Masterarbeit, 2015
133 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Herangehensweise an das Thema
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Aktueller Forschungsstand
2. Geschichtlicher Kontext und Vorgängerbauten
2.1 Die Burg
2.2 Der Herrensitz
2.3 Der Vorgängerbau – Diskussion der unterschiedlichen Theorien
3. Planungs- und Baugeschichte des heutigen Ensembles
3.1 Besitzwechsel zu Familie von Elverfeldt und Bauprozess
3.2 Beschreibung und Analyse des Herrenhauses und Ensembles
3.3 Die Parkanlage
3.4 Weitere Entwicklung und Nutzungsgeschichte
4. Vergleich mit anderen Bauten von Engelbert Kleinhanz
4.1 Der Architekt Kleinhanz
4.2 Gebäude von Kleinhanz
4.2.1 Schloss Berge ( 1885 – 1788)
4.2.2 Haus Dahlhausen (1794 – 1799)
4.2.3 Schloss Steinhausen (um 1810)
4.3 Gesamtbeurteilung
5. Zeitgenössische Herrenhausbauten anderer Architekten
5.1 Die Architekten Vagedes und Reinking
5.2 Die Gebäude von Vagedes und Reinking
5.2.1 Schloss Harkotten – Korff (1804 – 1806)
5.2.2 Schloss Oberhausen (1808 - 1818)
5.2.3 Schloss Brünninghausen (um 1810)
5.2.4 Haus Stapel (1819 – 1827)
5.3 Haus Husen (um 1830)
5.4 Gesamtbeurteilung
6. Fazit
7. Anhang
7.1 Literaturliste
7.2 Planmaterial
7.2.1 Historische Pläne
7.2.2 Umzeichnungen und aktuelle Pläne
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, die lückenhafte Bau- und Entstehungsgeschichte des klassizistischen Herrenhauses „Haus Villigst“ an der Ruhr systematisch aufzuarbeiten und in ein stimmiges Gesamtbild zu überführen. Zentrale Forschungsfrage ist hierbei, wie das Ensemble unter Berücksichtigung historischer Quellen, architektonischer Vergleiche und der Untersuchung der Parkanlage in seinem Kontext als Hauptwerk des Baumeisters Engelbert Kleinhanz sowie im Vergleich zu zeitgenössischen Entwürfen zu bewerten ist.
3.2 Beschreibung und Analyse des Herrenhauses und Ensembles
Das Grundstück, auf dem Haus Villigst errichtet wurde, ist ein schmales Areal zwischen dem Fluss Ruhr und der Villigster Straße. Bedingt durch sein abfallendes Gelände zur Ruhr hin, den steilen Anstieg auf der anderen Seite zum Waldgebiet „Im Ohl“ und seiner durch die Straßenführung spitz zulaufenden Form war es für einen herrschaftlichen Bau im Prinzip wenig geeignet. Diese Höhenentwicklung des Geländes und die Position des Herrenhauses auf der schmalen Ruhrterrasse kann man auch auf dem Geländeschnitt erkennen (s. Zeichnung 8).
Dennoch konnten die Gegebenheiten von dem Baumeister Engelbert Kleinhanz genutzt werden, um ein klassizistisches Ensemble mit Herrenhaus und Ökonomiegebäuden um einen Ehrenhof zu entwerfen und zu erbauen.
Schon von der Straße aus fällt die strenge Gliederung der symmetrischen Torhäuser mit Dachlaternen, welche die Durchfahrt zum Hof einrahmen, auf (s. Abb. 7). Sie nehmen durch ihre Fassadengliederung Bezug auf das dahinter liegende Herrenhaus und grenzen sich durch ihren Schmuck von den einfacher gestalteten Ökonomiegebäuden ab.
1. Einleitung: Vorstellung der Motivation für das Thema, der bestehenden Dokumentationslücken und des aktuellen Forschungsstandes.
2. Geschichtlicher Kontext und Vorgängerbauten: Untersuchung der historischen Entwicklung des Anwesens von der mittelalterlichen Burg bis zum Herrensitz der Familie von der Marck.
3. Planungs- und Baugeschichte des heutigen Ensembles: Detaillierte Dokumentation des Bauprozesses unter Ludwig von Elverfeldt, der Analyse des Herrenhauses sowie der Entwicklung von Park und Nutzungsgeschichte.
4. Vergleich mit anderen Bauten von Engelbert Kleinhanz: Einordnung von Haus Villigst in das Oevre des Architekten durch Vergleich mit Projekten wie Schloss Berge oder Haus Dahlhausen.
5. Zeitgenössische Herrenhausbauten anderer Architekten: Analyse zeitgenössischer Bauten von Vagedes und Reinking, um den Wandel vom Spätbarock zum Klassizismus aufzuzeigen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Arbeit und der gewonnenen Erkenntnisse zur Bau- und Planungsgeschichte.
7. Anhang: Auflistung der Literatur, des Planmaterials, der Abbildungen sowie der konsultierten Archive.
Haus Villigst, Engelbert Kleinhanz, Klassizismus, Maximilian Friedrich Weyhe, Herrenhaus, Ruhr, Denkmalpflege, Baugeschichte, Schloss Berge, Schloss Brünninghausen, Schloss Oberhausen, Architekturgeschichte, Gartenkunst, Freiherren von Elverfeldt, Landschaftsgarten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Baugeschichte und der architektonischen Einordnung von Haus Villigst, einem klassizistischen Herrenhaus an der Ruhr.
Neben der baulichen Entwicklung des Herrenhauses stehen die Geschichte des Vorgängerbaus, die Gestaltung der Parkanlage und der Vergleich mit zeitgenössischen Architekten im Fokus.
Ziel ist es, die bestehenden Wissenslücken zur Bau- und Nutzungsgeschichte durch eine detaillierte Quellenanalyse zu schließen und das Werk des Baumeisters Engelbert Kleinhanz kunsthistorisch neu zu bewerten.
Die Untersuchung basiert auf der Auswertung historischer Pläne, Bauakten und Archivalien, ergänzt durch architektonische Analysen und grafische Gegenüberstellungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Standorts, die detaillierte Baugeschichte unter Familie von Elverfeldt sowie vergleichende Analysen zu Projekten von Kleinhanz und anderen Architekten der Epoche.
Haus Villigst, Klassizismus, Engelbert Kleinhanz, Denkmalpflege und Gartenkunst sind die maßgeblichen Begriffe.
Die Arbeit zeigt auf, dass viele untersuchte Herrenhäuser in einer Umbruchzeit entstanden, in der Bauherren vermehrt klassizistische Strenge gegenüber barocken Formen bevorzugten.
Weyhe war ein bedeutender Landschaftsarchitekt, der für die Gestaltung der Parkanlage von Haus Villigst verantwortlich zeichnete und das Ideal des Englischen Landschaftsgartens umsetzte.
Durch die kritische Diskussion der Thesen zur Burg und zum Hügel gelingt eine präzisere Definition der Standortgeschichte, die bisher durch widersprüchliche Annahmen geprägt war.
Die Arbeit stellt dar, dass Haus Villigst die letzte und konsequenteste Umsetzung des klassizistischen Stils im Oevre von Kleinhanz darstellt, wobei alle bedeutenden Attribute dieses Architekturstils vereint werden.
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