Bachelorarbeit, 2021
89 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen und Forschungsstand
2.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.1.1 Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
2.1.2 Rechtliche Grundlagen
2.1.3 Ansatzpunkte für gesundheitsbezogene Maßnahmen
2.2 Formen flexibler Arbeitsorte
2.2.1 Abgrenzung der Begrifflichkeiten
2.2.2 Homeoffice als flexible Arbeitsform
3. Herausforderungen und gesundheitliche Risiken im Homeoffice
3.1 Ergonomische Aspekte und physische Belastungen
3.2 Führung auf Distanz
3.3 Work-Life-Balance
3.4 Zeitliche Komponente und Erreichbarkeit
3.5 Psychische Belastungen
3.6 Soziale Komponente und Kommunikation
3.7 Arbeitsproduktivität
3.8 Präsentismus
3.9 Problemstellung
4. Forschungsmethode
4.1 Datenerhebung
4.1.1 Feldzugang
4.1.2 Interviewleitfaden
4.1.3 Kurz-Fragebogen
4.2 Datenauswertung nach Mayring
4.2.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials
4.2.2 Fragestellung der Analyse
4.2.3 Kategorienbildung
5. Ergebnisse der Forschung
5.1 Ergonomische Aspekte und physische Belastungen
5.2 Führung auf Distanz
5.3 Work-Life-Balance
5.4 Zeitliche Komponente und Erreichbarkeit
5.5 Psychische Belastungen
5.6 Soziale Komponente und Kommunikation
5.7 Arbeitsproduktivität
5.8 Präsentismus
5.9 Reflexion der Forschungsmethode
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die gesundheitlichen Herausforderungen beim ortsflexiblen Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung und identifiziert notwendige Anpassungen durch Arbeitgeber, Führungskräfte und Beschäftigte zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit.
3.1 Ergonomische Aspekte und physische Belastungen
Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems in Bereichen von Bürotätigkeiten stehen sowohl bei Befragungen von Beschäftigten als auch in Fehlzeitenstatistiken sehr weit vorn. Die typische Bürotätigkeit besteht aus statischer Haltearbeit der Muskulatur. Dies führt zu Verspannungen, insbesondere im Nacken-Schulter-Bereich und in den Armen. Auch für den Rücken ist das viele Sitzen nicht gerade gesundheitsförderlich. Die Rumpfmuskulatur erschlafft und die nach vorn gebeugte Haltung beim Sitzen führt dazu, dass die Bandscheiben in erhöhtem Maß beansprucht werden.
Bildschirmarbeit bedeutet auch Stress für die Augen. Typische Probleme sind z. B. Bindehautentzündungen, müde Augen sowie Augen- sowie Kopfschmerzen. Neben den Belastungen des Muskel-Skelett-Systems, kann die lang andauernde physische Inaktivität, die eine Bürotätigkeit häufig mit sich bringt, auch zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führen.
Um solchen gesundheitlichen Beschwerden entgegenzuwirken, sollten den Beschäftigten ergonomisch gut gestaltete Arbeitsplätze bereitgestellt werden. Doch was bedeutet eigentlich ergonomisch? Laut Definition der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ist Ergonomie die „[…] Lehre von der menschlichen Arbeit.“ Das heißt, dass sich die Ergonomie mit der Anpassung der Arbeitsmittel, der Arbeitsorganisation und der Arbeitsumgebung an den Menschen, was letztendlich zu einer menschengerechten Arbeit führt, befasst.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Gesundheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement im Kontext der zunehmenden Digitalisierung und Homeoffice-Nutzung.
2. Theoretische Grundlagen und Forschungsstand: Erläuterung der Konzepte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und der verschiedenen Formen flexibler Arbeitsorte.
3. Herausforderungen und gesundheitliche Risiken im Homeoffice: Detaillierte Analyse physischer, psychischer und sozialer Belastungsfaktoren sowie der Problemstellung bei der Arbeit im Homeoffice.
4. Forschungsmethode: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns mittels Experteninterviews und Kurz-Fragebögen sowie der Datenauswertung nach Mayring.
5. Ergebnisse der Forschung: Präsentation und Diskussion der Interviewergebnisse im Vergleich mit dem theoretischen Forschungsstand.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse und Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung von Homeoffice-Arbeitsplätzen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Homeoffice, Mobile Arbeit, Ergonomie, Psychische Belastung, Führung auf Distanz, Work-Life-Balance, Arbeitsproduktivität, Präsentismus, Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz, Digitale Arbeitswelt, Öffentliche Verwaltung, Prävention, Mitarbeiterführung.
Die Arbeit analysiert, wie sich das Betriebliche Gesundheitsmanagement an die Anforderungen des zunehmend flexiblen Arbeitsortes „Homeoffice“ anpassen muss, um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung zu erhalten.
Die Schwerpunkte liegen auf Ergonomie, psychischen Belastungen, Führung auf Distanz, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (Work-Life-Balance) sowie der Arbeitsproduktivität im häuslichen Umfeld.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: „Mit Hilfe welcher Maßnahmen können gesundheitliche Herausforderungen im Homeoffice bewältigt werden?“
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsmethode, bestehend aus semistrukturierten Interviews mit verschiedenen Personengruppen (Führungskräfte, Beschäftigte, Betriebsarzt) sowie ergänzenden Kurz-Fragebögen, ausgewertet nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Philipp Mayring.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen dargelegt, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse gesundheitlicher Risiken und Herausforderungen, um darauf aufbauend konkrete Handlungsmaßnahmen für Arbeitgeber und Führungskräfte abzuleiten.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Betriebliches Gesundheitsmanagement, Homeoffice, Ergonomie, Führung auf Distanz und Gesundheitsförderung definieren.
Ein Großteil der Interviewten berichtet von einer höheren Produktivität im Homeoffice, da typische Störungen aus dem Büroalltag wegfallen. Einige Befragte sehen jedoch Herausforderungen durch technische Probleme oder mangelnde Trennung von Privat- und Arbeitsleben.
Der Führungskraft kommt eine Schlüsselrolle zu: Sie muss Vertrauen aufbauen, regelmäßigen Kontakt halten, ohne zu kontrollieren, und die Mitarbeitenden motivieren, Gesundheitsangebote sowie Pausen aktiv wahrzunehmen.
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