Masterarbeit, 2021
26 Seiten, Note: 1,0
1 Hilfreiche Definitionen
2 Das Abendmahlverständnis – eine Betrachtung der Quelle
3 Die Geschichte des Abendmahl-Verständnisses
4 Die Vielfältigkeit der Glaubenslehren in den Kirchen
5 Ausgewählte Beispiele des Glaubensvollzugs heute
6 Ökumene heute
7 Schlussbetrachtung
Diese Masterarbeit untersucht das christliche Abendmahlsverständnis im Wandel der Zeit. Ziel ist es, die biblischen und historischen Grundlagen der verschiedenen kirchlichen Traditionen aufzuarbeiten, um die unterschiedlichen konfessionellen Lehren sowie die heute praktizierten Formen des Glaubensvollzugs verständlich gegenüberzustellen und ökumenische Gemeinsamkeiten zu identifizieren.
2 Das Abendmahlverständnis – eine Betrachtung der Quelle
Aus Sicht der römisch-katholischen Kirche vollzieht sich nach Ansicht von P. Hans Buob in der Liturgie des Gottesdienstes ein „Geschehen, bei dem sich vollzieht, was gesagt wird.“10 Während die spezifischen Lehren der Kirchen unter 2c und in Kapitel 4 nochmals näher unter die Lupe genommen werden sollen, scheint mir hier wichtig, zunächst „kirchenneutral“ die Einsetzungsworte, die auch Wandlungsworte oder „Hingabegebet“11 genannt werden, zunächst einmal von ihrer Wortbedeutung her zu betrachten.
„Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird“ – und – „Das ist mein Blut, das für Euch und für alle / viele vergossen wird…“.
Diese Worte finden sich in allen synoptischen Evangelien (Mk 14, Mt 26 und Lk 22) sowie im 1. Korintherbrief (1 Kor 11), wobei Letzterer als die älteste literarische Fassung gilt – entstanden etwa 54 n.Chr.
Während die Evangelisten Markus und Matthäus das Abendmahlgeschehen in die Leidensgeschichte (=Passion) Jesu integrieren, verbindet der Apostel Lukas das Geschehen zusätzlich mit dem Passahmahl (siehe 2b). Beim Evangelisten Johannes (Joh 6) findet sich kein direkter Einsetzungsbericht, sondern ein als Brotrede bekannter Passus, der durch die Fußwaschung Jesu als Liebesakt und –gebot ergänzt wird.12 Diese Brotrede findet sich im Anschluss an die berühmte Speisung der 5.000, in gewisser Weise auch einem anderen Mahl, das hier stattfand.13
Betrachten wir nochmals die synoptischen Evangelisten etwas näher. M. Kähler sagt14, dass das Markus-Evangelium eine „„Passionsgeschichte mit ausführlicher Einleitung““15 sei. Hier wird also der Schwerpunkt auf die Bedeutung des Leidens und Sterbens Jesu hervorgehoben. Matthäus hebt Jesu konsequenten Weg als „Weg der Gerechtigkeit“ (Mt 3, 15) hervor. Jesus blickt auf seine Vollendung voraus und wird dabei zu einem Leit- und Vorbild für die ihn begleitenden Jünger. Der Evangelist Lukas wiederum beschreibt, was genau Jesu Sieg über den Tod für die Gemeinde der Glaubenden bedeutet. Jede Mahlfeier ist für Lukas ein Zeichen für Jesu Sieg über den Tod und für die himmlische Vollendung – wenn wir also an den Tod Jesu denken, so wird es immer auch ein „Auferstehungs-Mahl“16 sein.17
1 Hilfreiche Definitionen: Klärung zentraler Begriffe wie Abendmahl, Eucharistie, Opfer und Agape, um eine gemeinsame sprachliche Basis für die weiteren Ausführungen zu schaffen.
2 Das Abendmahlverständnis – eine Betrachtung der Quelle: Analyse der biblischen Einsetzungsworte und deren Einbettung in den Kontext des Passahfestes sowie das Wirken Jesu.
3 Die Geschichte des Abendmahl-Verständnisses: Historischer Abriss über die Entwicklung von der urchristlichen Mahlgemeinschaft über die mittelalterlichen Lehren bis hin zur Reformation.
4 Die Vielfältigkeit der Glaubenslehren in den Kirchen: Darstellung der spezifischen dogmatischen Positionen der römisch-katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen zum Abendmahl.
5 Ausgewählte Beispiele des Glaubensvollzugs heute: Betrachtung konkreter praktischer Fragen des Abendmahls, wie etwa die Häufigkeit der Feier, die Zulassung von Kindern und die Verwendung von Brot und Wein.
6 Ökumene heute: Diskussion über das Trennende, die ökumenischen Bemühungen um Annäherung und die Identifizierung eines gemeinsamen christlichen Glaubenskerns.
7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion über die Vielfalt und die Hoffnung auf eine christliche Einheit trotz verbleibender Unterschiede.
Abendmahl, Eucharistie, Realpräsenz, Transsubstantiation, Ökumene, Passahmahl, Opfer-Theologie, Liturgie, Kirchengemeinschaft, Biblische Exegese, Konfessionen, Christlicher Glaube, Apostolische Sukzession, Abendmahlsgemeinschaft, Heilsgeschehen.
Die Arbeit untersucht das Verständnis und die Praxis des Abendmahls in verschiedenen christlichen Konfessionen von den biblischen Anfängen bis in die heutige Zeit.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Abendmahlslehre, dogmatische Unterschiede zwischen den Kirchen und die praktische Gestaltung des Gottesdienstes.
Das Ziel ist, die verschiedenen Sichtweisen auf das Abendmahl darzustellen und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen, um ein besseres Verständnis für das ökumenische Miteinander zu fördern.
Die Arbeit stützt sich auf eine systematisch-theologische Analyse, die biblische Quellen, historische Entwicklungen und aktuelle kirchenspezifische Lehrmeinungen auswertet.
Im Hauptteil werden die Definitionen, die biblische Quelle, die geschichtliche Entwicklung, die unterschiedlichen Glaubenslehren und aktuelle Beispiele der Praxis detailliert analysiert.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Abendmahl, Eucharistie, Ökumene, Realpräsenz und den verschiedenen theologischen Strömungen innerhalb des Christentums.
Die Transsubstantiation geht von einer realen Wandlung der Substanz von Brot und Wein in Leib und Blut Christi aus, während symbolische Ansätze das Mahl als Gedenken oder Zeichenhandlung betrachten.
Die Komplexität ergibt sich aus tief verwurzelten dogmatischen Differenzen, insbesondere bezüglich des Priesteramtes, der Realpräsenz und der autoritativen Auslegung der Einsetzungsworte.
Sie stellt die Grundlage der Kirchengemeinschaft innerhalb des europäischen Protestantismus dar und ermöglicht die gegenseitige Einladung zur Teilnahme am Abendmahl.
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