Bachelorarbeit, 2016
51 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
2. Theorie: Humor im Film. Verschiedene Genres und das Lachen als Umgang mit der deutschen Geschichte
2.1 Filmgenre
2.1.1 Die Komödie
2.1.2 Die Mockumentary
2.2 Lachen über Hitler
3. ER IST WIEDER DA – Filmanalyse
3.1 Handlungsanalyse
3.1.1 Inhaltliche Zusammenfassung
3.1.2 Erzählstruktur
3.1.3 Plot, Subplots und Erzählzeit
3.2 Figurenanalyse
3.2.1 Oliver Masucci als Adolf Hitler
3.2.2 Nebenfiguren
3.2.3 Figurenkonstellation
3.3 Bauformenanalyse
3.3.1 Bild
3.3.2 Dialog, Geräusche und Musik
3.4 Überblick über alle dokumentarisch eingebundenen Szenen
3.5 Analyse der Normen und Werte: Filminterpretation
3.5.1 Von den Symbolen zur Message
3.5.2 Genrespezifische Filminterpretation
4. Ergebnisbetrachtung und Fazit
Die Arbeit untersucht die Konzeptionshintergründe des Humors in der filmischen Adaption "Er ist wieder da" (2015) und hinterfragt, wie das Regiekonzept durch die gezielte Einbindung dokumentarischer Szenen die filmische Wahrnehmung und die gesellschaftskritische Botschaft beeinflusst.
3.2.1 Oliver Masucci als Adolf Hitler
Der Protagonist in ER IST WIEDER DA ist Adolf Hitler. Damit handelt es sich um keine fiktive Figur, die neu interpretiert wird. Stattdessen muss eine historisch sehr bekannte - und gefürchtete Person – so genau wie möglich imitiert werden. Und dies nicht nur nach Vorgaben des Drehbuchs. In den dokumentarischen Szenen muss der Schauspieler spontan als Hitler agieren können. Der Castingprozess sah als Aufgabe vor, in der Deutschen Oper Berlin als Hitler nach Tickets für die Wagner Oper zu fragen. Zudem musste eine Rede von Hitler als Hitler wiedergegeben werden (vgl. Connolly 2015). Oliver Masucci überzeugte schließlich Wnendt und die anderen Entscheidungsträger. Masucci ist ein festes Ensemblemitglied des Burgtheaters in Wien, und dem deutschen Publikum nicht bekannt. Die Zuschauer erkennen damit keinen Schauspieler als Hitler, sie sehen nur Hitler selbst. Zudem ist er mit 1,88m rund 10 Zentimeter größer als es Hitler war. Die Besetzung suggeriert also: Hitler hat seinen Untergang gestärkt hinter sich gebracht (vgl. Baumgart 2015). Im Film überragt Hitler alle auftretenden Personen, was seine Präsenz noch weiter unterstützt. Um in der Rolle als Hitler perfekt wirken zu können, nahm Masucci 26 kg zu und schloss sich zwei Wochen mit einem Sprachcoach in einem Hotel in Berlin ein um Sprache und Betonung Hitlers zu erlernen. Er erhielt von Maskenbildnern eine falsche Nase, Tränensäcke und sogar eine falsche Oberlippe für den Bart (vgl. Connolly 2015).
1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Film als Mediensatire vor und erläutert das Ziel der Arbeit, die Konzeptionshintergründe des Humors sowie die Wirkung der dokumentarischen Szenen zu analysieren.
2. Theorie: Humor im Film. Verschiedene Genres und das Lachen als Umgang mit der deutschen Geschichte: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen von Filmgenres, insbesondere Komödie und Mockumentary, und beleuchtet das Lachen über Hitler als gesellschaftliche Bewältigungsstrategie.
3. ER IST WIEDER DA – Filmanalyse: Hier erfolgt die systematische Anwendung der Filmanalyse auf Handlung, Figuren, Bauformen und Symbole des Films.
4. Ergebnisbetrachtung und Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die dokumentarischen Szenen das zentrale Element für die gesellschaftskritische Dimension des Films darstellen, die über eine bloße Komödie hinausgeht.
Er ist wieder da, Filmanalyse, Adolf Hitler, Humor, Komödie, Mockumentary, Dokumentarische Szenen, Regiekonzept, Mediengesellschaft, Gesellschaftskritik, Satire, Werner Faulstich, David Wnendt, Nationalsozialismus, Filminterpretation
Die Arbeit analysiert den Film "Er ist wieder da" hinsichtlich der Konzeption seines Humors und der Verwendung von dokumentarischen Stilmitteln.
Im Zentrum stehen die Gattungsbestimmung (Komödie/Mockumentary), der Umgang mit historisch belasteten Themen sowie die mediale Reflexion der deutschen Gesellschaft.
Ziel ist es zu beleuchten, wie die dokumentarisch eingebundenen Szenen den Humor im Film stützen und welche filmischen Mittel zur Vermittlung der gesellschaftskritischen Message genutzt werden.
Die Arbeit nutzt die systematische Filmanalyse nach Werner Faulstich als zentralen Untersuchungsansatz.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Handlungs-, Figuren- und Bauformenanalyse, ergänzt durch eine Filminterpretation basierend auf Symbolik und Genretheorie.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Filmanalyse, Mockumentary, Gesellschaftskritik, Dokumentarische Szenen und Satire charakterisiert.
Seine Besetzung als in Deutschland unbekannter Schauspieler erlaubt dem Zuschauer die Illusion, Hitler "echt" zu begegnen, was die Unmittelbarkeit der dokumentarischen Reaktionen erst ermöglicht.
Der Film bricht mit dem klassischen Happy End der Komödie, da das "Böse" (Hitler) am Ende nicht besiegt wird, sondern an Macht gewinnt, was den Zuschauer zur Reflexion zwingt.
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