Bachelorarbeit, 2019
43 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Humor und Witz
2.1 Begrifflichkeiten: Lachen, Humor und Witz
2.2 Traditionelle Humortheorien
2.2.1 Überlegenheitstheorie
2.2.2 Entspannungstheorie
2.2.3 Inkongruenztheorie
2.3 Analyse: Witz und Witzkommunikation
2.3.1 Erfolg und Misserfolg eines Witzes
2.3.2 Ethnische Witze oder die Blason populaire
3. Stereotype und Rassismus
3.1 Racial und Racist Stereotypes
3.2 Rassismus – Versuch einer Definition
4. Stereotype, Rassismus und Humor
4.1 Witz und Moral
4.1.1 Blason populaire-Witze: Eine Analyse
4.1.2 Stereotype und Moral
4.1.3 Zwischen Witz und Wirklichkeit
4.1.4 Ich lache, also bin ich?
4.2 Schluss mit lustig?
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die moralische Ambivalenz von sogenannten Blason populaire-Witzen (ethnischen Witzen) aus einer philosophischen Perspektive. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse der moralischen Relevanz dieser Witze und die Frage, inwieweit die Verwendung von Stereotypen in der Witzkommunikation ethisch problematisch ist.
2.3 Analyse: Witz und Witzkommunikation
Humor im Allgemeinen, und der Witz im Speziellen, stellt ein soziales Phänomen dar. Es handelt sich also um eine Kommunikationsform, die in soziale Beziehungen eingebettet ist und somit verschiedene Individuen involviert. Witze leben vom ständigen Weitererzählen, sodass sie in jeder Interaktion wieder umgestaltet werden. Das macht den Witz zum social event, und nicht etwa zu einer individuellen Kreation. Kommunikation zeichnet sich generell durch einen Sender und einen Empfänger aus. Mit Witzen verhält sich das gleich: Der Witzerzähler sendet den Witz an einen Empfänger, also den Zuhörer des Witzes (vgl. Kuipers, 1971, S. 6f.).
Vor diesem Hintergrund bildete sich der Begriff der Witzkommunikation heraus. Er wurde im Rahmen dieser Arbeit neu eingeführt und in Anlehnung an Helga Kotthoffs Term der Scherzkommunikation entstanden. Hierbei werden kommunikative Prozesse beschrieben, die sogenannte nichternste Interaktionsmodalitäten beinhalten (vgl. Kotthoff, 2006, S. 8). Die Bezeichnung der Witzkommunikation soll die gleiche Bedeutung wie die Scherzkommunikation umfassen, jedoch mit der minimalen Präzisierung auf die Funktionsweise von Witzen. Daher erschien die Umformulierung von Kotthoffs Terminus für das Anliegen dieser Arbeit doch als passender.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Kehrseite des Humors, insbesondere der moralischen Problematik von Blason populaire-Witzen.
2. Humor und Witz: Dieses Kapitel erarbeitet die begrifflichen Grundlagen sowie die klassischen Humortheorien und führt den Begriff der Witzkommunikation ein.
3. Stereotype und Rassismus: Es erfolgt eine theoretische Klärung der Begriffe Stereotyp und Rassismus, um die Basis für die spätere Analyse zu schaffen.
4. Stereotype, Rassismus und Humor: Der Hauptteil analysiert die moralische Dimension von Witzen, die auf rassistischen oder ethnischen Stereotypen basieren.
5. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die moralische Relevanz von Blason populaire-Witzen angesichts ihrer sozialen Auswirkungen.
Blason populaire, Witzkommunikation, Humor, Stereotype, Rassismus, Ethik, Diskriminierung, ethnische Witze, moralische Ambivalenz, Vorurteile, soziale Interaktion, Inkongruenztheorie, Überlegenheitstheorie, Entspannungstheorie.
Die Arbeit untersucht die moralische Problematik und die ethischen Implikationen von sogenannten Blason populaire-Witzen, also Witzen, die sich auf ethnische oder nationale Gruppen beziehen.
Die zentralen Felder sind die philosophische Humortheorie, die Soziologie der Witzkommunikation, die Theorie von Stereotypen und Vorurteilen sowie die philosophische Ethik.
Das Ziel ist es, die moralische Relevanz und Ambivalenz ethnischer Witze zu hinterfragen und zu klären, unter welchen Bedingungen die Verwendung von Stereotypen im Humor ethisch problematisch ist.
Die Arbeit nutzt eine philosophisch-theoretische Analyse, bei der existierende Theorien zu Humor, Rassismus und Stereotypisierung auf konkrete Fallbeispiele von Witzen angewandt und kritisch evaluiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Humorforschung sowie eine konkrete Untersuchung der moralischen Problematik bei der Verwendung von Witzen, die auf rassistischen oder diskriminierenden Mustern basieren.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Blason populaire, Witzkommunikation, moralische Ambivalenz und Stereotypenanalyse geprägt.
Die Arbeit nutzt unter anderem den Ansatz von Luvell Anderson, um zwischen lediglich racial-orientierten Witzen, racially insensitive Humor und explizit rassistischem Humor zu unterscheiden.
Er dient als terminologische Klammer für Witze, die auf Stereotypen über andere nationale oder ethnische Gruppen basieren, und löst den oft negativ konnotierten und unpräzisen Begriff "ethnischer Witz" ab.
Die Arbeit diskutiert dies als "semi-automatische" Reaktion und verdeutlicht, dass die Entscheidung, einen Witz als lustig zu empfinden, oft unabhängig von den bewussten moralischen Überzeugungen des Erzählers oder Zuhörers verläuft.
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