Bachelorarbeit, 2021
54 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1 Herleitung und Relevanz des Themas
1.2 Abgrenzung und Formulierung der These
2. Führungsprinzipien
2.1 Allgemeine Führungsprinzipien
2.2 Führen mit Auftrag/Auftragstaktik im militärischen Bereich
2.3 Führen mit Auftrag/Auftragstaktik im privatwirtschaftlichen und öffentlichen Bereich
3. Strukturen der Entscheidungsfindung
3.1 Militärische Entscheidungsfindung
3.1.1 Deutschland – Führungsprozess der Landstreitkräfte
3.1.1.1 Auswertung des Auftrags
3.1.1.2 Schemata Ansprechen – Beurteilen – Folgern / Aussage – Erkenntnis – Konsequenz
3.1.1.3 Beurteilung der Einflussfaktoren
3.1.1.4 Feststellen der Möglichkeiten
3.1.1.5 Kräfte- und Fähigkeitsvergleich
3.1.1.6 Bewerten und Abwägen der Möglichkeiten
3.1.2 Schweiz – Führungsprozess nach FSO 17
3.1.2.1 Problemerfassung
3.1.2.2 Beurteilung der Lage
3.1.2.3 Entwicklung der Varianten
3.1.2.4 Prüfung der Varianten
3.1.2.5 Bewertung der Varianten
3.2 Strukturen betrieblicher Entscheidungsfindung
3.2.1 Private Betriebe (Unternehmen)
3.2.1.1 Strukturierte Entscheidungsfindung nach POKRAS
3.2.1.2 Mülleimer-Methode
3.2.1.3 SCRIPTS
3.2.2 Öffentliche Betriebe (Behörden, öffentlicher Dienst)
3.2.2.1 Öffentliche Verwaltung
3.2.2.2 Feuerwehren/Katastrophendienste
4. Übertragungen auf privatwirtschaftliche und öffentliche Entscheidungssituationen
4.1 Auswertung des Auftrages oder Projektes
4.1.1 Grundsätzliche Betrachtung
4.1.2 Übergeordnete Absicht
4.1.3 Wesentliche Leistung
4.1.4 Auflagen
4.1.5 Folgerungen und Prüffragen
4.2 Erkundung der situativen Umwelt (Gelände/Umwelt)
4.3 Veränderliche Umwelt
4.3.1 Analyse der Mitbewerber/Konkurrenten und des Marktes
4.3.2 Analyse der Zeitverhältnisse und Zeitpotentiale
4.3.3 Analyse der betrieblichen Mittel und Potenziale
4.4 Synthese von Handlungsoptionen
4.5 Entschlussfassung
5. Zusammenfassung
5.1 Résumé
5.2 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob und inwieweit militärische Entscheidungsfindungsprozesse auf ein ziviles, privatwirtschaftliches oder behördliches Umfeld adaptiert werden können, um dort fundiertere Entscheidungen in komplexen Situationen zu ermöglichen.
3.2.1.3 SCRIPTS
Die SCRIPTS-Methode ist eine von MURNIGHAN/MOWER beschriebene Möglichkeit der Entschlussfassung, die versucht, Ursachen zu ergründen (ähnlich POKRAS) aber gleichzeitig auch eine Projektion der Entwicklung auf die Zukunft beschreibt. Die Schritte sind:
Im ersten Schritt wird dazu eine Lageentwicklung anhand festgelegter Indikatoren beobachtet. Dies können bestimmte Kennzahlen des Unternehmens, des Marktes oder eines Mitbewerbers oder auch bestimmte Entwicklungen in Politik und Recht sein. Wichtig ist hierbei, dass Indikatoren nur dann festgelegt werden können, wenn die mögliche Entwicklung einer Lage bereits vorher bedacht und Schlüsselpunkte dieser Lageentwicklung – Indikatoren – identifiziert wurden. In einem zweiten Schritt werden die Ursachen für die zu erwartende positive oder negative Entwicklung gesucht und eingegrenzt und bereits mögliche Handlungsalternativen entworfen. Nachdem die Ursachen ergründet und Handlungsalternativen aufgestellt wurden, werden diese im dritten Schritt auf ihre Risiken bewertet. Dazu wird das Risiko nicht nur in Bezug auf das zu lösende Problem gesehen, sondern auch soziale, finanzielle, erfahrungsbasierte Risiken, Gesundheitsrisiken und Risiken, die den totalen Verlust zur Folge hätten, untersucht. Im vierten Schritt muss man sich der eigenen Emotionen und der Nutzung der Intuition bewusst werden. Emotion ist hierbei nicht negativ besetzt, da Emotionen die Auslöser für Handlungen – das eigentliche Ziel der Entscheidungsfindung – sind, aber Emotionen können den Denkprozess und insbesondere die Intuition von einem verkürzten rationalen Denkprozess in eine Bauchentscheidung verändern.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz strukturierter Entscheidungsfindung sowohl im militärischen als auch im zivilen Sektor und begründet die Notwendigkeit, diese Prozesse unter Unsicherheit zu adaptieren.
2. Führungsprinzipien: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Führungsphilosophien wie das Führen mit Auftrag und kontrastiert die militärische Auftragstaktik mit zivilen Management-Ansätzen.
3. Strukturen der Entscheidungsfindung: Es werden die detaillierten Abläufe militärischer Führungsprozesse in Deutschland und der Schweiz sowie gängige zivile Problemlösungsmethoden wie POKRAS oder SCRIPTS analysiert.
4. Übertragungen auf privatwirtschaftliche und öffentliche Entscheidungssituationen: Hier erfolgt die Synthese der zuvor untersuchten Verfahren, um ein Modell für die praktische Anwendung in zivilen Organisationen zu entwerfen.
5. Zusammenfassung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und zieht ein Fazit über die Vorteile sowie mögliche Hürden bei der Übertragung militärischer Prozesse auf zivile Führungsumfelder.
Entscheidungsfindung, Führungsprozess, Auftragstaktik, Management, Strategie, Militär, ziviles Umfeld, Situationsanalyse, Handlungsoptionen, Entschlussfassung, Führung, Unsicherheit, Komplexität, Risikoanalyse, Adaption
Die Arbeit analysiert die Strukturen militärischer Entscheidungsfindungsprozesse und bewertet deren Tauglichkeit für eine Übertragung auf zivile Behörden und privatwirtschaftliche Unternehmen.
Zentrale Themen sind Führungstheorie, militärische Auftragstaktik, Methoden der strukturierten Problemlösung sowie die spezifische Analyse von Umweltfaktoren und Risiken in Führungsprozessen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und wie militärische Entscheidungsmodelle in einem zivilen Umfeld genutzt werden können, um die Qualität von Entscheidungen bei komplexen Sachverhalten zu verbessern.
Die Arbeit nutzt die vergleichende Analyse militärischer Reglemente (z.B. deutscher Führungsprozess, Schweizer FSO 17) und stellt diese gängigen betriebswirtschaftlichen Entscheidungsmodellen (z.B. POKRAS, Mülleimer-Modell) gegenüber.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung militärischer Führungsprozesse, die Analyse ziviler Methoden sowie die Zusammenführung beider Bereiche zu einem adaptierten Modell für zivile Führungskräfte.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Auftragstaktik, Entscheidungsfindung, Komplexität, Adaption und strategische Analyse geprägt.
Die Arbeit arbeitet die Unterschiede in der methodischen Strukturierung der Analysephasen heraus, wobei beide Ansätze jedoch das Ziel verfolgen, durch systematische Einzelschritte zu einer fundierten Lagebeurteilung zu gelangen.
Die Szenariotechnik wird als Werkzeug für die Zukunftsbetrachtung vorgestellt, um innerhalb eines "Cone of Plausibility" Wahrscheinlichkeiten für die Auswirkungen getroffener Entscheidungen besser abwägen zu können.
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