Masterarbeit, 2020
95 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffserläuterungen – Definition und Entstehungsgeschichte
2.1 Sportstätte
2.2 Sportanlagen
2.3 Sportgelegenheiten
2.4 Stadion
2.5 Amphitheater
2.6 Circus
2.7 Exkurs: Der Begriff Sport
3. Sport im Wandel der Zeit
Von „Brot und Spiele“ zu „Bier und Fußball“
3.1 Griechische Antike
3.2 Römische Antike
3.3 Entwicklungen ab dem 19. Jahrhundert
3.3.1 Die Turnbewegung in Deutschland
3.3.2 Die Entstehung des englischen Sports und seine geographische Ausbreitung
3.3.3 Die Weimarer Republik
3.3.4 Zeit des Nationalsozialsimus´
3.3.5 Die Entwicklungen in der Nachkriegszeit (Bundesrepublik Deutschland)
4. Bestimmung der Vergleichsindikatoren Ausdifferenzierung und Analyse aus der soziokulturellen, politisch-gesellschaftlichen und sporthistorischen Entwicklung
4.1 Indikator Religiöse und zeremonielle Rituale
4.2 Indikator Kultureller Wandel
4.3 Indikator Politische Projektion und Instrumentalisierung
4.4 Indikator Erlebnischarakter Sport
5. Anwendung und Verifizierung der Vergleichsindikatoren
5.1 Das Amphitheatrum Flavium
5.1.1 Religiöse und zeremonielle Rituale
Impuls für die Errichtung des Amphitheatrum Flavium
5.1.2 Kultureller Wandel
Sportarchitektonischen Auswirkungen auf das Amphitheatrum Flavium
5.1.3 Politische Projektion und Instrumentalisierung
Sportarchitektonischen Auswirkungen auf das Amphitheatrum Flavium
5.1.4 Erlebnischarakter Sport
Sportarchitektonischen Auswirkungen auf das Amphitheatrum Flavium
5.2 Das Olympiastadion München
5.2.1 Religiöse und zeremonielle Rituale
Impuls für die Errichtung des Olympiastadions in München
5.2.2 Kultureller Wandel
Sportarchitektonischen Auswirkungen auf das Olympiastadions in München
5.2.3 Politische Projektion und Instrumentalisierung
Sportarchitektonischen Auswirkungen auf das Olympiastadions in München
5.2.4 Erlebnischarakter Sport
Sportarchitektonischen Auswirkungen auf Olympiastadions in München
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen soziokulturellen Entwicklungen und der Architektur von Sportstätten. Ziel ist es, Indikatoren zu identifizieren, die diese Reziprozität zeitunabhängig sichtbar machen, und diese anhand historischer Baudenkmäler zu verifizieren.
1. Einleitung
Sport und Architektur. Zwei Kulturbereiche des menschlichen Lebens, die zunächst wenig gemein zu scheinen haben, in Interaktion jedoch zur Bühne ungebremster Emotionen werden können. Sport als ein Part dieser erfolgreichen Dualität, im Sinne der motorischen Bewegungskultur, als des Menschen inneres Bedürfnis´ zu überleben, die Gesundheit zu fördern und den Normen der Körperästhetik gerecht zu werden. Die Architektur, als Streben nach der ästhetischen Gestaltung sowie die konstruktive Lösung des gebauten Raums, bildet den zweiten Part. Die Symbiose beider erschafft einen Ort, dessen fast schon magisches Potential bereits früh in der Geschichte des Menschen erkannt wurde. Seit der Antike sind Spiele und Wettkämpfe ein maßgeblicher Bestandteil des öffentlichen Lebens. Ihre gesellschaftliche Funktion zeigt sich jeher in seiner ordnungsbildenden und strukturstiftenden Eigenschaft. Der Ort Sportstätte wirkt dabei als Emotionsmultiplikator. Wie an keinem anderen Ort begegnen sich hier Menschen. Sie demonstrieren gemeinsam die gesellschaftliche Ordnung und erzeugen zusammen ein Sportereignis, und somit einen greifbaren Moment, der nur durch die Architektur möglich gemacht wurde.
Architektur entfaltet seine vollständige Bestimmung erst, wenn sie als Verbindungselement zwischen Raum und Mensch fungiert. Als Synthese aus Funktion, Konstruktion und Ausschöpfung. Johann Wolfgang von Goethe notierte 1786 zu seinem Besuch des Amphitheaters in Verona: „Als ich hinein trat, mehr noch aber, als ich oben auf dem Rande umher ging, schien es mir seltsam, etwas Großes und doch eigentlich nichts zu sehen. Auch will es leer nicht gesehen sein, sondern ganz voll von Menschen [...]. Denn eigentlich ist so ein Amphitheater gemacht, dem Volk mit sich selbst zu imponieren, das Volk mit sich selbst zum besten [sic] zu haben. Dieses allgemeine Bedürfnis zu befriedigen, ist hier die Aufgabe des Architekten.“ Erst die Menschenmasse transformiert den Baukörper zu einem emotional aufgeladenen Krater. Solch ideal verknüpfte Synthesen bildeten und erzeugen noch heute die größten und erfolgreichsten Sportveranstaltungen der Welt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Symbiose von Sport und Architektur als Bühne für Emotionen und strukturbildendes Element der Gesellschaft.
2. Begriffserläuterungen – Definition und Entstehungsgeschichte: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Sportstätte, Sportanlage und Stadion definiert und ihr historischer Wandel nachgezeichnet.
3. Sport im Wandel der Zeit: Es erfolgt eine Analyse der sporthistorischen Entwicklung von der Antike bis zur modernen Ära, fokussiert auf markante Zeitfenster.
4. Bestimmung der Vergleichsindikatoren: Hier werden aus der soziokulturellen und historischen Entwicklung Indikatoren abgeleitet, um Sportstätten vergleichbar zu machen.
5. Anwendung und Verifizierung der Vergleichsindikatoren: Die theoretisch erarbeiteten Indikatoren werden exemplarisch auf das Amphitheatrum Flavium und das Olympiastadion München angewendet.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Reziprozität zwischen Soziokultur und Sportarchitektur als dauerhaftes gesellschaftliches Abbild.
Sportstättenarchitektur, Soziokultur, Reziprozität, Stadion, Amphitheater, Sportgeschichte, Instrumentalisierung, Gesellschaftsordnung, Erlebnischarakter Sport, Olympiastadion, Massenkultur, Politische Projektion, Sport, Architektur, Wertevorstellung.
Die Arbeit analysiert die Wechselwirkung zwischen soziokulturellen Bedingungen und der Architektur von Sportstätten im historischen Kontext.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung von Sportbauwerken, deren gesellschaftliche Funktion und ihre Rolle als Instrumente politischer und kultureller Einflussnahme.
Das Ziel ist es, Indikatoren zu benennen, die die Reziprozität von Soziokultur und Sportstättenarchitektur zeitunabhängig belegbar machen.
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturanalyse, um Indikatoren zu entwickeln und diese durch eine vergleichende Analyse zweier Baudenkmäler zu verifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse des Sports, die Herleitung von Vergleichsindikatoren und deren Anwendung auf das Kolosseum und das Münchener Olympiastadion.
Schlüsselwörter wie Sportstättenarchitektur, Reziprozität, Instrumentalisierung und Erlebnischarakter Sport stehen im Zentrum der Arbeit.
Das Kolosseum dient als architektonischer und historischer Ankerpunkt, um die Verknüpfung von Zeremonien, politischer Repräsentation und sportlicher Unterhaltung in der römischen Antike zu illustrieren.
Es dient als moderner Gegenentwurf zur monumentalen Machtarchitektur und demonstriert den Versuch, Sportarchitektur als Ausdruck demokratischer Werte und Offenheit zu gestalten.
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