Bachelorarbeit, 2011
44 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Thematische Einführung
1.2. Zentrale Fragestellung und Vorgehensweise
1.3. Forschungsstand
2. Allgemeine Merkmale von Pan-Theorien
3. Der Panslawismus nach N.J. Danilewskij
3.1. Das Leben des N.J. Danilewskij
3.2. Das Werk „Russland und Europa“
3.2.1. Die Theorie der kulturhistorischen Typen
3.2.2. Nikolai Danilewskijs Definition von Europa
3.2.2.1. Was ist Europa?
3.2.2.2. Der germanisch-romanische Kulturtyp
3.2.3. Das Verhältnis zwischen der slawischen Welt und Europa
3.2.3.1. Die Slawen
3.2.3.2. Der allslawische Bund
3.2.3.3. Der Kampf mit Europa
3.2.4. Ein neuer kulturhistorischer Typ
4. Danilewskijs Theorie – eine Pan-Theorie?
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die theoretischen Konzepte von Nikolai Danilewskij die charakteristischen Merkmale von Pan-Theorien aufweisen und somit treffend als Panslawismus klassifiziert werden können.
3.2.1. Die Theorie der kulturhistorischen Typen
Nikolai Danilewskij lehnt die Einteilung der Geschichte der Menschheit in alte, mittlere und neuere Geschichte strikt ab. Denn diese Einteilung ist aus seiner Sicht falsch. Für ihn ist es eine Systematik, die allein von europäischen Historikern entwickelt wurde und daher den Lauf der Menschheitsentwicklung sehr subjektiv und ausschließlich aus europäischer Perspektive beschreibt. Denn diese Historiker hätten Ereignisse, die nur für Europa von gravierender Bedeutung gewesen sind, als Grenzen zwischen diesen drei großen, geschichtlichen Epochen herangezogen und damit die gesamte Weltgeschichte unterteilt.
Dadurch würden sie das Schicksal der europäischen Völker mit dem Schicksal der ganzen Welt gleichsetzen. Diese Einteilung sei jedoch willkürlich und unnatürlich. Das bekräftigt Danilewskij anhand mehrerer Beispiele. Er fragt zum Beispiel, inwiefern der Untergang des römischen Reiches die Geschehnisse in Afrika, Südamerika und China beeinflusst hat und folglich als Markierungen zwischen zwei Phasen der regionalen Geschichte dieser Gebiete gelten kann. Es habe bisher noch nie ein Ereignis stattgefunden, welches für das allgemeinmenschliche Schicksal richtungweisend war und Danilewskij geht davon aus, dass ein derartiges Ereignis auch niemals eintreten wird.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der politischen Theorien im 19. Jahrhundert sowie Definition der Forschungsfrage und des methodischen Vorgehens.
2. Allgemeine Merkmale von Pan-Theorien: Systematische Herleitung der Wesensmerkmale von Makronationalismustheorien unter Einbeziehung von Theorien wie jenen von Louis Snyder und Hannah Arendt.
3. Der Panslawismus nach N.J. Danilewskij: Umfassende Analyse des Lebens von Danilewskij sowie seines Werks „Russland und Europa“ unter besonderer Berücksichtigung der kulturhistorischen Typen.
4. Danilewskijs Theorie – eine Pan-Theorie?: Synthese und Abgleich der Thesen Danilewskijs mit den zuvor erarbeiteten Kriterien für Pan-Bewegungen.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung Danilewskijs für die politische Theorie.
Nikolai Danilewskij, Panslawismus, Russland und Europa, Pan-Theorie, Makronationalismus, Kulturhistorische Typen, Slawophilismus, Allslawischer Bund, Orthodoxie, Nationalismus, Russland, Slawen, Politische Theorie, Geschichtsphilosophie, Europäische Völker.
Die Arbeit untersucht das Denken des russischen Theoretikers Nikolai Danilewskij und prüft, ob sein Hauptwerk „Russland und Europa“ als eine Form des Panslawismus und somit als eine Pan-Theorie einzuordnen ist.
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des Panslawismus, die Entwicklung von Pan-Bewegungen im Allgemeinen sowie eine detaillierte Analyse der Thesen Danilewskijs zu Kulturtypen und internationalen Beziehungen.
Das Ziel ist der Nachweis, ob Danilewskijs Theorie die theoretischen Kriterien von Pan-Theorien erfüllt, um ihn als „Programmatiker des russischen Panslawismus“ wissenschaftlich korrekt zu verorten.
Die Autorin verwendet eine systematische Literaturanalyse und einen komparativen Ansatz, bei dem Danilewskijs Thesen mit den Definitionen von Pan-Theorien bekannter Forscher wie Louis Snyder und Hannah Arendt abgeglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Merkmale von Pan-Theorien sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Danilewskijs „Theorie der kulturhistorischen Typen“ und seiner Sicht auf Europa und die slawische Welt.
Die Arbeit basiert auf Schlüsselbegriffen wie „Kulturhistorische Typen“, „Allslawischer Bund“, „Russland“, „Slawentum“, „Orthodoxie“ und „Makronationalismus“.
Danilewskij sieht Russland als die führende Macht, die dazu berufen ist, den „allslawischen Bund“ anzuführen und die slawische Zivilisation gegen westliche Einflüsse zu schützen und zu bewahren.
Er betrachtet dieses Verhältnis als fundamental gegensätzlich und unausweichlich konfliktgeladen, da Europa als ein sterbender Kulturtyp angesehen wird, während die slawische Welt am Beginn ihrer Entfaltung steht.
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