
Arbeitsmarktintegration, Türkei, Geflüchtete, Schutzsuchende, Deutschland, Schweiz, Asylverfahren, Fachkräftemangel, Qualifikation, Sprachkenntnisse, Integration, Rechtsrahmen, Bleibeperspektive, Selbstständigkeit, Soziale Integration.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen bei der Integration türkischer Schutzsuchender in den Arbeitsmarkt von Deutschland und der Schweiz, vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen in der Türkei seit 2016.
Die Arbeit deckt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Asylverfahren, die soziodemografische Struktur der Geflüchteten, Hürden bei der Arbeitsmarktintegration sowie Lösungsansätze zur Verbesserung der beruflichen Eingliederung ab.
Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die eine erfolgreiche und nachhaltige Arbeitsmarktintegration türkischer Geflüchteter beeinflussen, und daraus konkrete Empfehlungen für Politik und Wirtschaft abzuleiten.
Der Autor kombiniert eine interdisziplinäre Literaturanalyse mit einer quantitativen empirischen Umfrage unter türkischen Geflüchteten in Deutschland und der Schweiz.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der rechtlichen und sozialen Bedingungen, eine empirische Darstellung der Daten sowie die Ableitung von Handlungsfeldern für die Integrationsförderung.
Die zentralen Begriffe sind Arbeitsmarktintegration, türkische Geflüchtete, Asylverfahren, Qualifikationen und Integrationshindernisse.
Die Arbeit weist auf Unterschiede in der Aufenthaltsdauer, den Asylprozess-Geschwindigkeiten, den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Wahrnehmung persönlicher Hürden hin.
Das hohe Bildungsniveau der türkischen Geflüchteten wird als zentrales Potenzial für den Arbeitsmarkt identifiziert, dessen Nutzung jedoch durch fehlende Anerkennung von Abschlüssen und bürokratische Hürden erschwert wird.
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