Masterarbeit, 2020
73 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Darstellung der Krankheit COVID-19 und des bisherigen Verlaufs der Pandemie
2.2. Ethische Konzepte: Deontologische Ethik und Utilitarismus
2.2.1. Deontologische Ethik
2.2.2. Utilitarismus
2.3. Welche ethischen und moralischen Probleme wirft die Corona-Pandemie auf?
2.3.1. Maßnahmen der deutschen Regierung im Zuge des Lockdowns
2.3.2. Maßnahmen der deutschen Regierung im Zuge der Lockerungen
2.3.3. Das politische Problem des Vertrauensverlustes in die deutsche Regierung
2.4. Medizinethische Fragen und Probleme im Zuge der Pandemie
2.5. Wie lassen sich die Probleme bewältigen? Versuch der Aufstellung von ethischen Richtlinien
3. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die ethischen und moralischen Herausforderungen, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Ziel ist es, die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus – insbesondere während der Lockdowns und der Lockerungsphasen – kritisch vor dem Hintergrund deontologischer und utilitaristischer Ethikkonzepte zu analysieren und zu hinterfragen, inwieweit die Politik diesen moralischen Anforderungen gerecht wurde.
2.2.2. Utilitarismus
Der Utilitarismus ist eine Ethik im Sinne des Konsequentialismus. Dieser interessiert sich vor allem, das steckt schon im Wort, für die Konsequenzen, also die Folgen einer Handlung. Sind die Folgen, die aus der Handlung entstehen, gut, so muss die Handlung durchgeführt werden. Dies gilt nicht nur für das Individuum an sich, es geht um den „besten erreichbaren Weltzustand“23, der durch die Handlung erreicht werden soll.
Dies bedeutet, dass auch eine Handlung, die an sich schlecht ist, wie zum Beispiel eine Lüge, und die vielleicht für den ein oder anderen negative Folgen nach sich zieht, durchgeführt werden muss, wenn es für den Weltzustand, also für die Allgemeinheit, positive Auswirkungen hat. Dies führt zu der Theorie des Utilitarismus, der in diesem Fall dem ethischen Egoismus gegenübersteht, bei dem lediglich an die eigenen Zwecke und Vorteile gedacht und dementsprechend gehandelt wird. Beim Utilitarismus wird eine Handlung nach der „Nützlichkeit ihrer Folgen beurteilt“24, und zwar nach der Nützlichkeit zum Wohle aller oder zumindest der höchsten Anzahl an erreichbaren Menschen. Ziel ist es, für die komplette Gesellschaft einen Zustand des Glücks herzustellen.
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert die Krisensituation der Corona-Pandemie und definiert das Ziel der Arbeit, die ethischen und moralischen Probleme dieser Zeit philosophisch zu durchleuchten.
2. Hauptteil: Der Hauptteil bietet zunächst eine Darstellung des Krankheitsverlaufs, erläutert die theoretischen Grundlagen (Deontologie und Utilitarismus) und untersucht dann detailliert staatliche Maßnahmen, medizinethische Fragestellungen sowie den resultierenden Vertrauensverlust in die Politik.
2.1. Darstellung der Krankheit COVID-19 und des bisherigen Verlaufs der Pandemie: Hier wird der Ursprung und die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 beschrieben, um eine Basis für das Verständnis der späteren ethischen Analysen zu schaffen.
2.2. Ethische Konzepte: Deontologische Ethik und Utilitarismus: Dieses Kapitel stellt die beiden philosophischen Konzepte vor, die als Grundlage für die ethische Bewertung der Pandemie-Maßnahmen dienen.
2.3. Welche ethischen und moralischen Probleme wirft die Corona-Pandemie auf?: Dies ist der zentrale Analyseteil, der Maßnahmen, deren Rechtfertigung und die daraus resultierenden sozialen und politischen Konsequenzen erörtert.
2.4. Medizinethische Fragen und Probleme im Zuge der Pandemie: Dieses Kapitel behandelt die spezifisch medizinethischen Dilemmata, insbesondere im Bereich der Triage und der Entwicklung sowie Verteilung eines Impfstoffes.
2.5. Wie lassen sich die Probleme bewältigen? Versuch der Aufstellung von ethischen Richtlinien: Abschließend wird versucht, auf Basis der vorangegangenen Analyse Handlungsempfehlungen für zukünftige Krisen zu entwickeln.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont die Notwendigkeit einer ethisch fundierteren, konsistenteren Kommunikation und Vorbereitung staatlicher Institutionen in Krisenzeiten.
Corona-Pandemie, Ethische Konzepte, Deontologische Ethik, Utilitarismus, Lockdown, Triage, Menschenwürde, Politische Maßnahmen, Vertrauensverlust, Medizinethik, Impfstoffentwicklung, Pflichtethik, Folgeethik, Pandemie-Vorbereitung, Krisenmanagement
Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und moralischen Bewertung der politischen und gesellschaftlichen Reaktionen auf die Corona-Pandemie, insbesondere in Deutschland.
Zentral sind die philosophische Analyse staatlichen Handelns (Lockdown-Maßnahmen), medizinethische Herausforderungen wie die Triage und die Auswirkungen auf Demokratie und Vertrauen.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, welche ethischen Probleme die Pandemie aufgeworfen hat und wie staatliche Maßnahmen vor dem Hintergrund philosophischer Ethikmodelle zu beurteilen sind.
Die Arbeit nutzt eine philosophische Analyse durch Anwendung der deontologischen Ethik und des Utilitarismus auf reale politische Entscheidungen der Bundesregierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Ethikmodelle, die praktische Untersuchung von Maßnahmen wie Lockdown und Lockerungen sowie medizinethische Probleme und das Problem des politischen Vertrauensverlustes.
Wichtige Begriffe sind Corona-Pandemie, Deontologische Ethik, Utilitarismus, Lockdown, Triage und politische Verantwortung.
Der Autor führt die Risikoanalyse an, um aufzuzeigen, dass die Regierung prinzipiell auf solche Szenarien vorbereitet hätte sein können und eine mangelnde Vorbereitung als ethisches Versäumnis kritisiert.
Der Autor kritisiert die Sonderstellung des Profi-Fußballs als moralisch problematisch, da sie für die Bevölkerung schwer nachvollziehbar ist und ein Gefühl von Ungleichbehandlung erzeugt, das den Vertrauensverlust in die Politik fördert.
Der Autor lehnt utilitaristische Berechnungen des Lebenswertes ab, spricht sich für medizinische Kriterien aus und fordert, dass niemand aufgrund seines sozialen Status oder Alters von der Behandlung ausgeschlossen werden darf.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Politik zwar primär nach pflichtethischen Grundsätzen handelte, dabei aber inkonsequent und inkonsistent vorging, was zu unnötigen sozialen Spannungen führte, weshalb für die Zukunft ethische Richtlinien als Orientierungshilfe dringend erforderlich sind.
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