Bachelorarbeit, 2020
61 Seiten, Note: 1,1
A. Einleitung
I. Anlass der Untersuchung
II. Gang der Untersuchung
B. Hauptteil
I. Technische Grundlagen
1. Distributed Ledger
2. Distributed-Ledger-Technologien
3. Blockchain
a) Blockchain 1.0
b) Blockchain 2.0
c) Zwischenergebnis
II. Kryptowerte
1. Begriff
2. Entstehung
3. Klassifizierung/Kategorisierung
a) Currency Token
b) Investment Token
c) Utility Token
4. Erwerb von Kryptowerten
a) Vertragsart
b) Erwerbsmöglichkeiten
III. Kryptowerte aus unterschiedlichen Rechtsperspektiven
1. Zivilrechtliche Perspektive
2. Bankaufsichtsrechtliche Perspektive
3. Kapitalmarktrechtliche Perspektive
4. Einkommensteuerrechtliche Perspektive
5. Zwischenergebnis
IV. Ertragsteuerliche Behandlung für Kryptowerte im Privatvermögen
1. Qualifikation als sonstige Einkünfte gem. § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 7 EStG
a) Token als immaterielles Wirtschaftsgut
b) Anschaffung und Veräußerung i. S. v. § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG
c) Behandlung der Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften i. S. d. EStG
d) Zwischenergebnis
2. Qualifikation als Einkünfte aus Kapitalvermögen gem. § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 EStG
a) Zuordnung zu Einkünften aus Kapitalvermögen
b) Ermittlung des Veräußerungsgewinns
C. Fazit / Schluss
Die Arbeit untersucht die einkommensteuerrechtlichen Herausforderungen bei der Behandlung von Erträgen und Veräußerungsgewinnen aus im Privatvermögen gehaltenen Kryptowerten in Deutschland. Dabei wird dargelegt, dass keine pauschalen steuerlichen Lösungen existieren und eine Einzelfallprüfung basierend auf der technischen Funktionalität des jeweiligen Tokens erforderlich ist.
1. Distributed Ledger
Um ein einheitliches Verständnis vom Begriff Distributed Ledger zu erlangen, wird zunächst der Begriff Ledger und anschließend der Begriff Distributed Ledger erläutert.
Ledger bedeutet übersetzt Hauptbuch oder Register. Beispiele für Ledger sind das Handelsregister, das Buchführungsjournal (Grundbuch der Buchführung), das Grundbuch für Immobilien oder das Patentregister. Einträge im jeweiligen Ledger werden im traditionellen System meist in Datenbanken durch eine zentralisierte Stelle gehalten und verwaltet. Die jeweils zuständige zentrale Stelle hat Rechte und Pflichten in Bezug auf die Datenverwaltung, um Manipulationen zu vermeiden und das Vertrauen in die Validität dieser Daten zu wahren. Nur die zentrale Stelle kann in dem von ihm verwalteten Ledger Einträge bearbeiten bzw. neue Einträge darin vornehmen. Distributed Ledger sind dezentrale Hauptbücher (Register), welche mittels Peer-to-Peer-Verbindung (P2P-Verbindung) den direkten Austausch von Daten zwischen gleichgestellten Prozessbeteiligten (User/Teilnehmer, Knoten oder auch Nodes genannt) ermöglichen und es keine zentrale Stelle gibt, die die Abstimmung zwischen den Parteien übernimmt oder eine zentrale Speicherstelle darstellt.
A. Einleitung: Beschreibt den Anlass der Untersuchung, insbesondere die steuerrechtlichen Diskussionen im Kontext von Bitcoin und anderen Kryptowerten.
B. Hauptteil: Detaillierte Auseinandersetzung mit technischen Grundlagen, der Klassifizierung von Kryptowerten, rechtlichen Perspektiven sowie der ertragsteuerlichen Behandlung für Privatanleger.
C. Fazit / Schluss: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Fazit zur Notwendigkeit der Rechtssicherheit sowie Kritik an der gegenwärtigen Rechtslage für Kryptowerte in Deutschland.
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Die Arbeit analysiert die einkommensteuerrechtliche Behandlung von Erträgen und Veräußerungsgewinnen aus Kryptowerten, die im Privatvermögen gehalten werden.
Die Arbeit umfasst technische Grundlagen der Blockchain, die Klassifizierung verschiedener Token-Arten sowie deren Einordnung unter zivil-, aufsichts-, kapitalmarkt- und steuerrechtlichen Gesichtspunkten.
Das Ziel ist es, ein technisches Verständnis der Materie zu schaffen, um die schwierige einkommensteuerrechtliche Qualifikation von Kryptowerten differenzierter vornehmen zu können.
Es handelt sich um eine juristische Untersuchung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Fachbeiträge und Rechtsprechung sowie auf einer Auswertung technischer Grundlagen basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die technischen Grundlagen (Distributed Ledger, Blockchain) erörtert, gefolgt von der Kategorisierung von Kryptowerten und deren rechtlicher Einordnung aus verschiedenen Disziplinen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kryptowerte, Blockchain, Einkommensteuer, Token-Klassifizierung und Rechtsunsicherheit charakterisieren.
Die BaFin hat im Jahr 2019 einzelne Kryptowerte als „Wertpapier sui generis“ qualifiziert, was die steuerliche Einordnung von Gewinnen zusätzlich erschwert, da nun auch eine Einordnung als Finanzinstrument möglich ist.
Die steuerliche Behandlung hängt maßgeblich von der Einzelfallprüfung der Token-Funktion ab; es kommen Einkünfte aus Kapitalvermögen oder sonstige Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften in Betracht.
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