Magisterarbeit, 2021
130 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Revitalisierung von Wohnimmobilien
2.1 Einordnung des Begriffs Revitalisierung
2.1.1 Instandhaltung
2.1.2 Modernisierung
2.1.3 Revitalisierung
2.1.4 Redevelopment
2.2 Revitalisierungsstrategien
2.2.1 Revitalisierung in einem Zug oder in Stufen
2.2.2 Revitalisierung mit Erweiterungsmaßnahmen
2.3 Revitalisierungsprozess
3. Rahmenbedingungen bei Revitalisierungen
3.1 Beteiligte am Revitalisierungsprozess
3.2 Institutionen
3.2.1 Bauplanungs- und Bauordnungsrecht
3.2.2 Regelungen zur Mietpreisfindung
3.2.3 Regelungen zur Energieeffizienz und zum Wärmeschutz
3.3 Wohnungsmarkt
3.3.1 Struktur des Wohnungsbestandes
3.3.2 Baualtersklassen und Bautypologien
3.3.3 Eigentümerstruktur
3.3.4 Zahl der Haushalte und Haushaltsgrößen
3.4 Finanzierung, Steuern und Förderung
3.4.1 Finanzierung von Revitalisierungen
3.4.2 Steuerliche Beurteilung von Revitalisierungen
3.4.3 Förderung von Revitalisierungen
3.5 Kosten und Wirtschaftlichkeit
3.5.1 Lebenszykluskosten bei Revitalisierungen
3.5.2 Wirtschaftlichkeit von Revitalisierungen
4. Handlungsbedarf bei Wohnimmobilien unter Berücksichtigung der Energieeffizienz
4.1 Energieverbrauch, Energiekennwerte und Energetischer Zustand
4.1.1 Energieerzeugung und Energieverbrauch
4.1.2 Energiekennwerte
4.1.3 Energetischer Modernisierungszustand
4.2 Energieberatung
4.3 Energetische Gebäudebewertung und -analyse
5. Revitalisierungsmaßnahmen bei Wohnimmobilien unter Berücksichtigung der Energieeffizienz
5.1 Nachträgliche Wärmedämmung der Gebäudehülle
5.1.1 Außenwände
5.1.2 Dach/Oberste Geschossdecke
5.1.3 Keller
5.1.4 Fenster
5.1.5 Wärmebrücken
5.2 Energieeffiziente Anlagentechnik
5.2.1 Heizung
5.2.2 Warmwasserversorgung
5.2.3 Lüftungsanlagen
5.2.4 Solarenergie
5.2.4.1 Solarthermie
5.2.4.2 Photovoltaik
5.3 Kosten und Einsparerfolge der energietechnischen Maßnahmen
5.3.1 Das Kopplungsprinzip
5.3.2 Kosten
5.3.3 Studie „Kosten energierelevanter Bau- und Anlagenteile bei der energetischen Modernisierung von Altbauten“
5.3.4 Einsparpotential durch energetische Maßnahmen
5.4 Energietechnische Gebäudemodernisierung - Beispiel (EnEV-XL 5.1)
5.5 Handlungsempfehlungen
6. Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist es, Handlungsempfehlungen für die Revitalisierung von Wohnimmobilien unter Berücksichtigung der Energieeffizienz zu entwickeln, um technische, energetische und wirtschaftliche Potenziale in Bestandsgebäuden aufzuzeigen und nutzbar zu machen.
2.1.3 Revitalisierung
Unter einer Revitalisierung kann in der Bau- und Immobilienwirtschaft eine umfassende bauliche Anpassung der Qualität und Funktionalität von bereits genutzten Bestandsobjekten an spezifische z.B. technische und/oder ästhetische Nutzerbedürfnisse verstanden werden. Hierbei geht es insbesondere um die Instandhaltung und Modernisierung von Gebäuden vor dem Hintergrund der Wiederbelebung der ursprünglichen Nutzung. Das Ergebnis ist ein effektiv neues Gebäude.
Ziel einer Revitalisierung ist es, für von Leerstand bedrohte Bauwerke durch technische, konstruktive, funktionelle und/oder optische Maßnahmen eine Neupositionierung und verbesserte (Wieder-)Nutzbarkeit zu erreichen. Die Nutzung der Immobilie bleibt unverändert. Der Auslöser für eine Revitalisierung ergibt sich hauptsächlich aus der Alterung der Immobilie. Insbesondere Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen tragen dazu bei, die Nutzerzufriedenheit zu steigern und neue Nutzergruppen anzusprechen. Das Ziel von Revitalisierungen ist es, den Wert der Immobilie zu steigern und die Wertschöpfung, im Sinne von Rentabilitätssteigerungen durch Kosten- und Ertragsoptimierungen, zu erzielen.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Energieeffizienz im Gebäudesektor angesichts klimapolitischer Ziele und definiert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Revitalisierung von Wohnimmobilien: Grenzt den Begriff der Revitalisierung von ähnlichen Begriffen wie Instandhaltung und Modernisierung ab und erläutert verschiedene Strategien sowie den Prozess der Projektentwicklung.
3. Rahmenbedingungen bei Revitalisierungen: Analysiert die institutionellen, rechtlichen und wirtschaftlichen Faktoren, einschließlich Finanzierung, Förderung und der spezifischen Situation am deutschen Wohnungsmarkt.
4. Handlungsbedarf bei Wohnimmobilien unter Berücksichtigung der Energieeffizienz: Untersucht den energetischen Ist-Zustand des Wohngebäudebestands und erläutert Methoden der Energieberatung sowie der energetischen Bewertung.
5. Revitalisierungsmaßnahmen bei Wohnimmobilien unter Berücksichtigung der Energieeffizienz: Leitet spezifische bauliche und technische Maßnahmen ab, untersucht deren Kosten und bewertet das energetische Einsparpotenzial durch konkrete Praxisbeispiele.
6. Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Wirtschaftlichkeit energetischer Modernisierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der individuellen Gebäudesituation.
Revitalisierung, Wohnimmobilien, Energieeffizienz, energetische Sanierung, Gebäudehülle, Anlagentechnik, Projektentwicklung, Wirtschaftlichkeit, Kopplungsprinzip, Bestandsgebäude, energetische Modernisierung, Energieverbrauch, Förderprogramme, Gebäudeenergiegesetz, Nachhaltigkeit
Die Arbeit fokussiert sich auf die energetische Revitalisierung von Wohnimmobilien und entwickelt Handlungsempfehlungen, um Bestandsgebäude effizienter und zukunftsfähig zu gestalten.
Die Arbeit behandelt die Abgrenzung von Sanierungsbegriffen, die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, die energetische Analyse von Gebäuden sowie spezifische technische Sanierungsmaßnahmen.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die energetisch optimierte Revitalisierung von Wohnimmobilien zu geben, die für professionelle und private Akteure gleichermaßen anwendbar sind.
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Daten zur energetischen Bewertung, ergänzt durch die Analyse von Kostenfunktionen und Praxisbeispielen wie dem "EnEV-XL" Modellgebäude.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Revitalisierung, die Untersuchung der Rahmenbedingungen, die Bestandsaufnahme des energetischen Bedarfs und die detaillierte Ableitung technischer Maßnahmen (z.B. Wärmedämmung, Lüftung, Solartechnik).
Zu den Kernbegriffen zählen die energetische Modernisierung, das Kopplungsprinzip, die Lebenszykluskosten sowie das Gebäudeenergiegesetz (GEG).
Das Kopplungsprinzip schlägt vor, energetische Maßnahmen nur dann durchzuführen, wenn ohnehin notwendige Instandsetzungsarbeiten anstehen, um nur die energiebedingten Mehrkosten für die Wirtschaftlichkeitsrechnung isolieren zu können.
Sie ermöglicht eine fundierte Schwachstellenanalyse und unterstützt Entscheidungsträger dabei, verschiedene Sanierungsoptionen technisch und ökonomisch miteinander vergleichbar zu machen.
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