Bachelorarbeit, 2019
77 Seiten, Note: 1,0
1. Die Einleitung
1.1 Problemrelevanz
1.2 Stand der Forschung/ Stand der Diskussion
1.3 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.4 Abgrenzung des Themas
1.5 Gang der Arbeit und Methodik
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Corporate Social Responsibility
2.1.1 Triple Bottom Line
2.1.2 CSR-Pyramide nach Archie B. Carroll
2.1.3 Die Stakeholder Theorie
2.2 Begriffsabgrenzung
2.2.1 Corporate Citizenship
2.2.2 Nachhaltigkeit / nachhaltige Entwicklung
2.3 Gründe für die zunehmende Bedeutung von CSR
2.4 Erfolgreiche Umsetzung eines CSR-Konzepts
2.4.1 Erarbeitung eines CSR-Konzepts
2.4.2 Implementierung des CSR-Konzepts
2.4.3 Kommunikation und Wahrnehmung des CSR-Konzepts
2.5 CSR als Business Case
3. Bekleidungsindustrie
3.1 Strukturelle Veränderung
3.2 Fast Fashion
3.3 Ökologische Auswirkungen
3.4 Sozio-ökonomische Auswirkungen
3.5 Slow Fashion/Fair Fashion
3.6 CSR in der Bekleidungsindustrie
4. Benchmarking CSR-Kommunikation
4.1 H&M
4.1.1 Conscious Kollektion
4.1.2 Recycling
4.1.3 Fair living wage
4.2 ArmedAngels
4.2.1 Nachhaltige Materialen
4.2.2 Faire Löhne
5. Empirische Untersuchung
5.1 Ziel der Erhebung
5.2 Fragebogenaufbau
5.3 Stichprobe
5.4 Ergebnisse
5.4.1 Einstellung zu Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility
5.4.2 Kaufverhalten
5.4.3 Informationsstand und Bekanntheit von Modelabels
5.4.4 Vergleich H&M und ArmedAngels
5.5 Kernaussagen der Ergebnisse
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Glaubwürdigkeit von Corporate Social Responsibility (CSR) in der Modebranche, wobei insbesondere die Fast-Fashion-Marke H&M und das Fair-Fashion-Label ArmedAngels im Fokus stehen. Es soll erforscht werden, wie Verbraucher das jeweilige CSR-Engagement wahrnehmen und bewerten.
3.2 Fast Fashion
Insbesondere in großen Industriestaaten wie Deutschland ist der Konsum der letzten Jahre stark von den relativ günstigen Preisen und der Schnelllebigkeit der Modebranche geprägt. Bezeichnet wird dieses Phänomen als Fast Fashion und beschreibt ein Geschäftsmodell der Modebranche. In immer kürzer werdenden Abständen produzieren Fast Fashion Unternehmen neue Modekollektionen und setzen den Zeiten, in denen eine Marke nur zwei Kollektionen (Sommer/Winter) jährlich herausbrachte, ein Ende. Einzelhandelsketten wie Zara, Primark oder H&M bieten mittlerweile 6 bis 12 Kollektionen pro Jahr zu betont niedrigen Preisen an (Euler Hermes 2014, S.4). Ganz nach dem Motto „Kleider machen Leute“ soll durch die ständig wechselnden Kollektionen und trendgesteuerten Styles das Bedürfnis der Konsumenten nach Unterhaltung, Status und Identitätsbildung gestillt werden (Franken 2018, S.136). Da Kleidung günstig zu haben ist wird sie ohne weiteres Zögern gekauft und verkommt zur Wegwerfware (Greenpeace 2017, S.3). Das Konzept verändert den Umgang mit Kleidung und das Konsumverhalten der Verbraucher (ebd.). Mittlerweile legt sich jeder Deutsche durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr zu, trägt diese jedoch nur halb so lange wie vor 15 Jahren (Remy, Speelman & Swartz 2016). Klamotten werden somit bedeutend schneller aussortiert und weggeworfen, was eine Unmenge an schwer abbaubaren Müll zur Folge hat. So ist das jährliche Sammelaufkommen von Alttextilien in Deutschland von 750.000 Tonnen im Jahr 2007 auf über 1 Mio. Tonnen im Jahr 2015 angestiegen (Bvse 2015, S.1).
1. Die Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Themas Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie, definiert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2. Theoretische Grundlagen: Bietet eine tiefgehende Definition von Corporate Social Responsibility (CSR), diskutiert Konzepte wie die "Triple Bottom Line" und die Stakeholder-Theorie sowie Erfolgsfaktoren bei der Implementierung von CSR-Strategien.
3. Bekleidungsindustrie: Analysiert die strukturellen Veränderungen in der Modebranche, insbesondere den Aufstieg von Fast Fashion, die negativen ökologischen und sozio-ökonomischen Auswirkungen und das Gegenmodell der Slow Fashion.
4. Benchmarking CSR-Kommunikation: Vergleicht die Nachhaltigkeitsstrategien und Kommunikationskanäle der beiden ausgewählten Unternehmen H&M und ArmedAngels.
5. Empirische Untersuchung: Stellt die Ergebnisse einer quantitativen Online-Umfrage vor, die Wahrnehmungen und Einstellungen von Konsumenten zu CSR-Maßnahmen der beiden untersuchten Marken erfasst.
6. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Kluft zwischen CSR-Kommunikation und tatsächlicher Wahrnehmung durch den Konsumenten und gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Verbraucher.
Corporate Social Responsibility, CSR, Bekleidungsindustrie, Fast Fashion, Fair Fashion, Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit, Markenimage, Lieferkette, Konsumentenverhalten, Stakeholder, Greenwashing, Unternehmensverantwortung, Online-Umfrage, Modebranche.
Die Arbeit untersucht die Glaubwürdigkeit der Corporate-Social-Responsibility-Maßnahmen (CSR) von Modeunternehmen aus der Perspektive der Verbraucher.
Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung zwischen Fast Fashion und Fair Fashion, der Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Textilproduktion sowie der Analyse, wie Unternehmen ihre CSR-Aktivitäten kommunizieren.
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob CSR-Maßnahmen von Fast-Fashion- und Fair-Fashion-Marken vom Verbraucher als glaubwürdig empfunden werden und inwieweit sich die Wahrnehmung bei diesen unterschiedlichen Unternehmenskonzepten unterscheidet.
Zur Erhebung der Daten wurde eine quantitative Marktforschung in Form einer Online-Umfrage mit 152 verwertbaren Datensätzen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu CSR, eine detaillierte Betrachtung der Bekleidungsindustrie, ein Benchmarking der CSR-Kommunikation von H&M und ArmedAngels sowie eine empirische Analyse der Verbraucherwahrnehmung.
Zu den zentralen Begriffen zählen Corporate Social Responsibility, Fast Fashion, Fair Fashion, Glaubwürdigkeit, Nachhaltigkeit in der Mode und Konsumentenverhalten.
Die Marken wurden als konzeptionell gegensätzliche Beispiele gewählt: H&M steht stellvertretend für den globalen Fast-Fashion-Markt, während ArmedAngels den Nischenmarkt für nachhaltige Fair Fashion repräsentiert.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass ArmedAngels hinsichtlich der Glaubwürdigkeit und der Kompetenz in Nachhaltigkeitsfragen bei den befragten Konsumenten deutlich besser abschneidet als H&M.
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