Masterarbeit, 2020
95 Seiten, Note: 1,0
Diese Masterarbeit setzt sich zum Ziel, die Wechselwirkungen zwischen Sport und Architektur anhand einer historischen Analyse der Reziprozität von Soziokultur und Sportarchitektur zu beleuchten. Die Arbeit untersucht, wie sich die Entwicklung der Sportstätte im Laufe der Zeit durch die jeweiligen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Einflüsse geprägt hat und umgekehrt, welchen Einfluss die Architektur auf die Entwicklung des Sports hatte.
Das erste Kapitel führt in das Thema ein und stellt die Relevanz des Forschungsgegenstands heraus. In Kapitel 2 werden die wichtigsten Begriffe, wie "Sportstätte", "Sportanlage" und "Stadion", definiert und ihre Entstehungsgeschichte beleuchtet. Kapitel 3 befasst sich mit dem Wandel des Sports im Laufe der Zeit und analysiert die Entwicklung von Sportstätten in verschiedenen Epochen, angefangen von der Antike bis zur Moderne. Dabei werden die Entwicklungen in der griechischen und römischen Antike, die Turnbewegung im 19. Jahrhundert, die Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit in der Bundesrepublik Deutschland beleuchtet. In Kapitel 4 werden die wichtigsten Vergleichsindikatoren vorgestellt, anhand derer die Reziprozität von Soziokultur und Sportarchitektur analysiert werden soll. Diese Indikatoren sind: Religiöse und zeremonielle Rituale, kultureller Wandel, politische Projektion und Instrumentalisierung sowie der Erlebnischarakter von Sport. In Kapitel 5 werden die Vergleichsindikatoren anhand von zwei Beispielen - dem Amphitheatrum Flavium und dem Olympiastadion München - angewendet und verifiziert.
Sportstätte, Sportarchitektur, Soziokultur, Reziprozität, historische Analyse, Amphitheatrum Flavium, Olympiastadion München, Religiöse und zeremonielle Rituale, Kultureller Wandel, Politische Projektion und Instrumentalisierung, Erlebnischarakter Sport, Antike, Moderne, Deutschland
Es besteht eine Wechselwirkung (Reziprozität) zwischen soziokulturellen Werten und Sportarchitektur. Politische Systeme, religiöse Rituale und kultureller Wandel prägen die Form und Funktion von Bauwerken wie Stadien.
In der griechischen und römischen Antike waren Stadien und Amphitheater (wie das Kolosseum) Orte für religiöse Zeremonien, politische Selbstdarstellung der Herrscher und Massenunterhaltung.
Ein prominentes Beispiel ist die Zeit des Nationalsozialismus, in der monumentale Sportstätten dazu dienten, Macht zu demonstrieren und die Bevölkerung ideologisch zu beeinflussen.
Im Gegensatz zur Monumentalität früherer Epochen steht das Olympiastadion München für Demokratie, Offenheit und einen modernen kulturellen Wandel in der Nachkriegszeit Deutschlands.
Die Arbeit nennt vier Hauptindikatoren: religiöse/zeremonielle Rituale, kultureller Wandel, politische Projektion/Instrumentalisierung und der Erlebnischarakter des Sports.
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