Bachelorarbeit, 2021
66 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Forschungsfrage
1.3 Struktur und Aufbau
2. Interpersonale Kommunikation in der Krankenhaussozialarbeit
2.1 Geschichte der Kommunikation in der Krankenhaussozialarbeit
2.2 Rahmenbedingungen der Kommunikation im Krankenhaus
2.2.1 Auswirkungen der Räumlichkeiten auf Gespräche
2.2.2 Auswirkungen von Abläufen und Strukturen auf Gespräche
2.3 Kommunikationskonzepte und ihre Wirkung in der Krankenhaussozialarbeit
2.3.1 Verstehen und verstanden werden
2.3.2 Emotionen erkennen und wertschätzen
2.3.3 Authentizität und Transparenz
2.4 Sichtbarkeit und Transport von Werten
3. Interpersonale Kommunikation in der Krankenhaussozialarbeit während der Covid-19 Pandemie
3.1 Die Maske – Eine schützende Einschränkung
3.1.1 Auswirkungen durch Mimik-Verlust der unteren Gesichtspartie
3.1.2 Vulnerable Patientengruppen
3.2 Kompensation und Lösungen
3.2.1 Prägnanz der Augen, Brauen und der Stirn
3.2.2 Die Stimme und paraverbale Stile
3.2.3 Bilder, Theater und Pantomime
3.3 Abstandsregeln und soziale Distanzierung
3.3.1 Auswirkungen fehlender Berührung oder Nähe
3.3.2 Gestik und Interaktion als Balance für Emotionen
3.4 Die Notsituation erschafft Lösungen
3.4.1 Krankenhäuser schaffen Alternativen
3.4.2 Comeback alter Medien und Hilfsmittel
3.4.3 Beschleunigung in der Digitalisierung
4. Chancen für die Krankenhaussozialarbeit für die pandemiefreie Zeit
4.1 Möglichkeiten, Entwicklungen und Strategien
4.2 Grenzen der Krankenhaussozialarbeit in der kommunikativen Gestaltung
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie sich die interpersonale Kommunikation in der Krankenhaussozialarbeit während der Covid-19-Pandemie verändert hat und welche neuen Lösungswege sowie Chancen sich daraus für die Zeit nach der Pandemie ableiten lassen.
3.1 Die Maske – Eine schützende Einschränkung
Wenn in dieser Arbeit von der Maske gesprochen wird, ist vordergründig die Mund-Nasen-Bedeckung gemeint, die allgegenwärtig, während der Covid-19 Pandemie inmitten unseres Selbst hängt. Sie ist als Schutz vor dem Virus oberstes Gebot geworden (vgl. Betsch et al. 2020, S. 21851–21853). In der Studie von Betsch et al. wurde schließlich festgestellt, dass Personen, die eine Maske tragen von anderen die diese ebenso tragen, als sympathischer und positiver wahrgenommen werden (ebd.). Wiederum erhalten Maskenverweigerer Misstrauen und Verachtung (ebd.). Zudem wurde schon in einer früheren Studie zu Atemwegserkrankungen festgestellt, dass Personen die empathisch gegenüber anderen sind, eher gesundheitsförderliches Verhalten, also auch das Tragen einer Maske akzeptieren (vgl. Lee-Baggley et al. 2004, S.20). Andererseits ist die Mund-Nasen-Bedeckung aber auch Gegenstand einer Situation die neben der bloßen Maskierung des Gesichtsbereichs jener Person eine neue Rolle auferlegt. Es ist nämlich nicht das gleiche mit und ohne Maske zu sein:
„Eine Metaphernsprache aus dem Bereich der Kunst wäre angemessener; denn sie weist uns auf die Tatsache hin, daß eine einzige Note in der falschen Tonart den Klang eines ganzen Konzerts zerstören kann“ (Goffman 2009, S.49).
Goffman (ebd.) betont folglich im obigen Zitat, dass jede kleinste Veränderung in einer Situation oder des Lebens eine völlige Neustrukturierung routinierter Abläufe bedeutet. Die Wahrnehmungen gehen hier auseinander, denn Prousa (2020, S. 4) gibt in ihrer Studie zu bedenken, dass es sehr subjektiv ist, sodass die Schutzgefühle gegenüber der Maske den Beklemmungen beim Tragen dieser gegenüberstehen. Dies bestätigt auch Cooper (1999, S.40-42), der sogar neben den unterschiedlichen Emotionen die einhergehen mit der veränderten Situation durch das Tragen der Maske außerdem auf einen Rollenwechsel hinweist: „[...] the mask transforms its wearer“ (Cooper 1999, S.42). Ein Beispiel hierzu gibt das Interview von Cooper mit einer Studentin, die angibt sich freier unterhalten zu können mit der Maske im Gesicht, da sie unangenehme Emotionen oder Situationen, wie dem Erröten der Wangen bei Scham, entgehen könne und so eine gewisse Sicherheit im Tragen der Maske läge, da man sich so vor unangenehmen Situationen verstecken könne (vgl. Cooper 1999, S. 110).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Krankenhaussozialarbeit als psychosoziale Komponente im klinischen Setting und stellt die Forschungsfrage nach den kommunikativen Veränderungen durch die Covid-19-Pandemie.
2. Interpersonale Kommunikation in der Krankenhaussozialarbeit: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Kommunikation im Krankenhaus, beleuchtet historische Aspekte sowie Konzepte wie Klientenzentrierung nach Carl Rogers und diskutiert Rahmenbedingungen wie Ökonomisierung und Raumgestaltung.
3. Interpersonale Kommunikation in der Krankenhaussozialarbeit während der Covid-19 Pandemie: Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen von Masken, Abstandsregeln und Isolation auf die Kommunikation und zeigt kreative Kompensationsmöglichkeiten sowie digitale Lösungen auf.
4. Chancen für die Krankenhaussozialarbeit für die pandemiefreie Zeit: Das Kapitel diskutiert, wie aus der Krise gelernte Strategien und eine gestärkte Wahrnehmung der Relevanz der Sozialarbeit in eine pandemiefreie Zukunft übertragen werden können.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Krankenhaussozialarbeit trotz der Herausforderungen durch die Pandemie an Bedeutung gewonnen hat und plädiert für eine stärkere wissenschaftliche Erforschung der psychosozialen Vorgänge.
Emotion, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung, interpersonale Kommunikation, Covid-19, Pandemie, Krankenhaus, Soziale Arbeit, Krankenhaussozialarbeit, Maske, Abstand, Krisenintervention, Beratung
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die durch die Covid-19-Pandemie für die interpersonale Kommunikation in der Krankenhaussozialarbeit entstanden sind, und untersucht, wie Sozialarbeiterinnen diese Hindernisse überwinden.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Hygienemaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsgeboten auf die psychosoziale Beratung, die Bedeutung von Empathie und Kongruenz sowie die Anpassung an digitale Kommunikationsmedien.
Das Ziel ist es, Lösungswege aufzuzeigen, wie Krankenhaussozialarbeit Beratung neu konstruiert hat, mit der Forschungsfrage: Wie gestaltet sich die Kommunikation in der Covid-19-Pandemie und welche Chancen ergeben sich daraus für die Zukunft?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und greift auf Konzepte wie die personenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers, das 4-Ohren-Modell von Schulz von Thun sowie aktuelle Studien und Praxisberichte zur Pandemie zurück.
Der Hauptteil behandelt die psychosoziale Belastung im Krankenhaus während der Pandemie, die spezifischen Barrieren der Masken-Kommunikation und wie durch Mimik, Stimme, Gestik sowie digitale Alternativen weiterhin ein professioneller Patientenkontakt gewährleistet werden kann.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Empathie, interpersonale Kommunikation, Krankenhaussozialarbeit, Maske, Krisenintervention und Empowerment.
Das Tragen von Masken behindert die nonverbale Kommunikation, da die untere Gesichtspartie verdeckt bleibt, was das Erkennen von Emotionen erschwert. Sozialarbeiterinnen müssen daher stärker auf Augen, Stimme und Gestik setzen, um Empathie zu vermitteln.
Die Digitalisierung wird als notwendige Antwort auf die Pandemie betrachtet, die den Kontakt zu Patienten und Angehörigen trotz physischer Distanz ermöglicht. Die Autorin weist jedoch kritisch darauf hin, dass diese Technik insbesondere für ältere oder psychisch belastete Patienten zusätzliche Hürden darstellen kann.
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