Masterarbeit, 2019
120 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Influencer und Influencer Marketing auf Instagram
2.1.1 Influencer
2.1.1.1 Definition
2.1.1.2 Modell der Meinungsführerschaft und Diffusionstheorie
2.1.1.3 Instagram
2.1.2 Influencer Marketing
2.1.2.1 Definition
2.1.2.2 Einordnung und Abgrenzung zu anderen Marketingformen
2.2 Aktueller Forschungsstand
2.2.1 Glaubwürdigkeit als mediierendes Schlüsselkonstrukt
2.2.2 Psychologische und verhaltensorientierte Konsequenzen
2.2.3 Kritische Würdigung und Identifikation von Forschungslücken
3 Modellentwicklung und Hypothesenableitung
3.1 Forschungsinteresse und Ziel der Untersuchung
3.2 Theoretische Grundlagen zur Entwicklung des Untersuchungsmodells
3.2.1 Source Modelle
3.2.1.1 Source Credibility Modell
3.2.1.2 Source Attractiveness Modell
3.2.2 Halo Effekt
3.3 Herleitung der Hypothesen
4 Empirische Überprüfung des Untersuchungsmodells
4.1 Operationalisierung der Glaubwürdigkeit
4.2 Operationalisierung der abhängigen Variablen
4.3 Untersuchungsdesign und -ablauf
4.4 Deskriptive Statistik der Stichprobe
4.5 Hypothesenüberprüfung und Interpretation
4.5.1 Überprüfung der Hypothesen zum Einfluss der Influencerart
4.5.2 Überprüfung der Einflüsse durch Kovariaten
4.5.3 Überprüfung weiterer Effekte der wahrgenommenen Glaubwürdigkeit
5 Zusammenfassung und Implikationen
5.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
5.2 Limitationen und Implikationen für die Forschung
5.3 Implikationen für die Praxis
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Art eines Influencers (Macro- vs. Micro-Influencer) auf dessen wahrgenommene Glaubwürdigkeit hat und welche Konsequenzen diese Glaubwürdigkeit auf psychologische sowie verhaltensorientierte Variablen bei den Rezipienten auf Instagram ausübt.
2.1.1.2 Modell der Meinungsführerschaft und Diffusionstheorie
Die Idee, Botschaften mit Hilfe von Meinungsführern zu verbreiten, entwickelte sich bereits weit vor dem digitalen Zeitalter. Der Begriff der Meinungsführerschaft wurde 1944 durch die Studie The People’s Choice von Lazarsfeld, Berelson und Gaudet bekannt. Die Untersuchung, die erstmals den persönlichen Einfluss von Individuen auf die Meinungsbildung anderer untersuchte, gilt seither als Beginn und Grundlage der Meinungsforschung (Schach, 2018, S. 6). Im Kontext der Präsidentenwahl 1940 wurde erforscht, dass einige Wähler ihre Meinung schneller und einflussreicher vermitteln konnten als andere. Diese Meinungsführer werden auch Opinion Leader genannt und teilen den Informationsfluss von Botschaften in einen zweistufigen Kommunikationsprozess, da sie als Filterfunktion zwischen den Massenmedien und den Rezipienten agieren (Ahrens & Dressler, 2011, S. 61). „Im ersten Schritt werden die Nachrichten mittels Massenmedien an Meinungsführer kommuniziert“ (Mann, 2009, S. 104), die dann unterschiedliche Funktionen übernehmen. Sie reduzieren komplexe Botschaften, geben Orientierungshilfe und wecken das Interesse des Rezipienten (Leißner et al., 2014, S. 258f.). Durch die Weitergabe ausgewählter Informationen an ihr Netzwerk dienen sie als Katalysator und beeinflussen die Meinungen und Kaufentscheidung ihrer Follower.
Das aus der Studie entwickelte Two-Step-Flow Modell zeigt bis heute die Relevanz der Meinungsführer im Kommunikationsprozess. Während für Lazarsfeld die Influencer noch zwingend aus dem nahen sozialen Umfeld der Personen kommen mussten, da sich die Kommunikation offline abspielte, können diese heute auch virtuell sein (Kohn, 2016, S. 59). Durch ihr öffentlich einsehbares Verhalten in sozialen Netzwerken können relevante Meinungsführer von Unternehmen leichter erkannt und zu einer Kooperation herangezogen werden. Die Influencer sind dann dafür verantwortlich, dass die Diffusion der Informationen vorangetrieben wird.
1 Einleitung: Erläutert die Relevanz des Influencer Marketings, die Problemstellung und die Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen: Bietet ein Verständnis relevanter Begriffe wie Influencer, Influencer Marketing und Instagram sowie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
3 Modellentwicklung und Hypothesenableitung: Definiert das Forschungsinteresse und leitet auf Basis theoretischer Modelle die zu testenden Hypothesen ab.
4 Empirische Überprüfung des Untersuchungsmodells: Beschreibt die Operationalisierung, das Untersuchungsdesign sowie die statistischen Analysen und Ergebnisse der Studie.
5 Zusammenfassung und Implikationen: Führt die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen und leitet Handlungsempfehlungen für Forschung und Praxis ab.
Influencer Marketing, Instagram, Glaubwürdigkeit, Micro-Influencer, Macro-Influencer, Kaufintention, Parasoziale Beziehung, Source Credibility Modell, Source Attractiveness Modell, Halo Effekt, eWOM, Werbekennzeichnung, Konsumentenverhalten, Marketingstrategie, Social Media Marketing.
Die Arbeit untersucht die Effektivität von Influencer Marketing auf Instagram und analysiert, ob die Art des Influencers (Anzahl der Follower) die wahrgenommene Glaubwürdigkeit und damit verbundene Marketingergebnisse beeinflusst.
Die zentralen Themen sind Influencer Marketing, soziale Netzwerke (speziell Instagram), die Glaubwürdigkeitsforschung und deren Auswirkungen auf psychologische und verhaltensorientierte Konsumentenreaktionen.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob Micro-Influencer für Unternehmen glaubwürdigere Partner sind als reichweitenstarke Macro-Influencer und wie sich dies auf die Einstellungen und Kaufabsichten der Follower auswirkt.
Die Autorin führte ein Online-Experiment mit einer Stichprobe von 245 Probanden durch, das als Between-Subject-Design angelegt war und statistisch mittels t-Tests sowie Regressionsanalysen ausgewertet wurde.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung durch Modelle wie das Source Credibility Modell und den Halo Effekt, die Hypothesenableitung sowie die empirische Überprüfung und Auswertung der erhobenen Daten.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Influencer Marketing, Glaubwürdigkeit, Instagram, Kaufintention und parasoziale Beziehung charakterisieren.
Kovariaten wie Alter, Geschlecht und das Involvement (Interesse an Influencern, Marken oder Produkten) werden untersucht, um alternative Erklärungen für die beobachteten Effekte auszuschließen und die Genauigkeit der Ergebnisse zu erhöhen.
Entgegen der ursprünglichen Annahme zeigte die empirische Untersuchung keinen signifikanten Unterschied in der wahrgenommenen Glaubwürdigkeit zwischen Micro- und Macro-Influencern, was bedeutet, dass die Followerzahl allein kein Indikator für die Beeinflussungsmacht ist.
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