Bachelorarbeit, 2020
148 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Erkenntnisinteresse und Forschungsfrage
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theorie und Hintergrund
2.1 News-Bias-Forschung
2.1.1 Abgrenzung des Forschungsfelds
2.1.2 Definition
2.1.3 Typologie: Gatekeeping Bias, Coverage Bias und Statement Bias
2.1.4 Forschungslogik im News-Bias-Ansatz
2.1.5 Ursachen von News-Bias
2.2 Auslandsberichterstattung
2.2.1 Forschungsfeld und Definition
2.2.2 Nachrichtengeografie
2.2.3 Struktur von Auslandsbildern
2.2.4 Nachrichtenagenturen in der Auslandsberichterstattung
2.3 Bias in der Auslandsberichterstattung
2.3.1 Verbindung zweier Forschungsfelder
2.3.2 Modell der Einflussfaktoren auf die Berichterstattung
2.4 Forschungsgegenstand: Deutsche Presse-Agentur (dpa)
2.4.1 Agenturforschung
2.4.2 Vorstellung der dpa
2.5 Hintergrund: Politik und Proteste in Ecuador und Bolivien
2.5.1 Situation in Ecuador
2.5.2 Situation in Bolivien
2.5.3 Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu Ecuador und Bolivien
2.6 Forschungsstand
3 Forschungsfrage und Hypothesen
4 Forschungsdesign
4.1 Methode: Integrative Inhaltsanalyse
4.2 Vergleichendes Untersuchungsdesign: dpa und UNO
4.3 Auswahleinheit
4.4 Analyseeinheit
4.5 Operationale Definitionen
4.6 Vorgehen
4.6.1 Pretest
4.6.2 Datenerhebung
4.6.3 Reliabilitätstest
4.6.4 Statistische Auswertung mit SPSS
4.7 Methodenkritik und Limitierungen
5 Ergebnisse
5.1 Coverage Bias
5.2 Statement Bias
5.3 Beantwortung der Forschungsfrage
6 Limitierungen und Diskussion der Ergebnisse
7 Interpretation der Ergebnisse
8 Zusammenfassung der Arbeit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Vorhandensein politischer Tendenzen (News-Bias) in der Berichterstattung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) über die politischen Proteste in Ecuador und Bolivien im Herbst 2019. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, mittels einer integrativen Inhaltsanalyse zu ermitteln, ob die dpa im Vergleich zur neutraleren UNO-Berichterstattung systematische Verzerrungen aufweist.
1 Einleitung
Ist die dpa „Lügenpresse“? So könnte man die Forschungsfrage dieser Arbeit unwissenschaftlich formulieren. Die Vorwürfe, die unter dem Begriff „Lügenpresse“ zusammengefasst werden – dass über Ereignisse falsch, einseitig oder nicht berichtet wird (Hagen, 2015, S. 153; Holtz & Kimmerle, 2020, S. 21-22) – werden seit Jahrzehnten in der Kommunikationswissenschaft untersucht, speziell in der News-Bias-Forschung (Jackob, Quiring & Schemer, 2017, S. 226-227). Die ersten News-Bias-Studien stammen aus den 1950er Jahren (D‘Alessio & Allen, 2000, S. 138). Seitdem lieferte die Wissenschaft zahlreiche Hinweise für Verzerrungen, Einseitigkeiten und Auslassungen (Jackob, Quiring & Schemer, 2017, S. 227). „Nur selten jedoch lassen sich die kleineren Schwachpunkte oder die größeren medialen Missstände, die von der Forschung aufgedeckt wurden, als Funktion kollektiver Verschwörungen erklären“ (ebd.).
Doch die „Lügenpresse“-Gedanken stammen nicht nur von Verschwörungstheoretikern oder rechtspopulistischen Gruppierungen wie Pegida (Hagen, 2015, S. 152). Laut einer Allensbach-Studie aus dem Jahr 2017 denken 42 Prozent der Befragten in Deutschland, dass an den „Lügenpresse“-Vorwürfen „etwas dran“ ist (Institut für Demoskopie Allensbach, 2017). Die Diffamierung der Medien ist ein Gesprächsthema an Stammtischen, in Online-Foren und sozialen Netzwerken sowie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (Hagen, 2015, S. 152; Jackob, Quiring & Schemer, 2017, S. 227).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des News-Bias ein, begründet das Forschungsinteresse der Autorin aufgrund ihrer Erfahrungen während eines Auslandssemesters und definiert die Forschungsfrage und Ziele der Arbeit.
2 Theorie und Hintergrund: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen des News-Bias-Ansatzes, der Auslandsberichterstattung und der Agenturforschung sowie Hintergrundwissen zu den Protesten in Ecuador und Bolivien.
3 Forschungsfrage und Hypothesen: Hier werden die sechs falsifizierbaren Hypothesen hergeleitet, die zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage dienen.
4 Forschungsdesign: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise der integrativen Inhaltsanalyse, das Untersuchungsdesign mit der UNO als Vergleichsgröße und die Operationalisierung der Variablen.
5 Ergebnisse: Die empirischen Befunde der Inhaltsanalyse werden in diesem Kapitel detailliert präsentiert und nach den sechs Hypothesen geordnet.
6 Limitierungen und Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, insbesondere hinsichtlich der Entscheidung, den Gatekeeping Bias nur qualitativ zu betrachten.
7 Interpretation der Ergebnisse: Die Befunde werden theoretisch interpretiert, wobei die Einflussfaktoren auf Mikro-, Meso- und Makroebene erörtert werden.
8 Zusammenfassung der Arbeit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung und medienpolitische Diskurse.
dpa, News-Bias, Auslandsberichterstattung, integrative Inhaltsanalyse, Ecuador, Bolivien, Proteste, Medienwissenschaft, politische Tendenz, Journalismusforschung, Nachrichtenagentur, Statement Bias, Coverage Bias, Medienkritik, Objektivität
Die Bachelorarbeit untersucht, ob die Berichterstattung der dpa über die politischen Proteste in Ecuador und Bolivien im Herbst 2019 politische Tendenzen (News-Bias) aufweist.
Die Arbeit verknüpft die News-Bias-Forschung mit der Theorie der Auslandsberichterstattung und der Agenturforschung, um Verzerrungen in der Berichterstattung zu analysieren.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich fundiert und transparent zu ermitteln, ob in den analysierten dpa-Meldungen im Vergleich zur Berichterstattung der UNO ein News-Bias erkennbar ist.
Die Autorin nutzt die integrative Inhaltsanalyse nach Werner Früh, um die Berichterstattung systematisch und nachvollziehbar zu quantifizieren.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Aufstellung der Hypothesen, die methodische Beschreibung des Forschungsdesigns sowie die Auswertung der Ergebnisse und deren Interpretation.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören dpa, News-Bias, Auslandsberichterstattung, Ecuador, Bolivien, politische Tendenz und Inhaltsanalyse.
Die UNO wurde als möglichst neutrale und ausgewogene internationale Quelle definiert, um einen Maßstab für die Bewertung der dpa-Meldungen zu haben.
Aufgrund der Komplexität, die Auswahl von Themen und Ereignissen in diesem Fall quantitativ zu messen, konnte dieser Bias-Typ nur qualitativ und diskursiv behandelt werden.
Ja, die Arbeit weist in der dpa-Berichterstattung sowohl einen Coverage Bias als auch einen Statement Bias nach, wobei die Richtung der Verzerrung in den Hypothesen weitgehend bestätigt wurde.
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