Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Der Forschungsstand
3 Die Schlachtenmalerei als Vorbild des Historienzyklus Herzog Wilhelms IV. von Bayern
4 Der Historienzyklus Herzog Wilhelm IV. von Bayern
5 Ikonographie, Analyse und Interpretation Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“
5.1 Literarische Quellenanalyse zur Thematik der „Alexanderschlacht“
5.2 Die Weltenordnung in Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“
5.3 Ikonographie und Bildordnung in der „Alexanderschlacht“
5.4 Kompositionsschemata in Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“
5.4.1 Die symbolischen Zusammenhänge der Ikonographie und dessen Motivik
5.4.2 Die Darstellung der Perspektive in Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“
5.4.3 Die Inschrifttafel und deren Zusammenhänge in der Motivik der Gestirne
6 Die Zusammenhänge der Gemälde des Historienzyklus Herzog Wilhelm IV. von Bayern und den nachfolgenden Historienzyklen
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Historienzyklus Herzog Wilhelms IV. von Bayern thematisch einzuordnen und insbesondere Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“ durch eine fundierte Analyse der ikonographischen, kompositionellen und perspektivischen Aspekte zu erläutern und in den Vergleich zu zeitgenössischen Werken zu setzen.
5.4 Kompositionsschemata in Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“
Im Zusammenhang mit der Ikonographie sollen nun die Symbole erläutert werden, die sich innerhalb des Gemäldes zur Thematik der „Alexanderschlacht“ befinden. Wenn man zu Beginn die Symbole um die beiden Hauptfiguren genauer untersucht, fällt zunächst auf, dass die Heere Alexanders des Großen auf der rechten Seite kämpfend unter dem Zeichen der Greifenfahrt stehen, das Bezug auf die Luftfahrt Alexanders nimmt. Darius hingegen kämpft mit seinem Heer unter dem Symbol des Halbmondes, welcher als ein Zeichen des osmanischen Reiches gilt. Die Krieger seines Heeres tragen Ritter- und Landsknechtsrüstungen, nach Art wie es im 16. Jahrhundert in Europa und besonders in seinem Reich üblich war (Abb. 6). Auf Seiten des Darius ist sichtbar, dass die Krieger neben ihren Goldrüstungen vor allem türkische Turbane aus dieser Zeit tragen (Abb. 7). Ebenfalls als zeitgenössisch sieht Barbara Eschenburg das, wie sie es nennt, „persische Frauenzimmer“, demnach die Kleidung, die von den dargestellten Frauen getragen wird (Abb. 8). Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass die untergehende Sonne auf Seiten des Alexanders des Großen ein Indiz für den Begriff des „Abendlandes“ darstellt.
Durch Farb- und Motivwechsel wird Albrecht Altdorfers Gemälde genau horizontal halbiert. Die mit der Zeit vorgenommenen Beschneidungen des Gemäldes geben Anlass zur Deutung, dass sich diese Linie der Trennung ursprünglich noch weiter in der Bildmitte befunden haben muss. In der unteren Bildhälfte befindet sich die Darstellung der Schlacht, in der unter großer Farbvielfalt, ein erdfarbener Grundton vorherrscht. Die obere Hälfte hingegen ist eine landschaftliche Komposition mit Wasser, Gebirgs- und Wolkenformationen, welche von Blautönen dominiert ist.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Schlachten- und Historienmalerei und Vorstellung des Gemäldes „Alexanderschlacht“ von Albrecht Altdorfer als zentraler Untersuchungsgegenstand.
2 Der Forschungsstand: Überblick über die bestehende wissenschaftliche Literatur und maßgebliche kunsthistorische Aufsätze, die als Grundlage für die Analyse der „Alexanderschlacht“ und des Historienzyklus dienen.
3 Die Schlachtenmalerei als Vorbild des Historienzyklus Herzog Wilhelms IV. von Bayern: Analyse der künstlerischen Vorbilder und Einordnung der Bedeutung des Historienbildes als eigene Gattung im Kontext der deutschen Tafelmalerei.
4 Der Historienzyklus Herzog Wilhelm IV. von Bayern: Darstellung des Auftrags und der historischen Bedeutung des Zyklus von 16 Gemälden sowie die Einordnung der politischen Ziele des Herzogs.
5 Ikonographie, Analyse und Interpretation Albrecht Altdorfers „Alexanderschlacht“: Tiefgehende Untersuchung der Quellen, der symbolischen Bildordnung, der perspektivischen Konstruktion sowie der Bedeutung der Inschrifttafeln.
6 Die Zusammenhänge der Gemälde des Historienzyklus Herzog Wilhelm IV. von Bayern und den nachfolgenden Historienzyklen: Vergleich der Kompositionsmerkmale innerhalb des Zyklus und Untersuchung der Vorbildfunktion der „Alexanderschlacht“ für spätere Werke.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der hohen Komplexität und der kunsthistorischen Bedeutung des Werks trotz der historischen Beschneidungen des Bildes.
Albrecht Altdorfer, Alexanderschlacht, Historienzyklus, Herzog Wilhelm IV. von Bayern, Schlachtenmalerei, Ikonographie, Perspektive, Bildkomposition, Renaissance, Schlacht bei Issus, Inschrifttafel, Weltbild, Kunstgeschichte, Symbolik, Historienbild.
Die Arbeit befasst sich mit dem Gemälde „Alexanderschlacht“ von Albrecht Altdorfer und dessen Einbettung in den größeren Historienzyklus von Herzog Wilhelm IV. von Bayern.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die kunsthistorische Ikonographie, die perspektivische Konstruktion, die Symbolik der Schlachtendarstellung und die Einbindung in den politischen Kontext des 16. Jahrhunderts.
Ziel ist es, die Kompositionsaspekte von Altdorfers „Alexanderschlacht“ detailliert zu erschließen, die Quellenlage zu analysieren und das Verhältnis des Werkes zum restlichen Historienzyklus des Herzogs zu klären.
Die Arbeit nutzt kunsthistorische Quellenanalyse, ikonographische Bilddeutung, vergleichende Analyse von Kompositionsschemata und raumperspektivische Untersuchungen unter Einbeziehung zeitgenössischer Dokumente.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Schlachtenmalerei als Gattung, die Untersuchung des gesamten Historienzyklus sowie eine detaillierte ikonographische und perspektivische Analyse der „Alexanderschlacht“.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Schlachtenmalerei, Altdorfer, Ikonographie, Historienzyklus, Perspektive und die Schlacht bei Issus.
Die Inschrifttafel dient nicht nur als inhaltliche Information zum Sieg Alexanders, sondern ist ein zentrales kompositionelles Element, das räumliche Tiefenwirkung erzeugt und auf den historischen Kontext verweist.
Altdorfer wählte eine komplexe supervisionäre Perspektive, die sich fast ins Unendliche dehnt und durch die bewusste Korrektur von Fluchtpunkten eine besondere Naturalistik und kosmische Dimension erzielt.
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