Examensarbeit, 2020
128 Seiten, Note: 15 Punkte
1. Einleitung
2. Der Schriftspracherwerb
2.1 Bedeutung und Funktion von Laut- und Schriftsprache
2.2 Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schriftsprach-erwerb
2.3 Das Stufenmodell des Schriftspracherwerbs nach Valtin
3. Lesekompetenzentwicklung und ihre Fördermethoden
3.1 Lesekompetenz und Leseentwicklung in der Didaktik
3.2 Kompetenzen für eine eigenständige und flüssige Lesepraxis
3.3 Lesefördermethoden und ihre Auswirkungen auf die einzelnen Ebenen des Lesekompetenzmodells
4. Forschungsfrage
5. Methodisches Vorgehen und Auswertung
5.1 Auswertung der Interviews
5.2 Auswertung Elternfragebögen
6. Ergebnisse der Datenauswertung
7. Diskussion der Ergebnisse
10. Anhang
10.1 Interview Transkript - Schulleitung
10.1.1 Dokumentarische Inhaltsanalyse: Befragung der Schulleitung
10.2 Interview Transkript - Lehrkraft A
10.2.1 Dokumentarische Inhaltsanalyse: Befragung der Lehrkraft A
10.3 Interview Transkript der Lehrkraft B
10.3.1 Dokumentarische Inhaltsanalyse: Befragung der Lehrkraft B
10.4 Elternfragebogen
10.4.1 Qualitative Inhaltsanalyse: Elternfragebögen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Lesekompetenzerwerb bei Grundschulkindern sowohl während als auch nach dem Schriftspracherwerb durch verschiedene Akteure (Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern) unterstützt wird. Ziel ist es, in der Praxis existierende Fördermaßnahmen zu identifizieren und zu bewerten, um einen Beitrag zur Verbesserung der Leseförderung in der Grundschule zu leisten.
Die Meilensteine des Lesenlernens
„Im Laufe des Lesenlernens ändern sich die bevorzugten Lesestrategien. Es läßt sich über verschiedene Kinder hinweg eine gewisse Systematik in der Entwicklung erkennen. Das bedeutet aber nicht, daß alle Kinder dem gleichen Entwicklungsweg folgen und schon gar nicht im Gleichschritt“ (Scheerer-Neumann, 1987, S.221).
Ähnlich wie beim Schreibenlernen ahmt das Kind zu allererst das Lesen nach. Hierbei kann das Kind zwar noch nicht lesen, tut aber so, als ob es lesen könnte. Das Buch, das das Kind gerade „liest“ kann dabei auch mal falsch herum gehalten werden. Typisch auf dieser Stufe ist, dass das Kind Dinge erfindet, die der Text angeblich offenbart und die sich auch immer wieder ändern können, wenn man nochmal nachfragt, was denn an einer Stelle im Text steht. Die zweite Stufe nennt sich ‚naiv ganzheitliches Lesen‘, denn das Kind ist zwar schon in der Lage einzelne Buchstaben wiederzuerkennen, errät Wörter allerdings aufgrund von visuellen Merkmalen. Buchstaben werden durch figurative Eigenschaften identifiziert. Auf der dritten Stufe beginnt erst die Einsicht in den Buchstaben-Laut-Bezug, sodass Lautelemente benannt werden können. Das Kind versteht erst auf dieser Stufe, dass jeder Buchstabe auch einen bestimmten Laut darstellt. Jedoch wird sich bei der Entzifferung von Wörtern nur an dem Anfangsbuchstaben oder dem Kontext orientiert, sodass es hier auch mal zu Verwechslungen von ähnlichen Wörtern kommen kann. Mit der nächsten Stufe erfolgt die komplette Einsicht in die Buchstaben-Laut-Beziehung und das Kind kennt daher schon die meisten Buchstaben und die zugehörigen Laute. Das Erlesen eines Wortes erfolgt buchstabenweise und ist meist noch nicht flüssig genug, um die Bedeutung des Wortes verstehen zu können. Erst auf der fünften Stufe kann das Kind Buchstaben zu Silben zusammenziehen und Morpheme nutzen, um das Wort zu entziffern. Das Kind verwendet hier orthografische, bzw. sprachstrukturelle Elemente, verbraucht aber noch zu viel Aufmerksamkeit auf das Erlesen des Wortes, als auf die Bedeutung. Auf der letzten Stufe ist das Kind schließlich fähig, Teilprozesse zu automatisieren und somit Wörter zu erkennen und Hypothesen zur Wortbedeutung zu bilden. Bedeutungen von Wörtern werden durch flüssiges Lesen ersichtlicher, da sich das Gehirn nicht mehr vollständig auf Buchstaben und Laute konzentrieren muss, sondern sich dem Inhalt des Gelesenen widmen kann (Valtin, 2000).
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet das Thema der Arbeit anhand der IGLU-Studie und skizziert die Zielsetzung sowie das Vorgehen zur Untersuchung der Leseförderung.
2. Der Schriftspracherwerb: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Schriftspracherwerbs, einschließlich der Bedeutung der Schriftsprache und der Entwicklungsstufen nach Valtin.
3. Lesekompetenzentwicklung und ihre Fördermethoden: Hier werden das Lesekompetenzmodell von Rosebrock und Nix sowie verschiedene didaktische Ansätze zur Leseförderung detailliert beschrieben.
4. Forschungsfrage: Die Forschungsfrage wird hergeleitet und die Notwendigkeit einer empirischen Untersuchung der Unterstützung durch Schule und Eltern begründet.
5. Methodisches Vorgehen und Auswertung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Design der Untersuchung, basierend auf Experteninterviews und Elternfragebögen.
6. Ergebnisse der Datenauswertung: Die erhobenen Daten aus den Interviews und Fragebögen werden hier strukturiert präsentiert und in Beziehung zueinander gesetzt.
7. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden im Kontext der Fragestellung reflektiert und kritisch gewürdigt.
Lesekompetenz, Schriftspracherwerb, Leseförderung, Grundschule, Lautleseverfahren, Vielleseverfahren, Lesemotivation, Elternarbeit, Lesetandem, Bildungsstandards, Lesesozialisation, Lesediagnostik, Unterrichtsgestaltung, Lesestrategien, Lesenlernen.
Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung des Lesekompetenzerwerbs von Kindern im Grundschulalter, insbesondere im Kontext und Anschluss an den anfänglichen Schriftspracherwerb.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Schriftspracherwerbs, die Entwicklung der Lesekompetenz, verschiedene Lesefördermethoden sowie die Rolle von Schulleitung, Lehrkräften und Eltern bei der Förderung.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie die Unterstützung des Lesekompetenzerwerbs in der schulischen und familiären Praxis tatsächlich erfolgt und ob diese den didaktischen Empfehlungen entspricht.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Experteninterviews mit einer Schulleitung und zwei Lehrkräften sowie schriftlichen Befragungen von Eltern.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Modelle (Valtin, Rosebrock & Nix) dargelegt als auch die Ergebnisse der empirischen Erhebung an einer ausgewählten Grundschule ausgewertet.
Die zentralen Begriffe sind Lesekompetenz, Schriftspracherwerb, Leseförderung, Grundschule, Lautleseverfahren und Lesemotivation.
Die Kooperation bietet den Kindern zusätzliche Möglichkeiten für Lesewettbewerbe, Autorenlesungen und einen breiteren Zugang zu Literatur, was die Lesemotivation nachhaltig steigern kann.
Die Lesemütter unterstützen die Lehrkräfte durch eine 1:1-Betreuung der Kinder, wodurch eine individuelle Förderung des lauten Lesens ermöglicht wird, die im Klassenverband zeitlich oft zu kurz kommt.
Es wird kritisiert, dass manche Lehrkräfte veraltete Methoden bevorzugen und neuen didaktischen Forschungen oder Methodenvielfalten nicht offen gegenüberstehen, was die individuelle Förderung schwacher Leser erschweren kann.
Die Lehrkräfte empfinden die Vorgaben als zu allgemein gehalten („Wischiwaschi-Formulierungen“), was ihnen zwar kreativen Freiraum lässt, aber gleichzeitig eine hohe Anforderung an ihre eigene Unterrichtsplanung stellt.
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