Bachelorarbeit, 2020
40 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Spracherwerb
2.1.1 Voraussetzung
2.1.2 Phasen (1;9 – 2;0)
2.2 Sprachauffälligkeiten
2.2.1 Verspäteter Sprechbeginn – Late Talker
2.2.2 Zukunftsbedeutung
2.3 Diagnoseverfahren
2.3.1 Beobachtungsverfahren
2.3.1.1 Spontansprache
2.3.1.2 Elizitierte Sprachproduktion
2.3.2 Befragungsverfahren
2.4 SBE-2-KT
2.4.1 Entwicklung
2.4.2 Auswertung und Normierung
2.4.3 Validierung
3 Forschungsstand und Hypothesenbildung
4 Empirischer Teil
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Probanden
4.3 Durchführung
4.4 Ergebnisse
4.4.1 Jm2;0
4.4.1.1 Auswertung und Vergleich der Fragebögen
4.4.2 Aw1;9
4.4.2.1 Auswertung und Vergleich der Fragebögen
4.4.3 Tw2;0
4.4.3.1 Auswertung und Vergleich der Fragebögen
5 Analyse und Diskussion
6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Validität des SBE-2-KT, eines Elternfragebogens zur Früherkennung von Sprachentwicklungsverzögerungen bei Kleinkindern im Alter von 1;9 bis 2;0 Jahren. Ziel ist es, die diagnostische Eignung des Verfahrens durch den Vergleich von Fremdeinschätzungen (Eltern/Erzieher) mit tatsächlichen, empirisch erhobenen Sprachdaten der Kinder zu prüfen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
2.3.1.1 Spontansprache
Bei der spontansprachlichen Erhebung werden Sequenzen aus der freien, ungeplanten Alltagssprache verwendet. Dabei sind Vorgaben wie beispielsweise Redeinhalte nicht gegeben. Der Vorteil der Spontansprache als ausgewähltes Verfahren ist, dass sie den tatsächlichen Gebrauch von Wörtern und den der sprachlichen Strukturen aufzeigt. Äußerungen können rekonstruiert und in einen Kontext gebracht werden. Dadurch, dass sich der Alltag eines Kindes jedoch sehr vielfältig gestaltet und sich die kindliche Sprache schnell weiterentwickelt, kann es zu einigen Abweichungen in den Aufzeichnungen kommen. Um daher Fehleinschätzungen zu vermeiden, gilt es möglichst viele Aufnahmen über einen längeren Zeitraum zu sammeln (dichte Korpora genannt), die somit „[…] ein wirklichkeitsnäheres und lückenloseres Bild der kindlichen Spontansprache erlaub[en]“ (Kauschke 2012: 10).
Diese Methode ist durch die Aufnahme, die Transkription und die Kodierung zwar sehr genau, aber dadurch auch mit viel Aufwand und Arbeit verbunden, wodurch die Stichprobengröße begrenzt gehalten werden muss. Daher eignet sich die spontansprachliche Erhebung eher für einen Längsschnitt, um den Verlauf der Sprachentwicklung einiger Kinder zu dokumentieren (Vgl. Kauschke 2012: 12).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Sprache als Grundlage des sozialen Miteinanders und führt in die Problematik von Sprachentwicklungsstörungen sowie die Relevanz frühzeitiger Diagnoseverfahren ein.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zum Spracherwerb, den typischen Entwicklungsphasen im Alter von 1;9 bis 2;0 Jahren und definiert Begriffe wie Late Talker sowie verschiedene Diagnoseverfahren.
3 Forschungsstand und Hypothesenbildung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand dargelegt und drei Hypothesen abgeleitet, die den empirischen Teil der Arbeit strukturieren und die Forschungsfrage stützen sollen.
4 Empirischer Teil: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert das methodische Vorgehen, die Stichprobenauswahl, die Durchführung der Datenerhebung am Kind sowie die Ergebnisse der einzelnen Probanden im Vergleich der verschiedenen Einschätzungen.
5 Analyse und Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch analysiert, die aufgestellten Hypothesen überprüft und der SBE-2-KT im Hinblick auf seine diagnostische Treffsicherheit diskutiert.
6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet den SBE-2-KT als wertvolles Instrument und gibt Empfehlungen zur Verbesserung des Verfahrens sowie zur Sensibilisierung von Bezugspersonen.
SBE-2-KT, Sprachentwicklungsverzögerung, Late Talker, Elternfragebogen, Früherkennung, Kindlicher Spracherwerb, Sprachdiagnostik, Spontansprache, Elizitation, Validität, Sprachentwicklungsstörung, Kleinkind, Sprachstand, Kommunikation, Sprachauffälligkeiten
Die Arbeit untersucht die Eignung und Validität des SBE-2-KT, eines Elternfragebogens zur Früherkennung von Sprachentwicklungsverzögerungen bei Kleinkindern zwischen 21 und 24 Monaten.
Die zentralen Themen sind der normale Spracherwerb, die Identifikation von sogenannten Late Talkern, die Methodik der Sprachstandserhebung und die Validierung von Fragebogeninstrumenten.
Das Ziel ist zu prüfen, ob der SBE-2-KT valide Aussagen über den Sprachstand eines Kindes treffen kann und ob er eine zuverlässige Methode zur frühzeitigen Erkennung von Sprachentwicklungsverzögerungen darstellt.
Es wurde ein empirischer Ansatz gewählt, der spontansprachliche Erhebungen, elizitierte Sprachproduktion (mittels Spielen/Bilderbüchern) und einen Vergleich dieser Daten mit den Einschätzungen von Eltern und Erziehern kombiniert.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Spracherwerbs, die detaillierte Darstellung des SBE-2-KT, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die Präsentation und Analyse der Ergebnisse bei den gewählten Probanden.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie SBE-2-KT, Late Talker, Sprachentwicklungsverzögerung, Elternfragebogen und Frühdiagnostik charakterisieren.
Die Studie bestätigt die Hypothese, dass Mütter in der Regel den Sprachstand ihrer Kinder wahrheitsgemäßer und näher an den erhobenen Daten einschätzen können als Väter, was vermutlich an der meist größeren investierten Zeit in die Betreuung liegt.
Zu den identifizierten Schwachstellen zählen der fehlende Bezug zur allgemeinen Sprachentwicklung, die fehlende Berücksichtigung des Zeitpunkts des ersten Wortes, die geringe Gewichtung nonverbaler Kommunikation und die teilweise als zu drastisch empfundene Einstufung bei Nicht-Erreichen des kritischen Wertes.
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